Hund aus 2. Hand – Teil 2

7 Monate ist Juri – unser Hund aus 2.Hand –  bei uns

Okay, vielleicht kam er auch aus 3. oder 4. Hand – egal, so etwas hat mich noch nie interessiert.

Hund aus 2. Hand - unser Wölfchen

Hund aus 2. Hand – unser Wölfchen

Zum Thema Übernahme hatte ich bereits unter  Hund aus zweiter Hand berichtet.

Inzwischen haben mir zig Leute erzählt wie schwierig und eigenwillig „die Wölfe“ doch sind und und und…….ja sicher höre ich mir immer neugierig und interessiert alles an, was man mir so erzählt, zumal es um die Rasse geht, die ich vor kurzem übernommen habe ohne mich vorher darüber schlau zu machen *schäm

Klar war für mich nur, es wird ein Hund aus 2. Hand, ein Rüde und es wird was größeres 🙂  Na und das paßt einfach rundum.

der Hund aus 2. Hand - die große Liebe?

der Hund aus 2. Hand – die große Liebe?

Heute, nach 7 Monaten des Zusammenlebens mit unserem „Wölfchen“ möchte ich an dieser Stelle ein Resümee ziehen…:

Der perfekte Hund aus 2. Hand

Unser großer Bub zeigte sich vom ersten Tag an kooperativ, er hat seine Aufgaben auf Anhieb verstanden, er akzeptiert Grenzen und Regeln problemlos, wie ich es noch sehr selten erlebt habe. Er zeigt sich sehr ausdrucksstark in Mimik und Körperhaltung, was die Kommunikation unter den Hunden und mit mir sehr vereinfacht.

Neugier scheint sein zweiter Vorname zu sein. Alles muss erkundet werden, auch wenn manchmal der gesamte Hund auf Rückzug programmiert ist, die Nase muss überall rein und man muss sich alles genauer anschauen, was man noch nicht kennt…zur Not wird Frauchen geholt und die muss mit *lach

Selbstverständlich hat auch Juri seine Stärken und Schwächen aber die hat definitiv jedes Lebewesen. Natürlich hat er seinen Charakter und er kann wahnsinnig toll „beleidigt“ und „eifersüchtig“ sein. Er zeigt dies jedoch auf seine liebenswerte Art, ich habe ihn noch niemals aggressiv erlebt. Juri ist manchmal sehr stürmisch und ein Elefant im Porzellanladen, so hat er doch schon mehrfach seine Hundefreundin und auch Frauchen einfach über den Haufen gerannt…….aber er entschuldigt sich danach immer sehr vehement, denn das wollte er doch gar nicht…. 😉 Man kann ihm einfach nie böse sein.

der perfekte Hund aus 2. Hand

der perfekte Hund aus 2. Hand

Anfängliche Ängste vor dem Fahrrad, dem Auto und vor Handtüchern (hmmmm) hat Juri innerhalb weniger Tage überwunden. Er geniesst inzwischen die Touren durch den Wald am Fahrrad. Genauso geniesst er es nach einem Regenguss von Frauchen ausgiebig trockengerubbelt zu werden. Autofahren wird wohl nie so recht sein Ding aber kurze Strecken zur Erkundung neuer Reviere gehen schon sehr gut.

Auch ein Hund aus 2. Hand darf Stärken und Schwächen haben 😉

Juri mag keine Möhren, Gemüse ist ohnehin nicht so seins, da kann er richtig streiken und sogar das leckere Fleisch stehen lassen um zu zeigen, dass das nicht seins ist und er deshalb jetzt hungern muss….er fürchtet um sein Leben! Alles was Fleisch ohne viel Gemüse ist, passt jedoch sehr gut in den Hund….dennoch muss er einzeln gefüttert werden, denn er geniesst in Ruhe….die Mädels würden ihm alles wegfressen bis er aus dem Knick kommt 🙂 🙂  Problematisch sind für ihn die leckeren Knochen, denn frisch sind die nicht so klasse, man muss die erst einige Tage unter der Erde „ziehen lassen“…..und dann kommt auch noch die doofe Lara-Freundin, die fast alles findet 😦

Feinschmecker durch und durch

Feinschmecker durch und durch

Unser Hund aus 2. Hand hat, so als Mann im Haus und Hof, sofort die Kontroll- und Wachaufgabe übernommen. Wenn nur eins der Mädels „Wau“ sagt, steht ein übergroßer Juri am Zaun und paßt auf…auch wenn sich dort nichts bewegt…die Mädels haben ihn geschickt um zu schauen ob er seine Aufgaben ordentlich erfüllt 😉

Er zeigt sich fremden Menschen gegenüber erstmal recht scheu und sehr vorsichtig, was durchaus rassetypisch ist. Menschen die er kennt, schmust er am liebsten gleich mal um 🙂 Frauen sind irgendwie klar im Vorteil bei ihm….wer kann es ihm verdenken? Er ist nunmal Mann durch und durch…….

