Hund aus 2. Hand – Teil 2

7 Monate ist Juri – unser Hund aus 2.Hand –  bei uns

Okay, vielleicht kam er auch aus 3. oder 4. Hand – egal, so etwas hat mich noch nie interessiert.

Hund aus 2. Hand - unser Wölfchen

Hund aus 2. Hand – unser Wölfchen

Zum Thema Übernahme hatte ich bereits unter  Hund aus zweiter Hand berichtet.

Inzwischen haben mir zig Leute erzählt wie schwierig und eigenwillig „die Wölfe“ doch sind und und und…….ja sicher höre ich mir immer neugierig und interessiert alles an, was man mir so erzählt, zumal es um die Rasse geht, die ich vor kurzem übernommen habe ohne mich vorher darüber schlau zu machen *schäm

Klar war für mich nur, es wird ein Hund aus 2. Hand, ein Rüde und es wird was größeres 🙂  Na und das paßt einfach rundum.

der Hund aus 2. Hand - die große Liebe?

der Hund aus 2. Hand – die große Liebe?

Heute, nach 7 Monaten des Zusammenlebens mit unserem „Wölfchen“ möchte ich an dieser Stelle ein Resümee ziehen…:

Der perfekte Hund aus 2. Hand

Unser großer Bub zeigte sich vom ersten Tag an kooperativ, er hat seine Aufgaben auf Anhieb verstanden, er akzeptiert Grenzen und Regeln problemlos, wie ich es noch sehr selten erlebt habe. Er zeigt sich sehr ausdrucksstark in Mimik und Körperhaltung, was die Kommunikation unter den Hunden und mit mir sehr vereinfacht.

Neugier scheint sein zweiter Vorname zu sein. Alles muss erkundet werden, auch wenn manchmal der gesamte Hund auf Rückzug programmiert ist, die Nase muss überall rein und man muss sich alles genauer anschauen, was man noch nicht kennt…zur Not wird Frauchen geholt und die muss mit *lach

Selbstverständlich hat auch Juri seine Stärken und Schwächen aber die hat definitiv jedes Lebewesen. Natürlich hat er seinen Charakter und er kann wahnsinnig toll „beleidigt“ und „eifersüchtig“ sein. Er zeigt dies jedoch auf seine liebenswerte Art, ich habe ihn noch niemals aggressiv erlebt. Juri ist manchmal sehr stürmisch und ein Elefant im Porzellanladen, so hat er doch schon mehrfach seine Hundefreundin und auch Frauchen einfach über den Haufen gerannt…….aber er entschuldigt sich danach immer sehr vehement, denn das wollte er doch gar nicht…. 😉 Man kann ihm einfach nie böse sein.

der perfekte Hund aus 2. Hand

der perfekte Hund aus 2. Hand

Anfängliche Ängste vor dem Fahrrad, dem Auto und vor Handtüchern (hmmmm) hat Juri innerhalb weniger Tage überwunden. Er geniesst inzwischen die Touren durch den Wald am Fahrrad. Genauso geniesst er es nach einem Regenguss von Frauchen ausgiebig trockengerubbelt zu werden. Autofahren wird wohl nie so recht sein Ding aber kurze Strecken zur Erkundung neuer Reviere gehen schon sehr gut.

Auch ein Hund aus 2. Hand darf Stärken und Schwächen haben 😉

Juri mag keine Möhren, Gemüse ist ohnehin nicht so seins, da kann er richtig streiken und sogar das leckere Fleisch stehen lassen um zu zeigen, dass das nicht seins ist und er deshalb jetzt hungern muss….er fürchtet um sein Leben! Alles was Fleisch ohne viel Gemüse ist, passt jedoch sehr gut in den Hund….dennoch muss er einzeln gefüttert werden, denn er geniesst in Ruhe….die Mädels würden ihm alles wegfressen bis er aus dem Knick kommt 🙂 🙂  Problematisch sind für ihn die leckeren Knochen, denn frisch sind die nicht so klasse, man muss die erst einige Tage unter der Erde „ziehen lassen“…..und dann kommt auch noch die doofe Lara-Freundin, die fast alles findet 😦

Feinschmecker durch und durch

Feinschmecker durch und durch

Unser Hund aus 2. Hand hat, so als Mann im Haus und Hof, sofort die Kontroll- und Wachaufgabe übernommen. Wenn nur eins der Mädels „Wau“ sagt, steht ein übergroßer Juri am Zaun und paßt auf…auch wenn sich dort nichts bewegt…die Mädels haben ihn geschickt um zu schauen ob er seine Aufgaben ordentlich erfüllt 😉

Er zeigt sich fremden Menschen gegenüber erstmal recht scheu und sehr vorsichtig, was durchaus rassetypisch ist. Menschen die er kennt, schmust er am liebsten gleich mal um 🙂 Frauen sind irgendwie klar im Vorteil bei ihm….wer kann es ihm verdenken? Er ist nunmal Mann durch und durch…….

