Hund kaufen – was kostet eigentlich ein Hund?

Sie möchten einen Hund kaufen – mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Die Frage wird sehr häufig gestellt und ich bin grundsätzlich froh, dass sich manche Menschen diese Frage stellen bevor sie sich einen Hund kaufen.

Grundsätzlich ist die Frage schwer zu beantworten, denn die Rechnung enthält bekannte und unbekannte Größen.

Hund kaufen – denken Sie auch an die Kosten für ein langes glückliches Zusammenleben

Einen Teil der Kosten können Sie fest planen wenn Sie einen Hund kaufen

So können die Futterkosten je nach Größe des Hundes relativ genau berechnet werden. Die Tierversicherung kann ebenfalls sehr genau beziffert werden schon bevor Sie sich einen Hund kaufen.

Ebenso können Sie nach erfolgter Recherche die Kosten für die Hundehaftpflicht genau bestimmen. In einigen Bundesländern ist sie bereits Pflicht und muss bei der Anmeldung des Tieres vorgelegt werden. Beachten sollten Sie, dass diverse Versicherungsunternehmen sogenannte „Listenhunde“ entweder nicht versichern oder erhöhte Prämiensätze veranschlagen. Nicht immer ist dabei die Rasseliste des Bundeslandes maßgeblich in dem das Tier lebt, sondern ggf. der Sitz des Versicherers. Dies sollte im Vorfeld bereits abgefragt werden bevor Sie sich den Hund kaufen, denn die Unterschiede sind nicht immer unerheblich. Nutzen Sie um Geld zu sparen am besten einen Versicherungsvergleich um sich eine Übersicht über Preise und Leistungen zu verschaffen.

Die Hundesteuer kann von Stadt zu Gemeinde und ggf. nach Rasse relativ stark abweichen, denn jede Stadt bzw. Gemeinde legt den Steuersatz selbst fest. Sehr häufig werden sogenannte Listenhunde mit einer höheren Steuer belegt, genannt „Kampfhundesteuer“. Die jeweilige Höhe der Steuer können Sie beim zuständigen Bürgeramt erfragen bevor Sie sich einen Hund kaufen bzw. sich für eine bestimmte Rasse entscheiden.

Gegebenenfalls benötigen Sie zur Haltung von Hunden diverser Rassen diverse Zulassungen, wie z.B. Sachkundeprüfung, Wesenstest mit dem Hund ab einem gewissen Alter. Diese Dinge kosten natürlich auch Geld. Da diese Vorschriften von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind und von Gemeinde zu Gemeinde außerdem variieren kann, erkundigen Sie sich bevor Sie einen Hund kaufen am besten beim örtlich zuständigen Ordnungsamt.

Hund kaufen ohne später an der letzten Ecke zu knabbern..

Denken Sie bitte auch an die nicht planbaren Kosten, die auf Sie zukommen können, wenn Sie einen Hund kaufen

Die große Unbekannte stellen vor allem Kosten für Tierarzt, Tierheilpraktiker und ähnliche Dinge dar. Bedenken Sie bitte, ein Hund ist ein Lebewesen, genau wie wir Menschen, das sich verletzen kann, das krank werden kann.

Medizinisch und alternativ-heilkundlich kann man heute für ein Tier ähnlich viel machen, wie für Menschen. Epilepsie, HD, Arthrose, Bandscheibenvorfall, Herzkrankheiten, Diabetes sind zum Glück längst keine Gründe mehr einen Hund einzuschläfern wie noch vor 20 oder 30 Jahren.

Wenn Sie sich einen Hund kaufen, sollten Sie sich jedoch darüber im klaren sein, dass solche Behandlungen sehr viel Geld kosten können. Relativ einfache Operationen können bereits einige hundert Euro kosten, ein Knochenbruch je nachdem wie kompliziert er ausfällt bei mehr als 1000 Euro liegen. Eine umfangreiche Herzuntersuchung kann mehr als 500 Euro verschlingen…um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Auch der kräftigste Bär kann mal krank werden – denken Sie daran wenn Sie einen Hund kaufen

Leider werden in letzter Zeit immer mehr Fälle an uns herangetragen, in denen Hunde abgegeben werden, weil sie krank sind und der/die Halter sich die Kosten nicht leisten können. Was dies psychisch für die Tiere bedeutet, möchte in an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Sie Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen, wenn Sie einen Hund kaufen.