Alleine bleiben mag unser Juri so gar nicht, auch nicht wirklich mit seiner Hundefreundin Lara zusammen. Lara hat damit keine Probleme und zeigt ihm absolut ruhig, dass das in Ordnung ist, was ihn jedoch wenig beeindruckt. Im Haus, in geschlossenen Räumen klappt das Alleinebleiben trotz kleinen täglichen Übungen maximal 15 Minuten, dann wird er immer nervöser und beginnt auf Tische und Schränke zu springen o) ….. Im Grundstück klappt es schon besser, jedoch fängt der Bub

Unser kleiner Wolf ;)

Unser kleiner Wolf 😉

nach gewisser Zeit an seinen Unmut lautstark zu verkünden…ja eindeutig leben hier irgendwo Wölfe, man kann das ziemlich weit hören… 😉 Obwohl wir das ebenfalls jeden Tag üben, nicht für lange aber 1 bis 2 Stunden pro Tag, da das alte Nellymädchen seperat gehen muss in ihrem Tempo….. Es gibt Tage, da ist Juri lieb und man hört ihn nicht. Es gibt aber auch Tage, da singt er den Nachbarn das Lied des verlassenen Wolfes 🙂

 

Zum Glück haben unsere wenigen Nachban kein Problem mit seinen „wölfischen Liedern“, kein Wunder, wo er sich mit all seinem Charme innerhalb weniger Tage in die Herzen aller Dorfbewohner geschlichen hat.

Ganz sicher paßt so ein Wölfchen nicht überall, aber man kann mal wieder sehen, dass ein Hund aus 2. Hand ein absoluter Traumhund sein kann, man muss ihm nur die Chance und Zeit geben es zu beweisen.

Unser Hund aus 2. Hand

Unser Hund aus 2. Hand

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Nothunde und was nun? Hilfe für Nothunde gesucht!

Aus gegebenem Anlass ist das Vorhaben gestorben – wir überlassen das dann mal den Leuten, die nicht nur den Platz sondern auch genügend Geld haben und halten den entsprechenden Hunden alle Daumen! 

Haben wir in Deutschland immer mehr Nothunde?

Ich hatte bereits in einem vorangegangenen Artikel „Notfall – wo ist der Tierschutz“ geschildert, dass immer mehr Notrufe auf der Hotline ankommen mit der Suche nach Hilfe für Nothunde.

Immer mehr Tierheime und Tierschutzorganisationen lehnen die Aufnahme von Hunden bestimmter Rassen, Größen etc. kategorisch ab. Häufig kommen Verhaltensproblematiken dazu und damit gibt es für diese Tiere praktisch keine Möglichkeiten oder Chancen mehr. Sicherlich ist das Vorgehen wirtschaftlich nachvollziehbar, da solche Tiere schwer bis gar nicht mehr vermittelbar sind. Andererseits steht der Begriff „Tierschutz“ im Raum, der grundsätzlich für den „Schutz der Tiere“ stehen sollte.

Ich stehe zu meiner Meinung: fast ja FAST immer gibt es eine Möglichkeit bereits im Vorfeld eine Abgabe zu verhindern und eine Chance das zugrunde liegende Problem zu lösen. Aus diesem Grund hatte ich die Pfoten-Hotline ins Leben gerufen, denn die Strafe trifft leider immer das Tier, das am allerwenigsten für die jeweilige Situation kann.

Mehr dazu nochmal auf der Seite „Warum und wozu

Was kann man tun, wenn es so gar keine Chance für solche Nothunde gibt?

Kann Aggression nachgewiesen werden, ist es heutzutage relativ einfach das Tier einschläfern zu lassen – leider! Größe alleine reicht nicht, dementsprechend werden solche Tiere meist vollkommen unüberlegt weitergereicht, was irgendwann Aggressionen zur Folge hat und wir sind wieder bei Punkt 1 – noch mehr leider!!! Die Spirale dreht sich…..

Sicher redet man immer über den sogenannten „Tropfen auf dem heissen Stein“  aber wenn die Tropfen mehr werden, kühlt vielleicht der Stein irgendwann ein klein wenig ab. Sicher kann man nie immer helfen, das wissen wir alle – aber für jedes einzelne Tier kann sich doch sehr viel ändern…..

Warum nun der ganze Text? Wir haben einen Plan aber wir benötigen Eure Unterstützung und zwar jede, die wir bekommen können – bitte seid so lieb, lest selbst und teilt, teilt, teilt, was das Zeug hält!!!! 

Pfoten-Hotline & Hilfe für Notpfoten

Notfall – wo ist der Tierschutz?

Heute möchte ich auf eine Sache eingehen, die mich seit einiger Zeit sehr beschäftigt, da ich immer häufiger damit konfrontiert werde:

Wo ist der Tierschutz wenn ein Notfall eintritt?

Leider gibt es Situationen im Leben, die nicht vorhersehbar oder planbar sind und alles von heute auf morgen grundlegend verändern können. Ich möchte hier als Beispiel Krankheit, Tod, familiäre Veränderungen mit finanzieller Notsituation nennen. Sicherlich gibt es auch noch andere Dinge, die nicht planbar sind und nicht unbedingt beeinflussbar sind.

Früher waren die örtlichen Tierheime gefragt, wenn ein solcher Notfall eintrat und die Mitarbeiter/-innen haben sich erstens um eine Vermittlung der Tiere mit gekümmert und wenn es nicht mehr anders ging, die Tiere aufgenommen. Natürlich sollte diese Option nur dann genutzt werden, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht.

