Artgerechte Hundenahrung

Warum entscheiden sich immer mehr Hundehalter für artgerechte Hundenahrung?

 

Schon das Tierschutzgesetz sieht für Haus- und  Nutztiere eine artgerechte Haltung und artgerechte Fütterung vor. Sehr schön wird der Begriff „artgerecht“ bei Wikipedia beschrieben. Der Absatz „Domestizierte Tiere“ liefert gleichzeitig die Begründung warum „artgerecht“ Sinn macht.

gemeinsam den herrlichen Sommer genießen

gemeinsam den herrlichen Sommer genießen

Festzustellen ist, dass unsere Tiere mit Fortschreiten der Fertigfutter-Idee immer kränker wurden. Auf das Problem der Zusammensetzung vieler angebotener Fertigfutter bin ich bereits in dem Artikel „Gesundes Hundefutter – was ist wirklich gesund und artgerecht?„ eingegangen.

Viele Hundebesitzer lassen sich von der „guten“ Werbung blenden und täuschen. Hört man doch oft genug „Nur das Beste für Ihren Hund….“, „wenn Ihnen Ihr Hund etwas Wert ist….“  – da wird an das Herz appelliert und das trifft den tierlieben Hundehalter genau da wo es treffen soll. Die meisten Futterhersteller gehören zu großen Konzernen und da weiß man wie man wirksame Werbung macht.

Zum Beispiel: ein Hundefutterhersteller hat das Patent auf die Herstellung fleischähnlicher Brocken aus reinem Soja für Dosenfutter. Daraus wurde in der Öffentlichkeit vor einigen Jahren kein Hehl gemacht. Soja gilt übrigens als einer der führenden Allergieauslöser bei Hunden. Und? Dieses Futter ist eins der umsatzstärksten – nicht nur in Deutschland!!!! Doch die Werbung klingt gut….

so viele Futtersorten - aber wo ist artgerechte Hundenahrung drin?

so viele Futtersorten – aber wo ist artgerechte Hundenahrung drin?

Glücklicherweise bemerke ich in den letzten 2 bis 3 Jahren, dass immer mehr Hundehalter auf artgerechte Hundenahrung umsteigen. Immer mehr interessieren und informieren sich diesbezüglich. Hoffnung für die Hunde! Ja, aber der Prozess des Umdenkens beginnt leider sehr häufig erst dann, wenn der Hund bereits krank ist.

 

Krankheiten durch Fehlernährung sind vielschichtig:

  • Schwaches Immunsystem
  • Hautprobleme
  • Allergien
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Gelenkprobleme
  • Leber- und Nierenerkrankungen
  • Krebs

um nur einige zu nennen.

 

Was gehört in eine artgerechte Hundenahrung rein und was nicht?

Wie bereits im Artikel „Gesundes Hundefutter – was ist wirklich gesund und artgerecht?“ beschrieben, sind unsere Hunde Beutetiere. Ihre Abstammung vom Wolf ist unumstritten und dementsprechend kann man artgerechte Hundenahrung aus den Fressgewohnheiten der Wölfe leicht ableiten. Dementsprechend besteht die Nahrung zu rund 90 bis 95% aus Fleisch (Innereien etc. mitgerechnet). Der restliche Anteil besteht aus Magen- und Darminhalt und Knochen der Beute, diverse Gräser und Kräuter sowie manchmal etwas Erde. Den Hauptbestandteil der meisten Fertigfuttersorten, Getreide, wählt der Wolf grundsätzlich nicht als Nahrung. Minimale Anteile können sich im Magen der Beutetiere befinden, sie spielen aber eine untergeordnete Rolle. Hier erklärt sich bereits, dass viele Fertigfuttersorten nicht als artgerechte Hundenahrung  bewertet werden können.

"nee, das lassen wir besser hier stehen...."

„nee, das lassen wir besser hier stehen….“

Diverse Hersteller gehen bereits auf den, sich verändernden Markt ein und bieten Hundenahrung ohne Getreide an. Hier sollten Sie als Verbraucher sehr genau darauf achten, welche Inhaltsstoffe als Ersatz für Getreide gewählt wurden. Ebenso sollte der tatsächliche Fleischanteil, aus vorgenannten Gründen, angegeben werden.

Um Fertigfutter herzustellen und um es haltbar zu machen, haben sich zwischenzeitlich diverse Herstellungsverfahren durchgesetzt. Diese gehen von kochen, kochen und pressen bis hin zu backen etc. Veranschaulichen muss man sch dabei, dass so ein Futter, das z.B. im Handel verkauft wird rund 2 Jahre haltbar sein muss – haltbar bei jeder Witterung ohne Kühlung!!!!