Seit ein paar Jahren besteht für diese Fälle die Möglichkeit vorzusorgen, bitte ziehen Sie eine solche Variante im Zweifelsfall in Erwägung. So können Sie sich und Ihren Hund mittels einer Hundekrankenversicherung vor unvorhergesehenen hohen Kosten schützen. Vergleichen Sie die Möglichkeiten und Varianten, denn kein Lebewesen ist vor Krankheiten und/oder Unfällen zu 100% sicher.

Denken Sie daran, Ihr Hund vertraut Ihnen und schenkt Ihnen sein ganzes Leben!

 

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Hunde aus dem Ausland sind anders!

Hunde aus dem Ausland sind anders und deshalb sollte man gewisse Besonderheiten beachten.

Wir meinen damit nicht die Hunde aus guten Zuchten, sondern die armen Geschöpfe, die z.B. von der Straße aufgelesen werden, die bis dahin für sich selber gesorgt haben und nun in eine für sie ganz neue Welt gebracht werden ……
Hunde aus dem Ausland sind in unseren zivilisierten Umfeld oft schon mit unserem normalen Alltagstrott überfordert und dadurch ängstlich, verstört und nicht mit „unseren“ Hunden vergleichbar! Das wiederum überfordert leider sehr häufig die neuen Besitzer.
Leider muss man in der letzten Zeit häufig hören „Hund entlaufen“……. oftmals handelt es sich dabei um kurz davor „gerettete“ Hunde aus dem Ausland.

 

Hunde aus dem Ausland sind häufig so scheu wie ihre Vorfahren.

Hunde aus dem Ausland sind häufig so scheu wie ihre Vorfahren.

Laut Statistik sind es die Hunde aus dem Ausland, die in den Suchmeldungen vorne an stehen!
Das schlimme daran ist, dass gerade diese dann tot oder gar nicht gefunden werden!
Darum bitten wir an dieser Stelle, ganz besonders darauf zu achten, dass das Halsband nicht zu locker ist, das Geschirr fest genug anliegt und auch ggf. doppelt gesichert wird! Es gibt inzwischen Spezialgeschirre für Angsthunde aus denen ein Ausbruch nicht möglich ist. Jede Sekunde Unaufmerksamkeit kann eine „Flucht“ bedeuten.

Aber was tun, wenn ein Hund verschwunden ist?

 

Wichtige Anrufe:
– Polizei
– Tierheime
– Tierärzte
– TASSO
– Jägerschaft
– in Facebook bei Hundesuchmeldung einstellen
– Bauhöfe

 

Was kann man selber tun?
– mit Freunden suchen
– dokomentieren, wo gesucht worden ist
– evtl. Sichtungen dokumentieren und dort verstärkt suchen

– Futterstellen in der Nähe von Sichtungsstellen einrichten und beobachten

– auf keinen Fall den Hund bedrängen, lieber mit Futter locken und sich klein machen

– im Zweifelsfall eine Lebendfalle besorgen und an Sichtungsstellen einsetzen

– kompetente Hilfe suchen (Hundetrainer, Tierschutz speziell Auslandshunde etc.)

 

Wichtig!
Eine Telefonnummer angeben unter der man IMMER erreichbar ist!

Die „feinen“ Unterschiede zwischen Mensch und Hund…

Wo liegen die „feinen“ Unterschiede zwischen Mensch und Hund?

 

Anlaß, mich mit dieser Frage zu beschäftigen, gab mir ein Erlebnis des gestrigen Tages:

 

Das Bellen meiner Hunde kündigte an, dass wir Besuch bekommen. Hier draußen ist dies eher selten, denn Bekannte melden sich fast immer vorher an. Vor dem Tor steht  eine Hundehalterin aus der Umgebung.

