Hund aus 2. Hand – Teil 2

7 Monate ist Juri – unser Hund aus 2.Hand –  bei uns

Okay, vielleicht kam er auch aus 3. oder 4. Hand – egal, so etwas hat mich noch nie interessiert.

Hund aus 2. Hand - unser Wölfchen

Hund aus 2. Hand – unser Wölfchen

Zum Thema Übernahme hatte ich bereits unter  Hund aus zweiter Hand berichtet.

Inzwischen haben mir zig Leute erzählt wie schwierig und eigenwillig „die Wölfe“ doch sind und und und…….ja sicher höre ich mir immer neugierig und interessiert alles an, was man mir so erzählt, zumal es um die Rasse geht, die ich vor kurzem übernommen habe ohne mich vorher darüber schlau zu machen *schäm

Klar war für mich nur, es wird ein Hund aus 2. Hand, ein Rüde und es wird was größeres 🙂  Na und das paßt einfach rundum.

der Hund aus 2. Hand - die große Liebe?

der Hund aus 2. Hand – die große Liebe?

Heute, nach 7 Monaten des Zusammenlebens mit unserem „Wölfchen“ möchte ich an dieser Stelle ein Resümee ziehen…:

Der perfekte Hund aus 2. Hand

Unser großer Bub zeigte sich vom ersten Tag an kooperativ, er hat seine Aufgaben auf Anhieb verstanden, er akzeptiert Grenzen und Regeln problemlos, wie ich es noch sehr selten erlebt habe. Er zeigt sich sehr ausdrucksstark in Mimik und Körperhaltung, was die Kommunikation unter den Hunden und mit mir sehr vereinfacht.

Neugier scheint sein zweiter Vorname zu sein. Alles muss erkundet werden, auch wenn manchmal der gesamte Hund auf Rückzug programmiert ist, die Nase muss überall rein und man muss sich alles genauer anschauen, was man noch nicht kennt…zur Not wird Frauchen geholt und die muss mit *lach

Selbstverständlich hat auch Juri seine Stärken und Schwächen aber die hat definitiv jedes Lebewesen. Natürlich hat er seinen Charakter und er kann wahnsinnig toll „beleidigt“ und „eifersüchtig“ sein. Er zeigt dies jedoch auf seine liebenswerte Art, ich habe ihn noch niemals aggressiv erlebt. Juri ist manchmal sehr stürmisch und ein Elefant im Porzellanladen, so hat er doch schon mehrfach seine Hundefreundin und auch Frauchen einfach über den Haufen gerannt…….aber er entschuldigt sich danach immer sehr vehement, denn das wollte er doch gar nicht…. 😉 Man kann ihm einfach nie böse sein.

der perfekte Hund aus 2. Hand

der perfekte Hund aus 2. Hand

Anfängliche Ängste vor dem Fahrrad, dem Auto und vor Handtüchern (hmmmm) hat Juri innerhalb weniger Tage überwunden. Er geniesst inzwischen die Touren durch den Wald am Fahrrad. Genauso geniesst er es nach einem Regenguss von Frauchen ausgiebig trockengerubbelt zu werden. Autofahren wird wohl nie so recht sein Ding aber kurze Strecken zur Erkundung neuer Reviere gehen schon sehr gut.

Auch ein Hund aus 2. Hand darf Stärken und Schwächen haben 😉

Juri mag keine Möhren, Gemüse ist ohnehin nicht so seins, da kann er richtig streiken und sogar das leckere Fleisch stehen lassen um zu zeigen, dass das nicht seins ist und er deshalb jetzt hungern muss….er fürchtet um sein Leben! Alles was Fleisch ohne viel Gemüse ist, passt jedoch sehr gut in den Hund….dennoch muss er einzeln gefüttert werden, denn er geniesst in Ruhe….die Mädels würden ihm alles wegfressen bis er aus dem Knick kommt 🙂 🙂  Problematisch sind für ihn die leckeren Knochen, denn frisch sind die nicht so klasse, man muss die erst einige Tage unter der Erde „ziehen lassen“…..und dann kommt auch noch die doofe Lara-Freundin, die fast alles findet 😦

Feinschmecker durch und durch

Feinschmecker durch und durch

Unser Hund aus 2. Hand hat, so als Mann im Haus und Hof, sofort die Kontroll- und Wachaufgabe übernommen. Wenn nur eins der Mädels „Wau“ sagt, steht ein übergroßer Juri am Zaun und paßt auf…auch wenn sich dort nichts bewegt…die Mädels haben ihn geschickt um zu schauen ob er seine Aufgaben ordentlich erfüllt 😉

Er zeigt sich fremden Menschen gegenüber erstmal recht scheu und sehr vorsichtig, was durchaus rassetypisch ist. Menschen die er kennt, schmust er am liebsten gleich mal um 🙂 Frauen sind irgendwie klar im Vorteil bei ihm….wer kann es ihm verdenken? Er ist nunmal Mann durch und durch…….