Immer häufiger wenden sich verzweifelte Menschen an die Pfoten-Hotline, da sie sich keinen Rat mehr wissen, da die Tierheime solche Notfälle nicht aufnehmen. Wo ist der Tierschutz, in diesen Fällen? Schwer vermittelbare Hunde (wegen Größe, Rasse, Alter) werden kategorisch abgewiesen – keinen Platz, nicht zuständig, kein Geld für weitere Aufnahmen……. und und und kommt als Antwort. Wie gesagt, ich spreche hier ECHTE Notfälle an.

Notfall? – was nun?

Natürlich sollte man differenzieren, damit man Abgaben nicht fördert und Wegwerfeinstellungen nicht unterstützt, alles klar aber…..wo bleibt am Ende das Tier?

Wo bleibt der Schutz der Tiere bei solchen Notfällen?

Ein Platz auf dem Balkon von Angehörigen, wenn der Besitzer verstirbt und das Haus verkauft werden muss aus finanziellen Gründen? Was soll er fressen, wenn Herrchen durch Scheidung und Arbeitsverlust selbst auf der Straße landet? Frauchen zum Pflegefall wird …..Und und und…… wo ist der Tierschutz, wenn solche Tiere Hilfe brauchen?

Teilweise waren zig Telefonate und echte Kämpfe notwendig um für die Tiere eine Lösung zu finden, sofern überhaupt eine gefunden werden konnte. Selbst wenn man den Tierheimen Vermittlungshilfe angeboten hat, erfolgte keine Annäherung. Musste das Tierheim oder der Tierschutzverein auf Umwegen das Tier doch aufnehmen, hatte man keinerlei Interesse an einer Vermittlungshilfe …. dies wurde kategorisch abgelehnt. Muss man das verstehen?

Natürlich betrifft das nicht alle Tierschutzvereine oder Tierheime, …. ich habe jedoch das Gefühl, es werden immer mehr, denn ich werde immer häufiger mit solchen Fällen aus ganz Deutschland konfrontiert. In einigen Fällen war definitiv kein rankommen an den Tierschutz bzw. die Tierheime.

Wo ist der Tierschutz im Notfall?

Das Ergebnis ist traurig: die verzweifelten Menschen geben die Tiere vorschnell an „irgendwelche“ Menschen ohne nachzusehen wo die Tiere landen, meist noch geschenkt, weil sie das Beste für die Tiere wollen und in diesem Moment nicht über die eventuellen Konsequenzen nachdenken. Nicht nur einmal habe ich von diesen Haltern hören müssen: „da dann kann ich mein Tier nur noch aussetzen und hoffen dass es gefunden wird“….. – das geht gar nicht, aber was, wenn man keine Alternative anbieten kann, da kein Tierschutz und kein Tierheim das Tier aufnimmt?. Schon gar nicht wenn es sich um einen größeren oder älteren Hund handelt? Auch Abgabegebühren wurden angeboten, wo es möglich war, jedoch führten auch diese Angebote zu keiner positiven Lösung.

Nun wundern wir uns über immer mehr ausgesetzte Tiere? Natürlich gibt es immer herzlose Tierhalter, die ihre Tiere einfach mal so entsorgen, jedoch sehe ich inzwischen auch die provozierten Fälle. Situationen in denen die Halter keinen Ausweg mehr sehen und da frage ich mich – wo bleibt der Tierschutz?

Geht es beim Tierschutz nicht darum Tiere im Notfall zu schützen? Oder geht es darum den Haltern, die meist ohnehin schon psychisch unter Druck stehen noch eins drauf zu geben?

Tierschutz sollte Tieren Schutz bieten, die in Not geraten sind – unabhängig von Größe, Rasse, Alter und Herkunft.

Tierschutz für Tiere, die in Not geraten sind oder wozu?

Wie bereits erwähnt, ich rede hier nicht über Fälle, in denen die Halter aus einer Laune heraus ein Tier kaufen, es wieder los werden wollen um sich ein anderes anzuschaffen – wobei auch hier die Tiere nichts dafür können und „beschützt“ werden müssten. Bei diesen Fällen denke ich persönlich an hohe Kosten/Bußgelder für die Halter um diese Aktionen so unattraktiv wie möglich zu machen und um gleichzeitig den Tierschutz finanziell zu unterstützen.

Die geschilderte Entwicklung und die steigende Zahl der ausgesetzten und misshandelten Tiere macht mir irgendwie Angst……….wo ist der Tierschutz und wohin soll das Ganze führen?

2 die sich einfach mögen....

Gesundheitsgefahr für Auslandshunde

Die unterschätzte Gesundheitsgefahr für Auslandshunde

Viele Hunde werden aus dem Ausland nach Deutschland geholt um sie vor dem Leben auf der Straße, vor den miserablen Verhältnissen in den Tiersammelstationen und vor Tierquälern zu retten. Es bedeutet immer eine schöne Herausforderung einem der Auslandshunde oder auch einem Tier aus dem deutschen Tierschutz zu helfen. Einerseits fordern diese Tiere dem Halter teilweise mehr Fingerspitzengefühl ab andererseits stellen sie häufig weniger Ansprüche als ein Hund, der schon in der Welpenzeit immer alles hatte, gut umsorgt war und nichts negatives erleben musste.