Bei der Verarbeitung werden natürliche Vitamine und Mineralstoffe zu gewissen Anteilen, je nach Verfahren, zerstört. Weitere wichtige Stoffe fehlen gänzlich durch den meist viel zu niedrigen Fleischanteil. Das bedeutet, es muss künstlich hergestellter Ersatz zugefügt werden. Wie bei uns Menschen sind diese synthetischen Vitamine vom Körper schwerer umsetzbar als Vitamine in der natürlichen Form. Zum Ausgleich wird sehr gerne einfach überdosiert, was sich gleichzeitig sehr werbewirksam verkauft: „Jetzt mit noch mehr Vitaminen…“ hört sich doch richtig gut an oder? So kann eine artgerechte Hundenahrung nicht aussehen.

Warum ist artgerechte Hundenahrung so wichtig?

Leider können unsere Hunde nicht sagen, wenn sie etwas nicht so gut vertragen oder wenn es ihnen wegen des Futters nicht so gut geht. Sie müssen fressen was ihnen vorgesetzt wird. Krankheiten oder Unwohlsein werden von Hunden sehr lange nicht gezeigt, das hat die Natur so vorgesehen. Wir Menschen müssen dementsprechend darauf achten, dass alles okay ist mit unserem Hund. Stumpfes Fell, zu weicher Kot, zu harter Kot, laufend schmutzige Ohren, trockene Nase oder ähnlich Anzeichen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. So sehen oft die ersten Anzeichen einer Krankheit beim Hund aus.

für ein langes und gesundes Hundeleben - artgerechte Haltung und Ernährung

für ein langes und gesundes Hundeleben – artgerechte Hundenahrung und artgerechte Haltung

Durch gesunde und artgerechte Hundenahrung können Sie als Hundehalter die bestmögliche Vorsorge treffen, damit Ihr Hund Sie lange Jahre gesund und munter begleiten kann.

Wie sagt man bei uns Menschen? Man ist was man isst…………

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Gutes Hundefutter kaufen – nicht so einfach wie es scheint?

Gutes Hundefutter kaufen – nicht so einfach wie es scheint?

Selbstverständlich ist jedes Hundefutter toll, gesund, lecker, hochwertig und und und – zumindest aus der Sicht derer, die es verkaufen möchten.

Hunde-Gedanken an gutes Hundefutter

Hunde-Gedanken an gutes Hundefutter

Woran erkennen Sie eigentlich gutes Hundefutter?

Eigentlich sollte dies nicht schwer sein, denn schließlich gibt es in Deutschland so etwas wie eine Deklarationspflicht. Dies bedeutet, dass auf der Verpackung aufgedruckt sein muss was sich im Inneren dieser Verpackung befindet. Leider trifft dies auf Tiernahrung, also auch auf Hundefutter nicht vollumfänglich zu. Nicht nur das – es gibt Zutaten und Informationen, die NICHT benannt werden dürfen! So zum Beispiel Informationen zu den Rohstoffen, die verarbeitet werden.

Angaben über Werte für Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche, Rohwasser haben bzgl. der Wertigkeit des Futters nichts zu sagen, denn eine Schuhsohle oder Rohöl ergeben ähnliche Werte wie Hundefutter.

Ein weiteres Beispiel liefert die Angabe der sogenannten tierischen Nebenprodukte. Glücklicherweise dürfen in Deutschland seit einigen Jahren nur noch Bestandteile von geschlachteten Tieren für den menschlichen Bedarf verwendet werden. Jedoch kann das am Beispiel eines Huhns genauso das Herz wie auch die Federn, Schnäbel etc. sein oder im besten Fall Abschnitte der Hühnerbrust. Was in anderen Herstellerländern alles als „tierische Nebenprodukte“ deklariert werden darf, weiß kein Mensch so genau. Erahnen kann man so manches nur, wenn man darüber nachdenkt, dass doch so mancher deutsche Hersteller seit einigen Jahren im Ausland produziert oder produzieren lässt.

ob das schmeckt? oder gesund ist?

wirklich gutes Hundefutter schmeckt nicht nur sondern ist auch gesund

Auf manchen Futterverpackungen findet sich erfreulicherweise eine Angabe über die Höhe des Fleischanteils. Leider ist dieser Wert oft sehr unerfreulich, denn er beträgt häufig gerade mal 4%. Lachen muss ich immer über Angaben wie zum Beispiel auf mancher Geflügelnahrung: 4% Fleischanteil (davon 1% Geflügelanteil). WOW 1% von den 4% ist also wirklich Geflügel? Und dann noch im schlimmsten Fall ein paar Federn? Und das nennt sich dann Geflügelnahrung?