Alleine bleiben mag unser Juri so gar nicht, auch nicht wirklich mit seiner Hundefreundin Lara zusammen. Lara hat damit keine Probleme und zeigt ihm absolut ruhig, dass das in Ordnung ist, was ihn jedoch wenig beeindruckt. Im Haus, in geschlossenen Räumen klappt das Alleinebleiben trotz kleinen täglichen Übungen maximal 15 Minuten, dann wird er immer nervöser und beginnt auf Tische und Schränke zu springen o) ….. Im Grundstück klappt es schon besser, jedoch fängt der Bub

Unser kleiner Wolf ;)

Unser kleiner Wolf 😉

nach gewisser Zeit an seinen Unmut lautstark zu verkünden…ja eindeutig leben hier irgendwo Wölfe, man kann das ziemlich weit hören… 😉 Obwohl wir das ebenfalls jeden Tag üben, nicht für lange aber 1 bis 2 Stunden pro Tag, da das alte Nellymädchen seperat gehen muss in ihrem Tempo….. Es gibt Tage, da ist Juri lieb und man hört ihn nicht. Es gibt aber auch Tage, da singt er den Nachbarn das Lied des verlassenen Wolfes 🙂

 

Zum Glück haben unsere wenigen Nachban kein Problem mit seinen „wölfischen Liedern“, kein Wunder, wo er sich mit all seinem Charme innerhalb weniger Tage in die Herzen aller Dorfbewohner geschlichen hat.

Ganz sicher paßt so ein Wölfchen nicht überall, aber man kann mal wieder sehen, dass ein Hund aus 2. Hand ein absoluter Traumhund sein kann, man muss ihm nur die Chance und Zeit geben es zu beweisen.

Unser Hund aus 2. Hand

Unser Hund aus 2. Hand

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Nothunde und was nun? Hilfe für Nothunde gesucht!

Aus gegebenem Anlass ist das Vorhaben gestorben – wir überlassen das dann mal den Leuten, die nicht nur den Platz sondern auch genügend Geld haben und halten den entsprechenden Hunden alle Daumen! 

Haben wir in Deutschland immer mehr Nothunde?

Ich hatte bereits in einem vorangegangenen Artikel „Notfall – wo ist der Tierschutz“ geschildert, dass immer mehr Notrufe auf der Hotline ankommen mit der Suche nach Hilfe für Nothunde.

Immer mehr Tierheime und Tierschutzorganisationen lehnen die Aufnahme von Hunden bestimmter Rassen, Größen etc. kategorisch ab. Häufig kommen Verhaltensproblematiken dazu und damit gibt es für diese Tiere praktisch keine Möglichkeiten oder Chancen mehr. Sicherlich ist das Vorgehen wirtschaftlich nachvollziehbar, da solche Tiere schwer bis gar nicht mehr vermittelbar sind. Andererseits steht der Begriff „Tierschutz“ im Raum, der grundsätzlich für den „Schutz der Tiere“ stehen sollte.

Ich stehe zu meiner Meinung: fast ja FAST immer gibt es eine Möglichkeit bereits im Vorfeld eine Abgabe zu verhindern und eine Chance das zugrunde liegende Problem zu lösen. Aus diesem Grund hatte ich die Pfoten-Hotline ins Leben gerufen, denn die Strafe trifft leider immer das Tier, das am allerwenigsten für die jeweilige Situation kann.

Mehr dazu nochmal auf der Seite „Warum und wozu

Was kann man tun, wenn es so gar keine Chance für solche Nothunde gibt?

Kann Aggression nachgewiesen werden, ist es heutzutage relativ einfach das Tier einschläfern zu lassen – leider! Größe alleine reicht nicht, dementsprechend werden solche Tiere meist vollkommen unüberlegt weitergereicht, was irgendwann Aggressionen zur Folge hat und wir sind wieder bei Punkt 1 – noch mehr leider!!! Die Spirale dreht sich…..