 

Eigentlich ein Paradies für Mensch und Hund...

Eigentlich ein Paradies für Mensch und Hund…

Vorgeschichte:

Häufig komme ich beim Spaziergang mit meinen Hunden am Grundstück dieser Hundehalterin vorbei. Schon vor Jahren fiel mir die Schäferhündin der Familie auf, die schon damals ein sehr schlechtes Gangbild zeigte. Mal humpelte sie mit den Hinterläufen, mal hopste sie nur mit dem Hinterteil, mal zeigte sie einen komplett schiefen Gang. Der Pflegezustand und das Fell der total lieben Hündin ließ ebenso seit ich sie kenne zu wünschen übrig. Das Fell war immer schon stumpf und lose Fellbüschel hingen nicht nur zur Fellwechselzeit an den Flanken und am Rücken der Hündin. Ich fragte mich schon damals wie hier wohl das Verhältnis zwischen Mensch und Hund aussieht.

Mehrfach sprach ich in den Jahren die Halterin und den Halter auf den Gesundheitszustand ihrer Hündin an. Das erste Mal liegt sicher schon 4 oder 5 Jahre zurück. Man sei mit ihr ja mal beim Tierarzt gewesen, deutsche Schäferhunde haben eben mal HD und und und…….außerdem sei die Hündin ja schon uralt. Komisch, mal war sie schon 13, dann wieder erst 10….???? Eine CD bzgl. Goldakupunktur bei HD und Spondylose hatte ich den Leuten gebracht, sie mögen sich das bitte ansehen – dies war vor knapp einem Jahr. Vor ca. einem halben Jahr traf ich den Halter zufällig im Dorf, der mir sagte, man hätte noch keine Zeit gehabt sich die CD anzusehen……..tja, es war wohl nicht so wichtig 😦

In den letzten Monaten mied ich besagten Weg beim Spaziergang mit meinen Hunden, da ich das Elend der Hündin nicht mehr mitansehen konnte und wollte. Jedesmal standen mir die Tränen in den Augen wenn sah wie dieser arme Hund sich quälen mußte.

Man sollte nun denken, bei den Haltern könnte es sich um alte Bäuerchen handeln bei denen das Verhältnis Mensch und Hund auf Mittelalterniveau stehen geblieben war. FALSCH! Bei den Haltern handelt es sich um gut situierte ehemalige Städter, die vor vielen Jahren aufs Land gezogen sind.  So wie ich sie kennengelernt habe sollten sie  geistig zu mehr fähig sein!

Mensch und Hund - beide haben das Recht würdig alt zu werden.....

Mensch und Hund – beide haben das Recht würdig alt zu werden…..

 

Warum nun der Besuch? Was war geschehen mit Mensch und Hund?

 

Im ersten Satz direkt nach der Begrüßung wurde mir unterbreitet, daß der Sohn am Wochenende einen Hund aus Kroatien mitbringt. Ich hatte wohl irgendwie meinen aussagekräftigen „Spezialblick“ aufgesetzt, denn es wurde schnell nachgeschoben, dass man sich bzgl. des Gesundheitszustandes keine Sorgen machen brauche, denn der Hund sei ja geimpft….?????? – Aha….

Aber eigentlich sei der Anlass des Besuches die Schäferhündin der Familie. Der Hündin geht es richtig schlecht, sie kommt nicht mehr hoch, kriecht fast nur noch hinterher, hat offene Wunden am Körper, kahle Stellen und sie riecht übel. Ich fragte warum sie sich nun plötzlich Sorgen macht, denn der Hund quält sich schon über Jahre.

Auf meine Frage wie ich denn nun helfen könne, sagte mir die Hundehalterin mit Tränen in den Augen, dass sie doch die Hündin noch nicht sterben lassen möchte, sie sei doch schon immer der geliebte Familienhund. Sie möchte sie so gerne noch 2 oder 3 Jahre behalten. Ich konnte mir nicht verkneifen zu bemerken, dass ihr das reiflich früh einfällt und die Hündin doch irgendwo schon genug gelitten hat in ihrem Leben.