Alleine bleiben mag unser Juri so gar nicht, auch nicht wirklich mit seiner Hundefreundin Lara zusammen. Lara hat damit keine Probleme und zeigt ihm absolut ruhig, dass das in Ordnung ist, was ihn jedoch wenig beeindruckt. Im Haus, in geschlossenen Räumen klappt das Alleinebleiben trotz kleinen täglichen Übungen maximal 15 Minuten, dann wird er immer nervöser und beginnt auf Tische und Schränke zu springen o) ….. Im Grundstück klappt es schon besser, jedoch fängt der Bub

Unser kleiner Wolf ;)

Unser kleiner Wolf 😉

nach gewisser Zeit an seinen Unmut lautstark zu verkünden…ja eindeutig leben hier irgendwo Wölfe, man kann das ziemlich weit hören… 😉 Obwohl wir das ebenfalls jeden Tag üben, nicht für lange aber 1 bis 2 Stunden pro Tag, da das alte Nellymädchen seperat gehen muss in ihrem Tempo….. Es gibt Tage, da ist Juri lieb und man hört ihn nicht. Es gibt aber auch Tage, da singt er den Nachbarn das Lied des verlassenen Wolfes 🙂

 

Zum Glück haben unsere wenigen Nachban kein Problem mit seinen „wölfischen Liedern“, kein Wunder, wo er sich mit all seinem Charme innerhalb weniger Tage in die Herzen aller Dorfbewohner geschlichen hat.

Ganz sicher paßt so ein Wölfchen nicht überall, aber man kann mal wieder sehen, dass ein Hund aus 2. Hand ein absoluter Traumhund sein kann, man muss ihm nur die Chance und Zeit geben es zu beweisen.

Unser Hund aus 2. Hand

Unser Hund aus 2. Hand

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Hund aus zweiter Hand

Warum ein Hund aus zweiter Hand?

Nachdem unser Wölfchen Sammy uns viel zu früh im Alter von ca. 11 Jahren, bedingt durch Krankheit und augenscheinliche Unfähigkeit zweier Tierärzte, verlassen musste, entstand ein riesiges Loch in der Familie.

DANKE dass Du bei uns warst, kleiner Wolf!

Wie der aufmerksame Blog-Leser weiß, ist meine alte Nelly nicht mehr so sehr mobil. Mit ihren rund 13 Jahren, ihren Wirbelsäulenproblemen und Arthrosen freuen wir uns über jeden schönen Tag an dem sie im Garten Mäuschen sucht, im See Fröschchen aufscheucht, schwimmen geht und kleine Spaziergänge genießt.

Nelly, die Kämpferin, die niemals hadert sondern noch immer lachen kann!

Lara hingegen läuft noch gerne am Fahrrad, spielt sehr gerne und ist eigentlich der Rudelhund schlechthin. Schnell musste ich feststellen, Lara ohne einen Spielpartner – das geht gar nicht!

Lara begrüßt den neuen Freund

Alle meine Hunde waren bisher ein sogenannter „Hund aus zweiter Hand“ – auch in dieser Situation kam für mich nur diese Variante in Frage und es sollte natürlich ein Hund sein, der begründet durch Größe, Rasse, Alter und/oder Verhalten keine guten Chancen auf eine Vermittlung hatte.

Auf der Suche nach dem Hund aus zweiter Hand

Da war er dann gefunden: nicht schwarz sondern weiß/silber, groß, knapp 6 Jahre alt, nicht so die Rasse, die Jeder sucht…..aber bereits auf den Fotos einfach zum Verlieben 🙂

Und da ist er nun, der Wolf – Tschechoslowakischer Wolfshund, seine Vergangenheit ist nicht so wirklich nachvollziehbar aber grundsätzlich ist das auch egal. Juri mit dem ehemaligen Namen Indian Yukon ist einfach ein toller Bursche mit liebenswerten Ecken und Kanten 😉

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Volltreffer – der perfekte Hund aus zweiter Hand

Aber warum scheint es manchmal so problematisch, den „richtigen“ Hund aus zweiter Hand zu finden? Leider hört und liest man so häufig, auch wir werden häufig auf der Pfoten-Hotline damit konfrontiert, dass der übernommene Hund nach wenigen Tagen oder Wochen wieder weg muss, weil er die Erwartungen nicht erfüllt.