Sicher redet man immer über den sogenannten „Tropfen auf dem heissen Stein“  aber wenn die Tropfen mehr werden, kühlt vielleicht der Stein irgendwann ein klein wenig ab. Sicher kann man nie immer helfen, das wissen wir alle – aber für jedes einzelne Tier kann sich doch sehr viel ändern…..

Warum nun der ganze Text? Wir haben einen Plan aber wir benötigen Eure Unterstützung und zwar jede, die wir bekommen können – bitte seid so lieb, lest selbst und teilt, teilt, teilt, was das Zeug hält!!!! 

Pfoten-Hotline & Hilfe für Notpfoten

2 die sich einfach mögen....

Gesundheitsgefahr für Auslandshunde

Die unterschätzte Gesundheitsgefahr für Auslandshunde

Viele Hunde werden aus dem Ausland nach Deutschland geholt um sie vor dem Leben auf der Straße, vor den miserablen Verhältnissen in den Tiersammelstationen und vor Tierquälern zu retten. Es bedeutet immer eine schöne Herausforderung einem der Auslandshunde oder auch einem Tier aus dem deutschen Tierschutz zu helfen. Einerseits fordern diese Tiere dem Halter teilweise mehr Fingerspitzengefühl ab andererseits stellen sie häufig weniger Ansprüche als ein Hund, der schon in der Welpenzeit immer alles hatte, gut umsorgt war und nichts negatives erleben musste.

Wer heute einen Hund aus dem Tierschutz übernimmt, ist meist so aufgeklärt, dass er direkt nach sogenannten Mittelmeerkrankheiten, Impfungen und Entwurmungen fragt, sofern das Tier aus dem Ausland kommt. Auch die Gesetzgebung schreibt diverse Impfungen etc. vor, womit eventuelle Ansteckungsgefahren in Grenzen gehalten werden sollten.

Lara und Sammy, Straßenhunde aus Bulgarien

Lara und Sammy, Straßenhunde aus Bulgarien

Leider haben wir häufig die Fälle, dass die Hunde gerettet wurden, tolle Familien gefunden haben, nach und nach auftauen und alle Beteiligten sind glücklich, doch dann wird das Tier plötzlich krank. Warum das? Die Auslandshunde sind doch gesundheitlich gecheckt worden, gegen alles Mögliche geimpft und die Ernährung ist meist auch besser als zuvor im Ausland?

Vergessen wird dabei fast immer, was den Tieren in der Phase des Umzugs zugemutet wird. Natürlich zugemutet werden muss um ihnen das nackte Leben zu retten.

  • meist die Kastration in Verbindung mit einer Narkose
  • unzählige Impfungen
  • Entwurmungen
  • Psychischer Stress – was passiert mit mir, wo komm ich hin?
  • Stress der Umstellung, denn nun ist alles anders – dass alles positiv anders ist, muss erst gelernt werden
  • radikale Futterumstellung
  • Haushalt mit allen dazu gehörigen Chemikalien

Keine Frage, dass diese Dinge weitestgehend erforderlich sind um dem Tier eine bessere Zukunft zu bieten. Jedoch sollten die neuen Halter unbedingt sensibilisiert sein oder werden, die Tiere eine gewisse Zeit nach ihrer Ankunft nochmals gesundheitlich checken zu lassen, zu entgiften und über eine Magen-Darmsanierung nachzudenken.

Dies ist grundsätzlich erforderlich um die Auslandshunde von den ganzen Chemikalien zu befreien und das Immunsystem zu stärken um sie dadurch vor Nierenschäden, Allergien und sonstigen Folgeerkrankungen zu schützen. Nur bei guter Gesundheit kann das Tier zusammen mit seinen neuen Haltern sein neues Leben wirklich genießen.

Damit Auslandshunde lange ein gesundes Leben genießen können.

Damit Auslandshunde lange ein gesundes Leben genießen können.

Die Alternative: warten bis sich Symptome zeigen ist eine sehr schlechte Alternative, denn wir wissen wie gut Hunde Schmerzen und Krankheiten kompensieren können, noch besser können dies ehemalige Straßenhunde. Auf der Straße durften sie keine Schwächen zeigen, damit sie nicht unter die Räder kamen.

Bitte denkt darüber nach, denn Vorsorge ist immer besser als Nachsorge…..