Wer heute einen Hund aus dem Tierschutz übernimmt, ist meist so aufgeklärt, dass er direkt nach sogenannten Mittelmeerkrankheiten, Impfungen und Entwurmungen fragt, sofern das Tier aus dem Ausland kommt. Auch die Gesetzgebung schreibt diverse Impfungen etc. vor, womit eventuelle Ansteckungsgefahren in Grenzen gehalten werden sollten.

Lara und Sammy, Straßenhunde aus Bulgarien

Lara und Sammy, Straßenhunde aus Bulgarien

Leider haben wir häufig die Fälle, dass die Hunde gerettet wurden, tolle Familien gefunden haben, nach und nach auftauen und alle Beteiligten sind glücklich, doch dann wird das Tier plötzlich krank. Warum das? Die Auslandshunde sind doch gesundheitlich gecheckt worden, gegen alles Mögliche geimpft und die Ernährung ist meist auch besser als zuvor im Ausland?

Vergessen wird dabei fast immer, was den Tieren in der Phase des Umzugs zugemutet wird. Natürlich zugemutet werden muss um ihnen das nackte Leben zu retten.

  • meist die Kastration in Verbindung mit einer Narkose
  • unzählige Impfungen
  • Entwurmungen
  • Psychischer Stress – was passiert mit mir, wo komm ich hin?
  • Stress der Umstellung, denn nun ist alles anders – dass alles positiv anders ist, muss erst gelernt werden
  • radikale Futterumstellung
  • Haushalt mit allen dazu gehörigen Chemikalien

Keine Frage, dass diese Dinge weitestgehend erforderlich sind um dem Tier eine bessere Zukunft zu bieten. Jedoch sollten die neuen Halter unbedingt sensibilisiert sein oder werden, die Tiere eine gewisse Zeit nach ihrer Ankunft nochmals gesundheitlich checken zu lassen, zu entgiften und über eine Magen-Darmsanierung nachzudenken.

Dies ist grundsätzlich erforderlich um die Auslandshunde von den ganzen Chemikalien zu befreien und das Immunsystem zu stärken um sie dadurch vor Nierenschäden, Allergien und sonstigen Folgeerkrankungen zu schützen. Nur bei guter Gesundheit kann das Tier zusammen mit seinen neuen Haltern sein neues Leben wirklich genießen.

Damit Auslandshunde lange ein gesundes Leben genießen können.

Damit Auslandshunde lange ein gesundes Leben genießen können.

Die Alternative: warten bis sich Symptome zeigen ist eine sehr schlechte Alternative, denn wir wissen wie gut Hunde Schmerzen und Krankheiten kompensieren können, noch besser können dies ehemalige Straßenhunde. Auf der Straße durften sie keine Schwächen zeigen, damit sie nicht unter die Räder kamen.

Bitte denkt darüber nach, denn Vorsorge ist immer besser als Nachsorge…..

 

Notfall mitten in Deutschland

An alle Hundefreunde – ein dringender Notfall bittet um Ihre Aufmerksamkeit!!

Wir haben leider einen schlimmen Fall hier über die Pfoten-Hotline …….. es geht eigentlich um eine Bekannte, die ich schon einige Jahre als sehr engagierte Tierschützerin kenne.

Sie flehte mich an für ihre beiden Tierschutzhunde bitte einen schönen neuen Platz zu suchen…

Sie hatte damals meinem spanischen Pflegehund unter die Pfoten gegriffen, als dieser an der Hüfte und am Knie wegen eines Kreuzbandrisses operiert werden mußte. Sie selbst hat 2 kranke Hunde aus dem Tierschutz im laufe der Jahre übernommen und ihnen ein wundervolles Zuhause geboten – doch dies steht jetzt auf der Kippe!

Leider kann ich im Moment selbst nicht helfen, da meine beiden Schwarzen vor Kurzem ihre Goldakupunktur bekommen haben und Nelly weiter therapiert wird wegen ihrer schlimmen Knochen und Gelenke. Gerne würde ich in diesem Fall helfen, wenn ich es nur könnte.

Vielleicht kann ich auf diesem Weg helfen, denn ich fühle mich selbst sehr schlecht, da mein Pflegi von ihr Hilfe erhalten hat und ich kann jetzt so gut wie nichts tun…

Boy war damals unser absoluter Notfall-Hund

Boy war damals unser absoluter Notfall-Hund

Was ist passiert? Wie kam es zu dem Notfall?

Zuerst hat sie unverschuldet die Arbeit verloren im letzten Spätsommer, sie mußte von ALG leben und hat sich krumm gemacht um eine neue Arbeit zu finden, denn von ALG war es nur vorübergehend möglich die Miete, das Auto und den Unterhalt für die beiden Hunde zu berappen. Da die Wohnung zu teuer ist, bekam sie über ALG nur einen Bruchteil der Kosten und so bauten sich im Dezember und Januar die ersten Mietschulden auf. Den Vermieter konnte sie aber vertrösten, da sie über die ganzen Jahre hinweg immmer eine zuverlässige Mieterin war und sie für Februar endlich neue Arbeit gefunden hatte.