Vermutlich sind genau diese Erwartungen das Problem. Wenn ich einen Hund aus zweiter Hand übernehme, dann habe ich persönlich genau eine Erwartung und die heißt: ich erwarte einen Hund aus zweiter Hand!

Die ersten Tage beobachte ich diesen Hund sehr genau und frage mich, was ich mir eventuell anders vorstelle im zukünftigen Zusammenleben. Diese Punkte sortiere ich für mich nach Wichtigkeit und beginne sie Schritt für Schritt abzuarbeiten. Schließlich kann der Hund, wenn er neu einzieht nicht wissen wie im neuen zu Hause diverse Tagesabläufe, Ritualien und Gepflogenheiten funktionieren. Ich sehe es als meine Aufgabe als Rudelführer an, ihn einzuweisen, ihm auf vertrauensvolle und liebenswürdige Art alles zu zeigen. Bereits dieser Vorgang schafft Vertrauen und zeigt dem Hund aus zweiter Hand, wir lösen hier alles auf die ruhige und liebevolle Art.

Vielleicht sollte oftmals an diesem Punkt ein Umdenken stattfinden? Die Erwartungen an den Hund nach unten schrauben und die Erwartungen in sich selbst nach oben schrauben in Bezug auf liebevolle Einweisung und durchdachten Empfang des neuen Familienmitglieds?

Sie haben Fragen zum Thema „Hund aus zweiter Hand? Wir beraten Sie gerne!

Hund kaufen – was kostet eigentlich ein Hund?

Sie möchten einen Hund kaufen – mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Die Frage wird sehr häufig gestellt und ich bin grundsätzlich froh, dass sich manche Menschen diese Frage stellen bevor sie sich einen Hund kaufen.

Grundsätzlich ist die Frage schwer zu beantworten, denn die Rechnung enthält bekannte und unbekannte Größen.

Hund kaufen – denken Sie auch an die Kosten für ein langes glückliches Zusammenleben

Einen Teil der Kosten können Sie fest planen wenn Sie einen Hund kaufen

So können die Futterkosten je nach Größe des Hundes relativ genau berechnet werden. Die Tierversicherung kann ebenfalls sehr genau beziffert werden schon bevor Sie sich einen Hund kaufen.

Ebenso können Sie nach erfolgter Recherche die Kosten für die Hundehaftpflicht genau bestimmen. In einigen Bundesländern ist sie bereits Pflicht und muss bei der Anmeldung des Tieres vorgelegt werden. Beachten sollten Sie, dass diverse Versicherungsunternehmen sogenannte „Listenhunde“ entweder nicht versichern oder erhöhte Prämiensätze veranschlagen. Nicht immer ist dabei die Rasseliste des Bundeslandes maßgeblich in dem das Tier lebt, sondern ggf. der Sitz des Versicherers. Dies sollte im Vorfeld bereits abgefragt werden bevor Sie sich den Hund kaufen, denn die Unterschiede sind nicht immer unerheblich. Nutzen Sie um Geld zu sparen am besten einen Versicherungsvergleich um sich eine Übersicht über Preise und Leistungen zu verschaffen.

Die Hundesteuer kann von Stadt zu Gemeinde und ggf. nach Rasse relativ stark abweichen, denn jede Stadt bzw. Gemeinde legt den Steuersatz selbst fest. Sehr häufig werden sogenannte Listenhunde mit einer höheren Steuer belegt, genannt „Kampfhundesteuer“. Die jeweilige Höhe der Steuer können Sie beim zuständigen Bürgeramt erfragen bevor Sie sich einen Hund kaufen bzw. sich für eine bestimmte Rasse entscheiden.

Gegebenenfalls benötigen Sie zur Haltung von Hunden diverser Rassen diverse Zulassungen, wie z.B. Sachkundeprüfung, Wesenstest mit dem Hund ab einem gewissen Alter. Diese Dinge kosten natürlich auch Geld. Da diese Vorschriften von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind und von Gemeinde zu Gemeinde außerdem variieren kann, erkundigen Sie sich bevor Sie einen Hund kaufen am besten beim örtlich zuständigen Ordnungsamt.

Hund kaufen ohne später an der letzten Ecke zu knabbern..

Denken Sie bitte auch an die nicht planbaren Kosten, die auf Sie zukommen können, wenn Sie einen Hund kaufen

Die große Unbekannte stellen vor allem Kosten für Tierarzt, Tierheilpraktiker und ähnliche Dinge dar. Bedenken Sie bitte, ein Hund ist ein Lebewesen, genau wie wir Menschen, das sich verletzen kann, das krank werden kann.