 

Tierschutz – nicht alles Gold was glänzt

Nicht überall ist Tierschutz drin wo es drauf steht

Der Außenstehende bekommt meist nicht viel mit von dem was im “Tierschutz” abgeht. Das Tierheim des Landkreises ist den meisten Menschen bekannt, aber das ist nur ein kleiner Teil der Tierschutzszene (wenn ich das mal so nennen darf).

Kaum einer, der nicht zumindest ein klein wenig in der Materie Tierschutz involviert ist, ahnt wie groß die Not der Tiere allein in Deutschland ist. Dazu kommen noch unzählige Länder um deren Tiere sich Deutsche Tierschützer und Tierschützerinnen ebenfalls kümmern. Mit den Ländern Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Portugal, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Malta, Frankreich, Belgien, Polen, Russland, Tunesien seien nur die nahegelegnen und augenscheinlich wichtigsten Länder genannt.

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird :-(

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird 😦

Hut ab vor jedem ehrlichen aktiven Tierschützer, der oder die seine freie Zeit für die Tiere opfert, oftmals die letzten Euros in Futter, Tierarztkosten oder sonstige nötige Dinge für die Tiere steckt.

Leider sind nicht alle Aktionen von Tierschützern wirklich hilfreich für die Tiere. Falsch verstandene Tierliebe, Profit schlagen aus der Not der Tiere, Grenzen des machbaren überschreiten, Inkompetenz im Umgang und nicht zuletzt ein Ausarten in den Bereich Animal Hording, sind leider keine Seltenheit.

Warum ist guter Tierschutz so schwierig?

Eine gute und berechtigte Frage. Grundsätzlich sollte man denken, Menschen die dasselbe Ziel verfolgen halten zusammen und sind gemeinsam stark – weit gefehlt!! Mir fällt immer häufiger auf, daß viele Menschen, die sich im Tierschutz einen Namen machen oder machen wollen, in erster Linie mit dem eigenen Leben nicht klar kommen. Persönlichkeitsdefizite scheint man hier überspielen zu wollen.

Im ersten Moment sieht oft alles sehr positiv aus. Aufopfernd sind diese Menschen zur Stelle, wenn es irgendwo brennt. Vollumfängliche Hilfsbereitschaft wird an den Tag gelegt. Man neigt dazu diese Menschen zu bewundern und genau das ist es was sie suchen und brauchen. Anerkennung – teilweise um jeden Preis. Mit “um jeden Preis” meine ich zu Lasten der Tiere um die es eigentlich gehen sollte.

Falcon - ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Falcon – ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Noch relativ harmlos sind die reinen Schreibtischtäter, die alles und jeden anprangern, im Kämmerchen am PC sitzen, ganz toll Mails schreiben und weiterleiten können und sich für überwichtig halten. Schaden machen diese Menschen relativ wenig, außer dass sie die wirklich aktiven Tierschützer von der Arbeit abhalten und einfach nur alles besser wissen.

Über Tierschützer, die entdeckt haben, daß man gerade unter diesem Deckmantel Geld machen kann, möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, denn dieses Thema würde den Rahmen sprengen. Natürlich muß Geld eingenommen werden um wiederum Tieren zu helfen. Die Relationen sollten passen und die Verwendung der Geld klar ersichtlich sein.

Noch schwieriger wird es mit den Tierschützern, die ein überspanntes Mutter(oder auch Vater)-Syndrom an den Tag legen. “Gerettete” Tiere werden verhätschelt, wie Säuglinge behandelt und dabei wird gänzlich vergessen, daß auch eine Katze und ein Hund ein Tier ist. Vollkommene Vermenschlichung der Tiere ist die Folge, die im Schlimmsten Fall schnell die Herrschaft über die Hausgemeinschaft übernehmen. Auch das ist meist noch mit harmlosen Folgen für die Tiere verbunden, außer daß sie häufig gänzlich falsch ernährt, dick und rund gemästet werden und dadurch gesundheitliche Einbußen erleiden. Eine artgerechte Haltung, die schon das Gesetz vorsieht, ist häufig in keinster Weise gegeben.

Ein Opfer des Tierschutzes - er konnte nichts für seine Vergangenheit....

Ein Opfer des Tierschutzes – er konnte nichts für seine Vergangenheit….