2 Tage bevor sie hätte anfangen sollen, knallte ihr ein Betrunkener Autofahrer ins Auto und alle Hoffnung war dahin. Schnell erfuhr sie von der Polizei, dass das Fahrzeug des Unfallverursachers nicht mehr versichert war und dort nichts zu holen sei. Das wars dann wohl.

Knapp 30 km zur neuen Arbeitsstelle sind im ländlichen Bereich nicht ohne Auto zu bewältigen. Der neue Chef hat sogar noch Kulanz gezeigt und hat mit ihr zusammen den Vertrag auf den 1.03. als Arbeitsbeginn abgeändert, aber es nutzt nichts. Sie ist 58 Jahre alt, derzeit ohne Arbeit und alleinstehend, keine Bank der welt gibt ihr einen Kredit um ein relativ altes Auto zu reparieren (geschätzte Kosten für die Reparatur liegen bei  1.000 bis 1200 Euro/Angebote liegen vor ). Dass das Fahrzeug bis zum Unfall sehr gut gepflegt wurde und wenig Kilometer hat, interessiert niemanden.

Fakt ist:

Ohne Auto keine Arbeit, ohne Arbeit fliegt sie aus der Wohnung und kann auch die Hunde nicht mehr versorgen. In Sachsen steht ihr als Einzelperson eine 40 qm Wohnung zu, das ist mit 2 relativ großen Hunden nicht realisierbar, sofern überhaupt auf die Schnelle eine Wohnung mit Hundehaltungserlaubnis zu finden wäre.

Die Hunde nimmt kein Tierheim auf, da einer zumindest zu alt ist und weder die Hunde, noch die Bekannte würde die Trennung verkraften, da bin ich absolut sicher.

Menno, wenn ich könnte, ich würd ihr so gerne helfen, aber vor Jahresende gehen bei mir auch maximal ein paar Euro und das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

Er und sein Dobi- Kumpel sollte nicht zum Notfall werden...

Er und sein Dobi- Kumpel sollte nicht zum Notfall werden…

Frage an Euch – macht Ihr mit und helft mit 1 oder 2 Euro? Wenn das alle machen, machen wir 2 Hunde und einen Mensch in Deutschland glücklich. Natürlich gibt es überall jede Menge Leid, aber das gibt es leider auch gleich vor der Haustüre…

Sie sagte mir ausdrücklich, sie will auf keinen Fall was geschenkt haben, wenn dann möchte sie alles am Jahresende zurückbezahlen …

Ich bitte Euch alle, überlegt bitte ob Ihr eine Idee habt – bitte per PN/e-Mail an mich!!!!

Wer einfach so helfen möchte, findet einen PayPal-Spendenbutton rechts auf unserer Seite (Pfoten-Hotline.de) Bitte angeben „Spende Gerdi P.“ und Eure Mail-Adresse, damit sie die Rückzahlung am Jahresende vornehmen kann.

Danke für Eure Aufmerksamkeit und evtl. für Eure Hilfe!

Guten Morgen!

Ich habe nun die Aufgabe, die Aktion zu stoppen!

Erfolg 0, außer den 10 Euro von mir, war kein Mensch bereit, auch nur einen Cent beizusteuern.

Trauriges Ergebnis: das kleine Häuschen ist bis Ende nächster Woche zu beräumen, der Job ist weg und die Hunde sollen nicht an gebrochenem Herzen sterben müssen. Ich kann die Entscheidung verstehen. Schwierige Hunde in dem Alter, der Größe und der Rassen sind nicht vermittelbar und würden irgendwo in einem Tierheimzwinger (wobei diese sie nicht als Abgabetiere aufnehmen) qualvoll enden.

Sorry, ich habe einen dicken Kloß im Hals und werde einige Zeit benötigen….

Danke an Alle, die geteilt haben………bis bald mal wieder hier an dieser Stelle.

Tierschutz – nicht alles Gold was glänzt

Nicht überall ist Tierschutz drin wo es drauf steht

Der Außenstehende bekommt meist nicht viel mit von dem was im “Tierschutz” abgeht. Das Tierheim des Landkreises ist den meisten Menschen bekannt, aber das ist nur ein kleiner Teil der Tierschutzszene (wenn ich das mal so nennen darf).

Kaum einer, der nicht zumindest ein klein wenig in der Materie Tierschutz involviert ist, ahnt wie groß die Not der Tiere allein in Deutschland ist. Dazu kommen noch unzählige Länder um deren Tiere sich Deutsche Tierschützer und Tierschützerinnen ebenfalls kümmern. Mit den Ländern Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Portugal, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Malta, Frankreich, Belgien, Polen, Russland, Tunesien seien nur die nahegelegnen und augenscheinlich wichtigsten Länder genannt.

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird :-(

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird 😦

Hut ab vor jedem ehrlichen aktiven Tierschützer, der oder die seine freie Zeit für die Tiere opfert, oftmals die letzten Euros in Futter, Tierarztkosten oder sonstige nötige Dinge für die Tiere steckt.

Leider sind nicht alle Aktionen von Tierschützern wirklich hilfreich für die Tiere. Falsch verstandene Tierliebe, Profit schlagen aus der Not der Tiere, Grenzen des machbaren überschreiten, Inkompetenz im Umgang und nicht zuletzt ein Ausarten in den Bereich Animal Hording, sind leider keine Seltenheit.