Medizinisch und alternativ-heilkundlich kann man heute für ein Tier ähnlich viel machen, wie für Menschen. Epilepsie, HD, Arthrose, Bandscheibenvorfall, Herzkrankheiten, Diabetes sind zum Glück längst keine Gründe mehr einen Hund einzuschläfern wie noch vor 20 oder 30 Jahren.

Wenn Sie sich einen Hund kaufen, sollten Sie sich jedoch darüber im klaren sein, dass solche Behandlungen sehr viel Geld kosten können. Relativ einfache Operationen können bereits einige hundert Euro kosten, ein Knochenbruch je nachdem wie kompliziert er ausfällt bei mehr als 1000 Euro liegen. Eine umfangreiche Herzuntersuchung kann mehr als 500 Euro verschlingen…um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Auch der kräftigste Bär kann mal krank werden – denken Sie daran wenn Sie einen Hund kaufen

Leider werden in letzter Zeit immer mehr Fälle an uns herangetragen, in denen Hunde abgegeben werden, weil sie krank sind und der/die Halter sich die Kosten nicht leisten können. Was dies psychisch für die Tiere bedeutet, möchte in an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Sie Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen, wenn Sie einen Hund kaufen.

Seit ein paar Jahren besteht für diese Fälle die Möglichkeit vorzusorgen, bitte ziehen Sie eine solche Variante im Zweifelsfall in Erwägung. So können Sie sich und Ihren Hund mittels einer Hundekrankenversicherung vor unvorhergesehenen hohen Kosten schützen. Vergleichen Sie die Möglichkeiten und Varianten, denn kein Lebewesen ist vor Krankheiten und/oder Unfällen zu 100% sicher.

Denken Sie daran, Ihr Hund vertraut Ihnen und schenkt Ihnen sein ganzes Leben!

 

2 die sich einfach mögen....

Gesundheitsgefahr für Auslandshunde

Die unterschätzte Gesundheitsgefahr für Auslandshunde

Viele Hunde werden aus dem Ausland nach Deutschland geholt um sie vor dem Leben auf der Straße, vor den miserablen Verhältnissen in den Tiersammelstationen und vor Tierquälern zu retten. Es bedeutet immer eine schöne Herausforderung einem der Auslandshunde oder auch einem Tier aus dem deutschen Tierschutz zu helfen. Einerseits fordern diese Tiere dem Halter teilweise mehr Fingerspitzengefühl ab andererseits stellen sie häufig weniger Ansprüche als ein Hund, der schon in der Welpenzeit immer alles hatte, gut umsorgt war und nichts negatives erleben musste.

Wer heute einen Hund aus dem Tierschutz übernimmt, ist meist so aufgeklärt, dass er direkt nach sogenannten Mittelmeerkrankheiten, Impfungen und Entwurmungen fragt, sofern das Tier aus dem Ausland kommt. Auch die Gesetzgebung schreibt diverse Impfungen etc. vor, womit eventuelle Ansteckungsgefahren in Grenzen gehalten werden sollten.

Lara und Sammy, Straßenhunde aus Bulgarien

Lara und Sammy, Straßenhunde aus Bulgarien

Leider haben wir häufig die Fälle, dass die Hunde gerettet wurden, tolle Familien gefunden haben, nach und nach auftauen und alle Beteiligten sind glücklich, doch dann wird das Tier plötzlich krank. Warum das? Die Auslandshunde sind doch gesundheitlich gecheckt worden, gegen alles Mögliche geimpft und die Ernährung ist meist auch besser als zuvor im Ausland?

Vergessen wird dabei fast immer, was den Tieren in der Phase des Umzugs zugemutet wird. Natürlich zugemutet werden muss um ihnen das nackte Leben zu retten.

  • meist die Kastration in Verbindung mit einer Narkose
  • unzählige Impfungen
  • Entwurmungen
  • Psychischer Stress – was passiert mit mir, wo komm ich hin?
  • Stress der Umstellung, denn nun ist alles anders – dass alles positiv anders ist, muss erst gelernt werden
  • radikale Futterumstellung
  • Haushalt mit allen dazu gehörigen Chemikalien

Keine Frage, dass diese Dinge weitestgehend erforderlich sind um dem Tier eine bessere Zukunft zu bieten. Jedoch sollten die neuen Halter unbedingt sensibilisiert sein oder werden, die Tiere eine gewisse Zeit nach ihrer Ankunft nochmals gesundheitlich checken zu lassen, zu entgiften und über eine Magen-Darmsanierung nachzudenken.

Dies ist grundsätzlich erforderlich um die Auslandshunde von den ganzen Chemikalien zu befreien und das Immunsystem zu stärken um sie dadurch vor Nierenschäden, Allergien und sonstigen Folgeerkrankungen zu schützen. Nur bei guter Gesundheit kann das Tier zusammen mit seinen neuen Haltern sein neues Leben wirklich genießen.