Ich fragte ob sie beim Tierarzt waren: „na, zu welchem kann man denn da gehen“ fragte sie mich, „die wollen doch immer gleich viel Geld und bewirken tut es auch nichts“. Im selben Atemzug sagte sie mir, dass die Hündin vor einigen Jahren mal ein Schmerzmittel und Cortison gespritzt bekam und es ihr danach für längere Zeit besser ging. Außerdem hätte es IHNEN völlig ausgereicht wie die Hündin laufen konnte…..hallo????????? Auch hier konnte ich mir die Bemerkung nicht verkneifen: „habt ihr mal nachgedacht wie es Eurer Hündin dabei geht?“

Auf meine wiederholte Frage ob sie mal an den Hund gedacht haben in all der Zeit, wechselte sie schnell das Thema und fragte nochmals zu welchem Tierarzt sie denn nun gehen sollte, bzw. welcher auch auf Hausbesuch kommt, denn sie möchte der Hündin keine Autofahrt mehr zumuten. Ins Auto springen kann die Hündin nicht mehr und beim Hochheben schreit und winselt sie……….übrigens, die offenen Stellen, welche nach ihrer eigenen Aussage teilweise sehr stark bluten, behandelt sie selbst mit Vaseline (ohne Worte).

Aber die Halterin betonte nochmals in ihren Ausführungen: die Familie hängt doch so an der Hündin, so hat sie doch schon die Kinder als sie noch klein waren bespaßt, immer Haus und Hof gut bewacht, sie ist ja ein so guter Familienhund und hat niemals Probleme bereitet. Sie hat die ganzen Jahre immer draußen gelebt bei Wind und Wetter (schön bei den kaputten Knochen) nun möchte sie immer mit rein, zumindest auf die Veranda…….also geht es ihr doch wirklich schlecht oder???

 

Klar erkennbare Unterschiede zwischen Mensch und Hund? Oh ja…….

 

Sie war immer eine sehr gute Hündin, hat ihre Dienste und Aufgaben erfüllt, das bestätigen sogar die Halter – doch was hat diese arme Kreatur dafür bekommen? Sie hat jahrelang still gelitten und ihren Dienst getan…..

Irgendwie muss ich dabei an meinen Spruch denken:

Ein Hund, der es bei seinem Menschen nur einigermaßen gut hat, würde ohne mit der Wimper zu zucken, sein Leben für seinen Zweibeiner geben – doch was ist der Mensch bereit zu geben?????

oder auch:

…..mein Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

 

Warum nur lebe ich so gerne mit meinen Hunden zusammen und schäme mich manchmal für Meinesgleichen?????

 

Es kann so schön sein.....

Es kann so schön sein…..

Probleme mit Hunden ……

……….gibt es leider immer wieder und immer häufiger

Warum gibt es in der heutigen Zeit eigentlich immer häufiger Probleme mit Hunden?

Robbie weiß was es heißt, nicht mehr geliebt zu werden weil irgendwas falsch gelaufen war

Robbie weiß was es heißt, nicht mehr geliebt zu werden weil irgendwas falsch gelaufen war

Hat sich der Hund verändert, der Mensch oder das Umfeld?

Die Ansprüche an den Hund und die Aufgaben des Hundes haben sich in den letzten Jahren maßgeblich verändert. Wie bereits im Artikel „Hundehaltung – was sollte man bedenken?“ beschrieben, werden die meisten Hunde nicht mehr dafür eingesetzt wofür sie ursprünglich gezüchtet wurden. Die Mehrzahl der Hunde werden heute als sogenannte „Familienhunde“ gehalten.

Die Schafe müssen behütet werden und sie dürfen nicht weglaufen.

Die Schafe müssen behütet werden und sie dürfen nicht weglaufen.