Warum ist guter Tierschutz so schwierig?

Eine gute und berechtigte Frage. Grundsätzlich sollte man denken, Menschen die dasselbe Ziel verfolgen halten zusammen und sind gemeinsam stark – weit gefehlt!! Mir fällt immer häufiger auf, daß viele Menschen, die sich im Tierschutz einen Namen machen oder machen wollen, in erster Linie mit dem eigenen Leben nicht klar kommen. Persönlichkeitsdefizite scheint man hier überspielen zu wollen.

Im ersten Moment sieht oft alles sehr positiv aus. Aufopfernd sind diese Menschen zur Stelle, wenn es irgendwo brennt. Vollumfängliche Hilfsbereitschaft wird an den Tag gelegt. Man neigt dazu diese Menschen zu bewundern und genau das ist es was sie suchen und brauchen. Anerkennung – teilweise um jeden Preis. Mit “um jeden Preis” meine ich zu Lasten der Tiere um die es eigentlich gehen sollte.

Falcon - ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Falcon – ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Noch relativ harmlos sind die reinen Schreibtischtäter, die alles und jeden anprangern, im Kämmerchen am PC sitzen, ganz toll Mails schreiben und weiterleiten können und sich für überwichtig halten. Schaden machen diese Menschen relativ wenig, außer dass sie die wirklich aktiven Tierschützer von der Arbeit abhalten und einfach nur alles besser wissen.

Über Tierschützer, die entdeckt haben, daß man gerade unter diesem Deckmantel Geld machen kann, möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, denn dieses Thema würde den Rahmen sprengen. Natürlich muß Geld eingenommen werden um wiederum Tieren zu helfen. Die Relationen sollten passen und die Verwendung der Geld klar ersichtlich sein.

Noch schwieriger wird es mit den Tierschützern, die ein überspanntes Mutter(oder auch Vater)-Syndrom an den Tag legen. “Gerettete” Tiere werden verhätschelt, wie Säuglinge behandelt und dabei wird gänzlich vergessen, daß auch eine Katze und ein Hund ein Tier ist. Vollkommene Vermenschlichung der Tiere ist die Folge, die im Schlimmsten Fall schnell die Herrschaft über die Hausgemeinschaft übernehmen. Auch das ist meist noch mit harmlosen Folgen für die Tiere verbunden, außer daß sie häufig gänzlich falsch ernährt, dick und rund gemästet werden und dadurch gesundheitliche Einbußen erleiden. Eine artgerechte Haltung, die schon das Gesetz vorsieht, ist häufig in keinster Weise gegeben.

Ein Opfer des Tierschutzes - er konnte nichts für seine Vergangenheit....

Ein Opfer des Tierschutzes – er konnte nichts für seine Vergangenheit….

Richtig schlimm wird es, wenn die ganze Sache in eine Sammelleidenschaft ausartet. Zu Anfang steht meist ein “nicht nein sagen können”. Helfen um jeden Preis, auch wenn es in der Folge kein wirkliches Helfen ist, sondern in der Verwahrlosung und Tierquälerei endet. Leider häufen sich solche Fälle immer mehr. Es existiert bereits ein spezieller Begriff für diese “Krankheit”Animal Hording.

Ich persönlich vermisse viel zu oft den Einsatz für jedes einzelne gerettete Tier, es gleichzeitig wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Entweder ich rette es mit allen Konsequenzen oder ich muß eingestehen, daß ich damit überfordert bin und suche fachkompetente Hilfe. Was hat das Tier von einer Übernahme, wenn sein Leben danach noch weniger artgerecht abläuft wie vorher? Was, wenn es bei total überforderten neuen Haltern landet, die es über kurz oder lang wieder in den Tierschutz geben, da sie nicht klar kommen und im nachhinein nirgends kompetente Unterstützung finden?

Ein kleines aktuelles Beispiel finden Sie bei Petwatch unter Tierschutz – Ohne Wortekrass der letzte Absatz, der das Verhalten der verantwortlichen Tierschutzorganisation beschreibt.

Was hat das alles mit Tierschutz zu tun?

Müssen die Tiere für angekratzte Egos der Menschen gradestehen? In einem Deutschland, das grundsätzlich so fortschrittlich sein will?

Wieviele Tiere werden gerade von Tierschützern nicht artgerecht gehalten? Vegitieren irgendwo längst vergessen vor sich hin? Gerade diese “sogenannten” Tierschützer verstoßen tagtäglich gegen das Tierschutzgesetz “artgerechte Haltung” und keiner unternimmt etwas? Wo sind die Veterinär Ämter? Wer schützt die Tiere vor selbsternannten unkompetenten Tierschützern?

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Fast ähnlich schlimm finde ich Berichte, die mich über die Tierschutzverteiler erreichen, bezüglich speziellen Notfällen. Okay, ich bewundere jeden Menschen, der ein schwerbehindertes Tier aus dem Ausland adoptiert. Aber: z.B. für immer gelähmte Hunde, ohne jede Chance jemals wieder ein einigermaßen normales Hundeleben zu führen werden von Rußland, den Kanaren oder sonstwoher nach Deutschland transportiert………teilweise ohne jemals eine Chance zu haben vermittelt zu werden……ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ist das Tierschutz oder Tierquälerei? Hierzu hat sicherlich jeder seine ganz spezielle Meinung und das ist auch gut so – solange es nicht wirklich in Tiuerqälerei ausartet…..