Damit Auslandshunde lange ein gesundes Leben genießen können.

Damit Auslandshunde lange ein gesundes Leben genießen können.

Die Alternative: warten bis sich Symptome zeigen ist eine sehr schlechte Alternative, denn wir wissen wie gut Hunde Schmerzen und Krankheiten kompensieren können, noch besser können dies ehemalige Straßenhunde. Auf der Straße durften sie keine Schwächen zeigen, damit sie nicht unter die Räder kamen.

Bitte denkt darüber nach, denn Vorsorge ist immer besser als Nachsorge…..

 

Hunde aus dem Ausland sind anders!

Hunde aus dem Ausland sind anders und deshalb sollte man gewisse Besonderheiten beachten.

Wir meinen damit nicht die Hunde aus guten Zuchten, sondern die armen Geschöpfe, die z.B. von der Straße aufgelesen werden, die bis dahin für sich selber gesorgt haben und nun in eine für sie ganz neue Welt gebracht werden ……
Hunde aus dem Ausland sind in unseren zivilisierten Umfeld oft schon mit unserem normalen Alltagstrott überfordert und dadurch ängstlich, verstört und nicht mit „unseren“ Hunden vergleichbar! Das wiederum überfordert leider sehr häufig die neuen Besitzer.
Leider muss man in der letzten Zeit häufig hören „Hund entlaufen“……. oftmals handelt es sich dabei um kurz davor „gerettete“ Hunde aus dem Ausland.

 

Hunde aus dem Ausland sind häufig so scheu wie ihre Vorfahren.

Hunde aus dem Ausland sind häufig so scheu wie ihre Vorfahren.

Laut Statistik sind es die Hunde aus dem Ausland, die in den Suchmeldungen vorne an stehen!
Das schlimme daran ist, dass gerade diese dann tot oder gar nicht gefunden werden!
Darum bitten wir an dieser Stelle, ganz besonders darauf zu achten, dass das Halsband nicht zu locker ist, das Geschirr fest genug anliegt und auch ggf. doppelt gesichert wird! Es gibt inzwischen Spezialgeschirre für Angsthunde aus denen ein Ausbruch nicht möglich ist. Jede Sekunde Unaufmerksamkeit kann eine „Flucht“ bedeuten.

Aber was tun, wenn ein Hund verschwunden ist?

 

Wichtige Anrufe:
– Polizei
– Tierheime
– Tierärzte
– TASSO
– Jägerschaft
– in Facebook bei Hundesuchmeldung einstellen
– Bauhöfe

 

Was kann man selber tun?
– mit Freunden suchen
– dokomentieren, wo gesucht worden ist
– evtl. Sichtungen dokumentieren und dort verstärkt suchen

– Futterstellen in der Nähe von Sichtungsstellen einrichten und beobachten

– auf keinen Fall den Hund bedrängen, lieber mit Futter locken und sich klein machen

– im Zweifelsfall eine Lebendfalle besorgen und an Sichtungsstellen einsetzen

– kompetente Hilfe suchen (Hundetrainer, Tierschutz speziell Auslandshunde etc.)

 

Wichtig!
Eine Telefonnummer angeben unter der man IMMER erreichbar ist!

Tierschutz – nicht alles Gold was glänzt

Nicht überall ist Tierschutz drin wo es drauf steht

Der Außenstehende bekommt meist nicht viel mit von dem was im “Tierschutz” abgeht. Das Tierheim des Landkreises ist den meisten Menschen bekannt, aber das ist nur ein kleiner Teil der Tierschutzszene (wenn ich das mal so nennen darf).

Kaum einer, der nicht zumindest ein klein wenig in der Materie Tierschutz involviert ist, ahnt wie groß die Not der Tiere allein in Deutschland ist. Dazu kommen noch unzählige Länder um deren Tiere sich Deutsche Tierschützer und Tierschützerinnen ebenfalls kümmern. Mit den Ländern Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Portugal, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Malta, Frankreich, Belgien, Polen, Russland, Tunesien seien nur die nahegelegnen und augenscheinlich wichtigsten Länder genannt.

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird :-(

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird 😦

Hut ab vor jedem ehrlichen aktiven Tierschützer, der oder die seine freie Zeit für die Tiere opfert, oftmals die letzten Euros in Futter, Tierarztkosten oder sonstige nötige Dinge für die Tiere steckt.

Leider sind nicht alle Aktionen von Tierschützern wirklich hilfreich für die Tiere. Falsch verstandene Tierliebe, Profit schlagen aus der Not der Tiere, Grenzen des machbaren überschreiten, Inkompetenz im Umgang und nicht zuletzt ein Ausarten in den Bereich Animal Hording, sind leider keine Seltenheit.