Nur: was ist eigentlich ein „Familienhund“? Die Vorstellungen sehen ganz anders aus als früher. Die Erwartung, dass der Hund sich mit den Kindern, der Katze und mit jedem Besucher verträgt und zu Jedem freundlich ist, gestaltet sich ganz anders als die damalige Aufgabe, Haus und Hof zu bewachen.

Beim Spaziergang möchte man den Hund gerne ohne Leine gehen lassen, da ist der ursprünglich gewünschte Jagdtrieb nicht besonders vorteilhaft, denn dieser kann für viel Ärger mit Jägern und anderen Spaziergängern sorgen. Auch Jogger und Fahrradfahrer gehören nicht zu den begeisterten Fans und haben häufig die Probleme mit Hunden – allerdings mit fremden Hunden.

Leider gibt es in den unterschiedlichsten Situationen immer mehr Probleme mit Hunden. Nicht umsonst werden immer und immer wieder neue Gesetze und Vorschriften geschaffen, die solche Probleme einschränken sollen. Wie sinnvoll oder sinnlos die Politik das Thema angeht soll hier im Moment nicht das Thema sein. Viel sinnvoller für jeden einzelnen Hundehalter ist es, vom ersten Tag an zusammen mit dem Hund daran zu arbeiten, dass es nie zu Problemen kommen wird.

Mit dem Hund üben macht Spaß weil man sich über gemeinsame Erfolge gemeinsam freut

Mit dem Hund üben macht Spaß weil man sich über gemeinsame Erfolge gemeinsam freut

Das ist grundsätzlich nicht schwer, denn bereits ein Welpe lernt Grenzen kennen. Bereits ein Welpe lernt spielerisch wo sein Platz im Rudel ist und was er darf und was er nicht darf. Den Umgang mit seinen Artgenossen lernt er entweder in Spielgruppen bei Hundeschulen oder man hat im Umfeld genügend andere Hundebesitzer um regelmäßige Treffen zu realisieren.

Viel mehr ist es nicht ….es könnte eigentlich so einfach sein Probleme mit Hunden erst gar nicht entstehen zu lassen.

Problemhund – was ist das eigentlich?

Immer häufiger hört man von einem sogenannten Problemhund, auch bieten diverse Hundeschulen spezielle Kurse für Problemhunde an.

Aber was ist denn eigentlich ein Problemhund? Hat der Hund ein Problem? Haben seine Halter ein Problem? Hat er ein gesundheitliches Problem? Ein Verständnisproblem? Ein Verhaltensproblem?

Zusammenleben mit Spaß und Freude für Hund und Mensch

Zusammenleben mit Spaß und Freude für Hund und Mensch

Meist sind die Hunde wohl gemeint, die ein unerwünschtes Verhalten in einer gewissen Situation oder auch in mehreren Situationen zeigen. Unerwünschtes Verhalten kann mehrere Gründe haben jedoch hat es in den seltensten Fällen ein Problem des Hundes im Hintergrund.

Die häufigsten Gründe für Fehlverhalten sind Defizite und/oder Fehler in der Prägephase des Hundes, Umwelteinflüsse, falsches Vermitteln des erwünschten Verhaltens, nicht artgerechte Korrekturen und dadurch entstehende Verknüpfungsfehler. Weitere Quellen für Fehlverhalten sind fehlende Konsequenz sowie Über- oder Unterforderung des Hundes.

Vieles lernt der Hund sehr leicht im Spiel.

Vieles lernt der Hund sehr leicht im Spiel.

Häufig spielen auch komplette Fehleinschätzungen mit. Solange der Hund noch ein süßer kleiner Welpe ist, darf er alles, wird verhätschelt und vergöttert. Damit wird ihm indirekt und ungewollt beigebracht, dass er das Wichtigste auf der Welt ist. Später dann soll er sich in der Familie „unterordnen“ das jedoch hat er nie gelernt. Dadurch kommt es häufig zu Konfrontationen in denen der Hund klären möchte wo denn nun wirklich sein Rang im „Rudel“ ist.