Ein weiteres Beispiel sind wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Dazu finden sich Angaben auf jeder Verpackung, aber ob sich diese Angaben auf die Rohmasse, auf das Fertigprodukt oder gar auf Anteile der Zutaten bezieht, das wird in den seltensten Fällen angegeben. Ohne diese Zusatzinformation sind die Angaben natürlich wertlos, denn kein Verbraucher kann einschätzen was nach dem Verarbeitungsprozess noch im Futter enthalten ist.

Diverse Zusatzstoffe werden dem Futter nicht mehr so häufig zugesetzt, da sie von vielen Verbrauchern abgelehnt werden. So zum Beispiel das umstrittene und im Humanbereich verbotene Vitamin K1. Dieses Vitamin ist das chemisch erzeugte Synonym des natürlichen Vitamin K (vorrangig erforderlich für die Blutbildung). Vitamin K kommt in natürlicher Form in Fleisch vor. Da in den meisten Fertigfuttermitteln für Hunde zu wenig Fleisch enthalten ist und durch die Verarbeitung das wichtige Vitamin weitestgehend verlorengeht, wurde das chemisch hergestellte Vitamin K1  dem Futter zugegeben. Nach heißen Diskussionen verzichten inzwischen viele Hundebesitzer auf Futtermittel mit dem Zusatz Vitamin K1. Daraufhin sind die meisten namhaften Futtermittelhersteller dazu übergegangen damit zu werben „ohne Vitamin K1“ Dies liest sich sehr gut, aber die Bedeutung ist eine andere.
Diese Angabe bezieht sich ausschließlich auf die Produktion, nicht auf die Zutaten. Sind beispielsweise die Zutaten bereits mit Vitamin K1 angereichert, darf die Aussage „ohne Vitamin K1“ durch den Futtermittelhersteller trotzdem getroffen werden. Die Aussage betrifft ausschließlich den Produktionsvorgang, nicht die Rohstoffe und somit kann der Zusatz im Endprodukt enthalten sein.

Ich könnte diesen Part noch unendlich ausdehnen, mit demselben Ergebnis: gutes Hundefutter ist nicht einfach zu erkennen.

Wollen Sie Ihren Hund gesund und gut ernähren, gibt es prinzipiell nur zwei Alternativen:

  • Sie studieren die Angaben und Deklarationen sehr genau, legen Wert auf Vollständigkeit (die Angaben sollten prozentual ausgewiesen sein und in der Summe 100% ergeben). Ein Futterhersteller, der nichts zu verbergen hat, kann lückenlos und ausführlich die Inhalte des Produkts angeben. Wer das nicht kann oder möchte, wäre mir persönlich suspekt und ich würde seine Angebote nicht nutzen wollen.
  • Sie übernehmen selbst die Verantwortung für die Ernährung Ihres Hundes und Sie ernähren ihn BARF (Biologisch-Artgerechte-Roh-Fütterung)

Grundsätzlich sollten Sie für beide Varianten ein wenig Grundwissen bezüglich den Ernährungsbedürfnissen Ihres Hundes haben. Zu diesem Thema werden Sie hier im Blog in Kürze mehr Informationen finden.

Eine individuelle Beratung zum Thema Ernährung und gutes Hundefutter erhalten Sie jederzeit auf unserer Hotline (siehe Widget oben rechts)

Warum ist gutes Hundefutter so wichtig?

Eine optimale Ernährung ist für unsere mindestens Hunde genauso wichtig wie für uns Menschen. Unsere Hunde können uns nicht sagen wenn irgendwas nicht so ganz okay ist, sie sind von uns abhängig und müssen das fressen, was wir ihnen vorsetzen. Die gesamte Verantwortung obliegt somit dem Halter, seinen Hund artgerecht und gesund zu ernähren.

Haben die Hunde früher noch häufig auf Bauernhöfen gelebt, wurden sie überwiegend von Schlachtabfällen, übrigem Gemüse aus dem eigenen Garten etc. ernährt, kannte man noch kaum Allergien, Unverträglichkeiten, Diabetes, sonstige Stoffwechselerkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen oder gar Krebs. Sehen Sie sich heute im Wartezimmer einer Tierarztpraxis um, sind diese Krankheiten fast „Normalität“. Eine sehr traurige Entwicklung für unsere Tiere, die mit dem Einzug des „Fertigfutters“ ihren Lauf genommen hat.

fit und gesund - gutes Hundefutter ist so wichtig!

fit und gesund – gutes Hundefutter ist so wichtig!

Gutes Hundefutter ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein langes und glückliches Zusammenleben mit unseren Vierbeinern!

Lesen Sie in Kürze hier:  „Gesunde Hunde durch artgerechte Ernährung