Richtig schlimm wird es, wenn die ganze Sache in eine Sammelleidenschaft ausartet. Zu Anfang steht meist ein “nicht nein sagen können”. Helfen um jeden Preis, auch wenn es in der Folge kein wirkliches Helfen ist, sondern in der Verwahrlosung und Tierquälerei endet. Leider häufen sich solche Fälle immer mehr. Es existiert bereits ein spezieller Begriff für diese “Krankheit”Animal Hording.

Ich persönlich vermisse viel zu oft den Einsatz für jedes einzelne gerettete Tier, es gleichzeitig wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Entweder ich rette es mit allen Konsequenzen oder ich muß eingestehen, daß ich damit überfordert bin und suche fachkompetente Hilfe. Was hat das Tier von einer Übernahme, wenn sein Leben danach noch weniger artgerecht abläuft wie vorher? Was, wenn es bei total überforderten neuen Haltern landet, die es über kurz oder lang wieder in den Tierschutz geben, da sie nicht klar kommen und im nachhinein nirgends kompetente Unterstützung finden?

Ein kleines aktuelles Beispiel finden Sie bei Petwatch unter Tierschutz – Ohne Wortekrass der letzte Absatz, der das Verhalten der verantwortlichen Tierschutzorganisation beschreibt.

Was hat das alles mit Tierschutz zu tun?

Müssen die Tiere für angekratzte Egos der Menschen gradestehen? In einem Deutschland, das grundsätzlich so fortschrittlich sein will?

Wieviele Tiere werden gerade von Tierschützern nicht artgerecht gehalten? Vegitieren irgendwo längst vergessen vor sich hin? Gerade diese “sogenannten” Tierschützer verstoßen tagtäglich gegen das Tierschutzgesetz “artgerechte Haltung” und keiner unternimmt etwas? Wo sind die Veterinär Ämter? Wer schützt die Tiere vor selbsternannten unkompetenten Tierschützern?

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Fast ähnlich schlimm finde ich Berichte, die mich über die Tierschutzverteiler erreichen, bezüglich speziellen Notfällen. Okay, ich bewundere jeden Menschen, der ein schwerbehindertes Tier aus dem Ausland adoptiert. Aber: z.B. für immer gelähmte Hunde, ohne jede Chance jemals wieder ein einigermaßen normales Hundeleben zu führen werden von Rußland, den Kanaren oder sonstwoher nach Deutschland transportiert………teilweise ohne jemals eine Chance zu haben vermittelt zu werden……ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ist das Tierschutz oder Tierquälerei? Hierzu hat sicherlich jeder seine ganz spezielle Meinung und das ist auch gut so – solange es nicht wirklich in Tiuerqälerei ausartet…..

Auch werden schlimme Angsthunde gewissenlos in Familien in deutsche Städte vermittelt. Ewig lange Fahrten, fremde Menschen, unbekannte Geräusche und die neuen Menschen werden häufig nicht einmal grundlegend informiert wie man mit solchen Hunden ungehen sollte. Wieviele Hunde, die in Panik abgehauen sind haben wir in diesem Jahr bereits? Fast jede Woche geht eine oder mehrere Suchmeldungen durch den Verteiler – manchmal mit Happy End, manchmal mit einem überfahrenen oder erschossenen Hund. Kann das Tierschutz sein? Wo sind hier die Tierschützer? Diese neuen Hundehalter MÜSSEN im Sinne und zum Schutz des Hundes betreut und begleitet werden!

Vielleicht sollte über das Thema “Tierschutz” mal richtig nachgedacht werden. Was ist wirklich Tierschutz und was nicht? Womit ist dem jeweiligen Tier oder den jeweiligen Tieren wirklich geholfen?

Sollten nicht auch Tierschützer laufend kontrolliert werden ob zumindest die Tierschutzgesetze beachtet werden? Fachkompetenz vorhanden ist? Nicht nur ob ein Freßnapf mit Futter gefüllt werden kann oder ein Schäferhund von einer Katze unterschieden werden kann? Ob man sich gebühren feiern lassen kann? Ob man sich gebührend als Retter ins Rampenlicht stellen kann. Die Inkompetenz unterstreichen unzählige verschwundene und getötete angeblich aggressive Hunde.

Tagtäglich gehen zig Spendenaufrufe für kranke und behinderte Hunde durch die Tierschutzverteiler (nichts dagegen) – auffallend, dass ich noch nie einen Spendenaufruf darunter war um Gelder für einen kompetenten Trainer oder eine kompetente Trainerin für einen verhaltensauffälligen Hund zu sammeln.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier - auch durch Tierschützer.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier – auch durch Tierschützer.