Auch werden schlimme Angsthunde gewissenlos in Familien in deutsche Städte vermittelt. Ewig lange Fahrten, fremde Menschen, unbekannte Geräusche und die neuen Menschen werden häufig nicht einmal grundlegend informiert wie man mit solchen Hunden ungehen sollte. Wieviele Hunde, die in Panik abgehauen sind haben wir in diesem Jahr bereits? Fast jede Woche geht eine oder mehrere Suchmeldungen durch den Verteiler – manchmal mit Happy End, manchmal mit einem überfahrenen oder erschossenen Hund. Kann das Tierschutz sein? Wo sind hier die Tierschützer? Diese neuen Hundehalter MÜSSEN im Sinne und zum Schutz des Hundes betreut und begleitet werden!

Vielleicht sollte über das Thema “Tierschutz” mal richtig nachgedacht werden. Was ist wirklich Tierschutz und was nicht? Womit ist dem jeweiligen Tier oder den jeweiligen Tieren wirklich geholfen?

Sollten nicht auch Tierschützer laufend kontrolliert werden ob zumindest die Tierschutzgesetze beachtet werden? Fachkompetenz vorhanden ist? Nicht nur ob ein Freßnapf mit Futter gefüllt werden kann oder ein Schäferhund von einer Katze unterschieden werden kann? Ob man sich gebühren feiern lassen kann? Ob man sich gebührend als Retter ins Rampenlicht stellen kann. Die Inkompetenz unterstreichen unzählige verschwundene und getötete angeblich aggressive Hunde.

Tagtäglich gehen zig Spendenaufrufe für kranke und behinderte Hunde durch die Tierschutzverteiler (nichts dagegen) – auffallend, dass ich noch nie einen Spendenaufruf darunter war um Gelder für einen kompetenten Trainer oder eine kompetente Trainerin für einen verhaltensauffälligen Hund zu sammeln.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier - auch durch Tierschützer.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier – auch durch Tierschützer.

In Gedenken an die beiden Dobis Xito und Tobi  – die hoffentlich nicht nur mich immer wieder an die Schattenseiten des Tierschutzes erinnern werden……..

Es wäre ganz falsch nun zu sagen „ich spende nichts mehr“ oder „ich nehme keinen Hund mehr aus dem Tierschutz„, denn gerade die verwaisten Hunde benötigen dringend Hilfe. Aber achten Sie darauf wen Sie unterstützen bzw. von welchem Tierschutzverein Sie ein Tier übernehmen. Handelt es sich wirklich um Tierschutz oder um verdeckten Tierhandel? Kommen Spenden wirklich bei den Tieren an oder verschwinden diese in sontigen uneinsehbaren Kanälen?? Steht Ihnen ein Ansprechpartner zur Verfügung wenn nach der Adoption Fragen entstehen? Oder wird nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ vorgegangen?

Sie haben Fragen zum Thema? Anmerkungen? Sie haben Probleme mit einem Hund aus dem Tierschutz? Wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar!

Angsthund – häufige Fehler im Umgang

Immer häufiger ist der „Angsthund“ Thema in diversen Hundeforen

 

Angst kann beim Hund, genau wie bei uns Menschen aus 2 Gründen entstehen. Negative Erlebnisse und/oder das große Unbekannte – beides kann Unsicherheit, Angst und sogar Panik auslösen. Wie stark und ausgeprägt sich die Symptome zeigen kommt immer auf den Grundcharakter bzw. auf das Wesen an. Sie kennen sicherlich auch Menschen, die gewisse Dinge leichter wegstecken wie andere. Genau so ist es auch bei unseren Hunden.

Ein Angsthund benötigt die Ruhe und Sicherheit seines Halters

Ein Angsthund benötigt die Ruhe und Sicherheit seines Halters

Es ist hinlänglich bekannt, dass ein Angsthund nicht bemitleidet werden sollte, da sich das Problem dadurch noch verstärkt. Dieser Grundsatz dürfte so gut wie jedem Hundehalter geläufig sein. Doch was versteht der Hund unter „bemitleiden“? Wie die Erfahrung immer wieder zeigt, werden gerade im Bereich „Angsthund“ sehr viele Fehler im Umgang gemacht. Dadurch wird die Dauer der Angstzustände unnötig verlängert beziehungsweise noch verstärkt.

Speziell bei Angstaggressionen wird selbst in Hundeschulen häufig völlig falsch angesetzt, da das Verhalten irrtümlicherweise als Dominanzhandlung gesehen wird.

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass ein dominanter Hund es nicht nötig hat Aggressionen einzusetzen. Im Gegenteil, er würde beispielsweise bei Artgenossenbegegnungen völlig gelassen reagieren, weil er über der Sache steht. Ebenso sicher haben die wenigsten Menschen einen Alpha-Hund an der Leine, der verrückt spielt 😉 Das hören wir leider immer wieder, wenn der Hund sich daneben benimmt – „er oder sie ist halt ein Alpha…….“

Also – ein Alpha hat nun wirklich sehr viel wichtiger Dinge zu tun als andere Hunde anzupöpeln, Fahrradfahrer anzugehen oder in die Leine zu rasen, wenn ein Motorrad um die Ecke biegt. Leider werden unsere Hunde, mit denen wir seit zig Jahren zusammenleben sehr häufig völlig falsch verstanden.