Warum ist guter Tierschutz so schwierig?

Eine gute und berechtigte Frage. Grundsätzlich sollte man denken, Menschen die dasselbe Ziel verfolgen halten zusammen und sind gemeinsam stark – weit gefehlt!! Mir fällt immer häufiger auf, daß viele Menschen, die sich im Tierschutz einen Namen machen oder machen wollen, in erster Linie mit dem eigenen Leben nicht klar kommen. Persönlichkeitsdefizite scheint man hier überspielen zu wollen.

Im ersten Moment sieht oft alles sehr positiv aus. Aufopfernd sind diese Menschen zur Stelle, wenn es irgendwo brennt. Vollumfängliche Hilfsbereitschaft wird an den Tag gelegt. Man neigt dazu diese Menschen zu bewundern und genau das ist es was sie suchen und brauchen. Anerkennung – teilweise um jeden Preis. Mit “um jeden Preis” meine ich zu Lasten der Tiere um die es eigentlich gehen sollte.

Falcon - ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Falcon – ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Noch relativ harmlos sind die reinen Schreibtischtäter, die alles und jeden anprangern, im Kämmerchen am PC sitzen, ganz toll Mails schreiben und weiterleiten können und sich für überwichtig halten. Schaden machen diese Menschen relativ wenig, außer dass sie die wirklich aktiven Tierschützer von der Arbeit abhalten und einfach nur alles besser wissen.

Über Tierschützer, die entdeckt haben, daß man gerade unter diesem Deckmantel Geld machen kann, möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, denn dieses Thema würde den Rahmen sprengen. Natürlich muß Geld eingenommen werden um wiederum Tieren zu helfen. Die Relationen sollten passen und die Verwendung der Geld klar ersichtlich sein.

Noch schwieriger wird es mit den Tierschützern, die ein überspanntes Mutter(oder auch Vater)-Syndrom an den Tag legen. “Gerettete” Tiere werden verhätschelt, wie Säuglinge behandelt und dabei wird gänzlich vergessen, daß auch eine Katze und ein Hund ein Tier ist. Vollkommene Vermenschlichung der Tiere ist die Folge, die im Schlimmsten Fall schnell die Herrschaft über die Hausgemeinschaft übernehmen. Auch das ist meist noch mit harmlosen Folgen für die Tiere verbunden, außer daß sie häufig gänzlich falsch ernährt, dick und rund gemästet werden und dadurch gesundheitliche Einbußen erleiden. Eine artgerechte Haltung, die schon das Gesetz vorsieht, ist häufig in keinster Weise gegeben.

Ein Opfer des Tierschutzes - er konnte nichts für seine Vergangenheit....

Ein Opfer des Tierschutzes – er konnte nichts für seine Vergangenheit….

Richtig schlimm wird es, wenn die ganze Sache in eine Sammelleidenschaft ausartet. Zu Anfang steht meist ein “nicht nein sagen können”. Helfen um jeden Preis, auch wenn es in der Folge kein wirkliches Helfen ist, sondern in der Verwahrlosung und Tierquälerei endet. Leider häufen sich solche Fälle immer mehr. Es existiert bereits ein spezieller Begriff für diese “Krankheit”Animal Hording.

Ich persönlich vermisse viel zu oft den Einsatz für jedes einzelne gerettete Tier, es gleichzeitig wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Entweder ich rette es mit allen Konsequenzen oder ich muß eingestehen, daß ich damit überfordert bin und suche fachkompetente Hilfe. Was hat das Tier von einer Übernahme, wenn sein Leben danach noch weniger artgerecht abläuft wie vorher? Was, wenn es bei total überforderten neuen Haltern landet, die es über kurz oder lang wieder in den Tierschutz geben, da sie nicht klar kommen und im nachhinein nirgends kompetente Unterstützung finden?

Ein kleines aktuelles Beispiel finden Sie bei Petwatch unter Tierschutz – Ohne Wortekrass der letzte Absatz, der das Verhalten der verantwortlichen Tierschutzorganisation beschreibt.

Was hat das alles mit Tierschutz zu tun?

Müssen die Tiere für angekratzte Egos der Menschen gradestehen? In einem Deutschland, das grundsätzlich so fortschrittlich sein will?

Wieviele Tiere werden gerade von Tierschützern nicht artgerecht gehalten? Vegitieren irgendwo längst vergessen vor sich hin? Gerade diese “sogenannten” Tierschützer verstoßen tagtäglich gegen das Tierschutzgesetz “artgerechte Haltung” und keiner unternimmt etwas? Wo sind die Veterinär Ämter? Wer schützt die Tiere vor selbsternannten unkompetenten Tierschützern?