Dies ist grundsätzlich kein Fehlverhalten sondern eine ganz normale hundische Verhaltensweise, die im Vorfeld provoziert wurde. Hätte schon der Welpe oder Junghund klar gelernt wo er steht, müsste er dies nicht prüfen. Es ist sicher nicht von ungefähr, dass gerade Hunde im Alter von 1 bis 2 Jahren überdurchschnittlich häufig in Tierheimen landen.

Stimmt die Beziehung zwischen Mensch und hund, machen Spaziergänge soooo viel Spaß

Stimmt die Beziehung zwischen Mensch und hund, machen Spaziergänge soooo viel Spaß

Doch das muss nicht sein. Durch gezieltes Training wird fast jeder Problemhund ein netter und liebenswerter Begleiter. Auch hier gehört natürlich der Wille des Halters, Konsequenz und ein gezielter Trainingsplan dazu. Aber es lohnt sich immer und in jedem Fall, denn ein entspanntes und harmonisches Miteinander soll das erreichbare Ziel sein.

 

Hundehaltung – was sollte man bedenken?

Hundehaltung in der heutigen Zeit

Die Zeiten haben sich verändert, nicht nur für uns Menschen sondern auch für unsere Hunde und somit sieht die Hundehaltung heute oft ganz anders aus als früher.

Ein guter Hütehund bei der Arbeit

Ein guter Hütehund bei der Arbeit

Liefen die  Hunde früher in den Dörfern einfach frei umher ist dies heute nicht mehr denkbar bzw. akzeptabel. Die meisten Hunde wurden damals gehalten um ihren Menschen bei den verschiedensten Arbeiten zu helfen. Sie wurden für tägliche Arbeiten benötigt. Die Aufgaben waren vielschichtig woraus in der Geschichte die verschiedensten Rassen entstanden sind. Seien es die Jagdhunde, Hütehunde, Herdenschutzhunde, Wach-und Schutzhunde und viele mehr.

Immer einsatzbereit Aufträge auszuführen und damit gefordert und ausgelastet zu werden.

Immer einsatzbereit Aufträge auszuführen und damit gefordert und ausgelastet zu werden.

In ländlichen Regionen war ein Leben ohne Hundehaltung nicht denkbar. Das eigene Hab und Gut musste bewacht werden, auf die anderen Tiere auf dem Hof musste wer aufpassen. Ging man auf die Jagd, benötigte man den Begleiter mit der guten Nase und den spitzen Ohren. Manche Hunde halfen bei der Ernte und zogen mit einem Geschirr den beladenen Wagen. Andere zogen im Winter im tiefen Schnee einen Schlitten um diverse Dinge zu transportieren.

Jeder Hund, egal welche Rasse wurde zu früheren Zeiten für ganz bestimmte Aufgaben gezüchtet und genau für diese Aufgaben gezielt angeschafft.

Die heutige Hundehaltung sieht ganz anders aus, obgleich wir noch immer ähnliche oder gar identische Hunderassen haben. Maßgeblich verändert hat sich jedoch die Anschaffung der Hunde. Leider werden immer mehr Hunde nicht mehr nach ihren Rassegrundlagen sondern nach der Optik angeschafft, was oftmals schief geht.

Viel zu selten wird an die Grundbedürfnisse der jeweiligen Hunde bei der Anschaffung gedacht. Meist wird die Hundehaltung in der Folge für die Tiere, ebenso für die Halter von Stress begleitet.

Ersthundehalter tun immer gut daran, sich vor der Anschaffung ausführlich zu informieren und gegebenenfalls  von einer kompetenten Person mit viel Erfahrung beraten zu lassen was für eine Art Hund zu Ihnen, Ihrer Familie und zum Umfeld passt. Auf diesem Weg kann für das spätere Zusammenleben die beste Voraussetzung geschaffen werden.

Kinder und Hunde, eine harmonische Beziehung bei richtiger Hundehaltung.

Kinder und Hunde, eine harmonische Beziehung bei richtiger Hundehaltung.

Schließlich sollte immer eine Hundehaltung angestrebt werden, die sich für Hund, Halter und Umfeld harmonisch, stressfrei und rundum angenehm gestaltet.