Ein neumoderner Alpha-Hund entpuppt sich häufig als Angsthund

 

Sieht man sich diese neumoderne Rasse „Alpha-Hund“ mal genauer an, entpuppen sich die meisten davon schnell als reiner Angsthund bzw. situationsbedingt als unsicherer Hund. Ausnahme: völlig normale Hunde mit unsicheren Haltern 😉

Wie bereits erwähnt, entsteht Angst und Unsicherheit leicht durch übermäßiges abschirmen gerade in der Welpen- und Prägephase. Dazu kommen Hunde aus dem Tierschutz, die keinen guten Start ins Leben hatten und durch negative Erfahrungen Ängste aufgebaut haben. Der Weg in die richtige Richtung ist jedoch bei beiden der selbe.

Ein Hund mit einem selbstbewußten Führer neigt selten dazu Ängste aufzubauen.

Ein Hund mit einem selbstbewußten Führer neigt selten dazu Ängste aufzubauen.

Worauf sollten Sie beim Umgang mit einem Angsthund achten?

 

 

Grundsätzlich auf nichts, außer:

  1. WICHTIG: der Hund muss so gesichert werden, dass er in einer überraschenden Stresssituation nicht weglaufen kann. Hunde, die in Panik „flüchten“ verlieren sehr schnell die Orientierung und achten in der Panik nicht auf anderweitige Gefahren.
  2. Wenn Sie einen Hundetrainer oder eine Hundetrainerin zu Rate ziehen, achten Sie bitte unbedingt darauf, dass diese den Hund „lesen“ können – also einen dominanten Hund von einem Angsthund unterscheiden können, sonst kann der ganze Aufwand in die völlig falsche Richtung gehen.

 

Sonst sollten Sie nichts tun, zumindest nicht mit dem Hund. Sie selbst sollten etwas Geduld haben und einfach cool bleiben. Ziehen Sie sich das dicke Fell an, das eigentlich ihrem Hund gehört 😉

Meiden Sie auf keinen Fall Situationen vor denen Ihr Hund Angst hat, sondern suchen Sie diese Situationen. Ihr Kind schicken Sie auch auf sein Zimmer um das zu lernen was es nicht kann oder? Zeigen Sie Ihrem Hund wie easy die Situationen sind, zeigen Sie ihm wie locker und entspannt sie sind – er wird es sich ganz alleine von Ihnen  abgucken. Ignorieren Sie sein Fehlverhalten, aber loben Sie ihn wenn er seine Sache gut macht.

Beobachten Sie sich selbst und nicht Ihren Hund – schon wird alles besser, weil er weniger Aufmerksam während seines Fehlverhaltens erhält und Sie haben die Kontrolle über sich selbst ob Sie gelassen genug sind. Grundsätzlich ist seine Angst ein Fehlverhalten, das nicht nötig und nicht erwünscht ist. Dass Ihnen Ihr Hund leid tut ist verständlich und „menschlich“ es bringt ihm jedoch in seiner Situation „hundisch“ nichts, wenn wir ihm unser Mitgefühl zeigen. Versteht Ihr Kind Mathe nicht und schreibt eine 6 – dann kann es einem auch leid tun oder? Sie werden es aber eher an den Schreibtisch zum Lernen schicken als es zu betütteln und zu bemitleiden.

Ursprünglich als Angstpanikerin übernpmmen - geblieben sind minimale Unsicherheiten.

Ursprünglich als Angstpanikerin übernpmmen – geblieben sind minimale Unsicherheiten.

Beispielsweise bei Gewitter-Angst – machen Sie einfach alles so wie sonst auch – oder beobachten Sie Ihren Hund normal auch ununterbrochen? Für den Hund bedeutet die ununterbrochene Beobachtung durch seinen Menschen, dass irgendwas ganz komisches vonstatten geht. Die Blitze und der Donner machen ihm schon Angst und dann starrt sein Mensch ihn noch ununterbrochen an – nun versetzen Sie sich in die Lage Ihres Hundes……wie fühlen Sie sich?

Mir sagte neulich mal ein Halter, er würde alles so machen wie immer. Ich ließ mir daraufhin genau schildern wie so ein Gewitter mit dem Hund abläuft. Dabei erfuhr ich, dass der Halter seinen Angsthund sogar zum Trinknapf führen musste da der arme Hund bei Blitz und Donner völlig das Trinken vergisst 😉 Ich fragte nach ob das ohne Gewitter auch so gehandhabt wird…..und woher wusste der Halter, dass der Hund seit Stunden nichts getrunken hatte?

Wie schon gesagt – beobachten Sie sich selbst, nicht Ihren Hund – und es wird mit einer Portion Geduld alles gut!

Auch Sammy kam als Angsthund ehemals aus Bulgarien.

Auch Sammy kam als Angsthund ehemals aus Bulgarien.

Für Fragen zum Thema Angsthund stehen wir natürlich, genau wie für alle anderen Fragen rund um den Hund, jederzeit gerne zur Verfügung.