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Fast ähnlich schlimm finde ich Berichte, die mich über die Tierschutzverteiler erreichen, bezüglich speziellen Notfällen. Okay, ich bewundere jeden Menschen, der ein schwerbehindertes Tier aus dem Ausland adoptiert. Aber: z.B. für immer gelähmte Hunde, ohne jede Chance jemals wieder ein einigermaßen normales Hundeleben zu führen werden von Rußland, den Kanaren oder sonstwoher nach Deutschland transportiert………teilweise ohne jemals eine Chance zu haben vermittelt zu werden……ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ist das Tierschutz oder Tierquälerei? Hierzu hat sicherlich jeder seine ganz spezielle Meinung und das ist auch gut so – solange es nicht wirklich in Tiuerqälerei ausartet…..

Auch werden schlimme Angsthunde gewissenlos in Familien in deutsche Städte vermittelt. Ewig lange Fahrten, fremde Menschen, unbekannte Geräusche und die neuen Menschen werden häufig nicht einmal grundlegend informiert wie man mit solchen Hunden ungehen sollte. Wieviele Hunde, die in Panik abgehauen sind haben wir in diesem Jahr bereits? Fast jede Woche geht eine oder mehrere Suchmeldungen durch den Verteiler – manchmal mit Happy End, manchmal mit einem überfahrenen oder erschossenen Hund. Kann das Tierschutz sein? Wo sind hier die Tierschützer? Diese neuen Hundehalter MÜSSEN im Sinne und zum Schutz des Hundes betreut und begleitet werden!

Vielleicht sollte über das Thema “Tierschutz” mal richtig nachgedacht werden. Was ist wirklich Tierschutz und was nicht? Womit ist dem jeweiligen Tier oder den jeweiligen Tieren wirklich geholfen?

Sollten nicht auch Tierschützer laufend kontrolliert werden ob zumindest die Tierschutzgesetze beachtet werden? Fachkompetenz vorhanden ist? Nicht nur ob ein Freßnapf mit Futter gefüllt werden kann oder ein Schäferhund von einer Katze unterschieden werden kann? Ob man sich gebühren feiern lassen kann? Ob man sich gebührend als Retter ins Rampenlicht stellen kann. Die Inkompetenz unterstreichen unzählige verschwundene und getötete angeblich aggressive Hunde.

Tagtäglich gehen zig Spendenaufrufe für kranke und behinderte Hunde durch die Tierschutzverteiler (nichts dagegen) – auffallend, dass ich noch nie einen Spendenaufruf darunter war um Gelder für einen kompetenten Trainer oder eine kompetente Trainerin für einen verhaltensauffälligen Hund zu sammeln.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier - auch durch Tierschützer.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier – auch durch Tierschützer.

In Gedenken an die beiden Dobis Xito und Tobi  – die hoffentlich nicht nur mich immer wieder an die Schattenseiten des Tierschutzes erinnern werden……..

Es wäre ganz falsch nun zu sagen „ich spende nichts mehr“ oder „ich nehme keinen Hund mehr aus dem Tierschutz„, denn gerade die verwaisten Hunde benötigen dringend Hilfe. Aber achten Sie darauf wen Sie unterstützen bzw. von welchem Tierschutzverein Sie ein Tier übernehmen. Handelt es sich wirklich um Tierschutz oder um verdeckten Tierhandel? Kommen Spenden wirklich bei den Tieren an oder verschwinden diese in sontigen uneinsehbaren Kanälen?? Steht Ihnen ein Ansprechpartner zur Verfügung wenn nach der Adoption Fragen entstehen? Oder wird nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ vorgegangen?

Sie haben Fragen zum Thema? Anmerkungen? Sie haben Probleme mit einem Hund aus dem Tierschutz? Wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar!

Vorsicht: Hund zu verschenken

Hund zu verschenken gesucht…“ oder „Hund für meine/unsere Kinder gesucht – möglichst geschenkt“

Erschreckend wie viele Inserate und Kleinanzeigen im Internet zu finden sind mit diesen Überschriften – ABER: ein Hund ist weder ein Kinderspielzeug noch sollte er ein „Verschenkobjekt“ sein!

Vermutlich bedenken viele der Inserenten die möglichen Folgen einer solchen Aktion nicht oder es ist ihnen schlichtweg egal….????

Ein "Hund zu verschenken" ist meist nicht wirklich billig....

Ein „Hund zu verschenken“ ist meist nicht wirklich billig….

Kontaktiert man den einen oder anderen Inserenten (ich hab mir mal die Mühe gemacht), erfährt man, dass es sich bei der Mehrzahl dieser Inserenten um Hundeneulinge handelt. Erschreckend, wie unbedarft ohne jegliche Ahnung von Haltung, Umgang und Bedürfnissen will man sich einen Hund anschaffen. Na, wird schon klappen, denn bei den Nachbarn, Freunden oder sonst wo geht es ja auch. Es sollte ein Hund zu verschenken sein, denn übriges Geld hat man meist nicht für das Tier. Was ein Tierarzt im Krankheitsfall kosten kann, darüber hat man sich eigentlich keine Gedanken gemacht. Man sucht ja einen gesunden Hund……*ohne Worte

Auf das Thema sind wir bereits in dem Artikel  Hund anschaffen – Was kostet eigentlich ein Hund?   eingegangen.

Auch ein kleiner Hund ist ein Hund - mit allen Ansprüchen und Bedürfnissen

Auch ein kleiner Hund ist ein Hund – mit allen Ansprüchen und Bedürfnissen

Hund zu verschenken“……ja toll, aber bedenken Sie auch die Risiken

Natürlich ist es für Kinder sehr schön mit einem Haustier, gerade mit einem Hund aufzuwachsen, aber bedenken Sie bitte: ein Hund ist kein Spielzeug. Hundehaltung kann einem Kind, jedoch nur unter richtiger Anleitung der Eltern, zeigen wie man Verantwortung für ein Tier übernimmt. Ein vertrauter Freund für Kinder kann der Hund ebenfalls sein und spielen kann man auch mit ihm, klar – aber nur, wenn gewisse Spielregeln eingehalten werden und der Umgang stimmt.

Haben Sie als Eltern keine Zeit sich um die Kinder zu kümmern, ist es definitiv keine gute Idee sich einen Hund anzuschaffen um die Kinder zu beschäftigen. Kinder können in bestimmten Altersbereichen recht grobmotorisch sein und Hunde können solche Aktionen leicht falsch verstehen und überreagieren. Dies bedeutet immer ein Risiko für das Kind und für den Hund.

Bedenken Sie im Vorfeld, dass ein Hund genau wie ein Kind, Zeit, Geld und Erziehung benötigt und der Hund ist KEIN Spielzeug sondern vom Grundsatz ein Raubtier ist!

Der Hund möchte die Welt kennenlernen - dazu benötigt er seinen Menschen an seiner Seite...

Der Hund möchte die Welt kennenlernen – dazu benötigt er seinen Menschen an seiner Seite…

Ein „Hund zu verschenken“ kann unter Umständen sehr teuer werden

Es sollte Ihnen bewußt sein, dass Jemand, der einen Hund zu verschenken anbietet, im Vorfeld meist nicht viel in das Tier „investiert“ hat. Sie sollten davon ausgehen, dass der oder die Vorbesitzer sich eventuell weder um die Gesundheit, die Ernährung oder um die Erziehung des Tieres gekümmert haben. Im schlechtesten Fall werden Sie, als neuer Halter, dies über kurz oder lang alles nachholen müssen. Besonders bei Junghunden oder in der Welpenaufzucht können Einsparungen ein böses Ende nehmen. Das selbe Problem kann Sie beim Kauf von sogenannten „Billig-Welpen“, Welpen vom Schwarzmarkt oder auch „Wühltisch-Welpen“ erwarten. Wird dann nicht mal ein Vertrag gemacht, sondern der Hund einfach in die Hand gedrückt, ist häufig das Schicksal des Hundes besiegelt – zu Deutsch: „weg damit und nach mir die Sintflut“. 

Suchen Sie einen „Hund zu verschenken“ wird Ihnen dies sicherlich nicht entgegenkommen, denn Sie suchen offensichtlich „was Billiges“ – das wird ein Hund nie sein! Lesen Sie dazu bitte unbedingt unseren Artikel: Hund anschaffen – Was kostet eigentlich ein Hund?

Muss aus irgendwelchen Gründen ein Hund abgegeben werden um den man sich liebevoll gekümmert hat, den man geliebt hat, macht man sich Gedanken was aus dem Hund in Zukunft wird. Dazu gehört eine genaue Abklärung wohin der Hund kommt, auf jeden Fall ein Vertrag, der den Hund absichert (was geschieht, wenn er bei den Übernehmern auch nicht bleiben kann etc.) und man wird einen „Preis“ vereinbaren um zumindest eine gewisse Wertschätzung auszudrücken.

So kann man die Natur gemeinsam genießen

So kann man die Natur gemeinsam genießen

Sind Sie sich darüber im Klaren, dass ein Hund Geld kostet, aber unsicher ob oder was für einen Hund Sie sich anschaffen sollten? Lassen Sie sich kompetent beraten, für ein langfristiges glückliches Miteinander!