In Gedenken an die beiden Dobis Xito und Tobi  – die hoffentlich nicht nur mich immer wieder an die Schattenseiten des Tierschutzes erinnern werden……..

Es wäre ganz falsch nun zu sagen „ich spende nichts mehr“ oder „ich nehme keinen Hund mehr aus dem Tierschutz„, denn gerade die verwaisten Hunde benötigen dringend Hilfe. Aber achten Sie darauf wen Sie unterstützen bzw. von welchem Tierschutzverein Sie ein Tier übernehmen. Handelt es sich wirklich um Tierschutz oder um verdeckten Tierhandel? Kommen Spenden wirklich bei den Tieren an oder verschwinden diese in sontigen uneinsehbaren Kanälen?? Steht Ihnen ein Ansprechpartner zur Verfügung wenn nach der Adoption Fragen entstehen? Oder wird nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ vorgegangen?

Sie haben Fragen zum Thema? Anmerkungen? Sie haben Probleme mit einem Hund aus dem Tierschutz? Wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar!

Angsthund – häufige Fehler im Umgang

Immer häufiger ist der „Angsthund“ Thema in diversen Hundeforen

 

Angst kann beim Hund, genau wie bei uns Menschen aus 2 Gründen entstehen. Negative Erlebnisse und/oder das große Unbekannte – beides kann Unsicherheit, Angst und sogar Panik auslösen. Wie stark und ausgeprägt sich die Symptome zeigen kommt immer auf den Grundcharakter bzw. auf das Wesen an. Sie kennen sicherlich auch Menschen, die gewisse Dinge leichter wegstecken wie andere. Genau so ist es auch bei unseren Hunden.

Ein Angsthund benötigt die Ruhe und Sicherheit seines Halters

Ein Angsthund benötigt die Ruhe und Sicherheit seines Halters

Es ist hinlänglich bekannt, dass ein Angsthund nicht bemitleidet werden sollte, da sich das Problem dadurch noch verstärkt. Dieser Grundsatz dürfte so gut wie jedem Hundehalter geläufig sein. Doch was versteht der Hund unter „bemitleiden“? Wie die Erfahrung immer wieder zeigt, werden gerade im Bereich „Angsthund“ sehr viele Fehler im Umgang gemacht. Dadurch wird die Dauer der Angstzustände unnötig verlängert beziehungsweise noch verstärkt.

Speziell bei Angstaggressionen wird selbst in Hundeschulen häufig völlig falsch angesetzt, da das Verhalten irrtümlicherweise als Dominanzhandlung gesehen wird.

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass ein dominanter Hund es nicht nötig hat Aggressionen einzusetzen. Im Gegenteil, er würde beispielsweise bei Artgenossenbegegnungen völlig gelassen reagieren, weil er über der Sache steht. Ebenso sicher haben die wenigsten Menschen einen Alpha-Hund an der Leine, der verrückt spielt 😉 Das hören wir leider immer wieder, wenn der Hund sich daneben benimmt – „er oder sie ist halt ein Alpha…….“

Also – ein Alpha hat nun wirklich sehr viel wichtiger Dinge zu tun als andere Hunde anzupöpeln, Fahrradfahrer anzugehen oder in die Leine zu rasen, wenn ein Motorrad um die Ecke biegt. Leider werden unsere Hunde, mit denen wir seit zig Jahren zusammenleben sehr häufig völlig falsch verstanden.

Ein neumoderner Alpha-Hund entpuppt sich häufig als Angsthund

 

Sieht man sich diese neumoderne Rasse „Alpha-Hund“ mal genauer an, entpuppen sich die meisten davon schnell als reiner Angsthund bzw. situationsbedingt als unsicherer Hund. Ausnahme: völlig normale Hunde mit unsicheren Haltern 😉

Wie bereits erwähnt, entsteht Angst und Unsicherheit leicht durch übermäßiges abschirmen gerade in der Welpen- und Prägephase. Dazu kommen Hunde aus dem Tierschutz, die keinen guten Start ins Leben hatten und durch negative Erfahrungen Ängste aufgebaut haben. Der Weg in die richtige Richtung ist jedoch bei beiden der selbe.

Ein Hund mit einem selbstbewußten Führer neigt selten dazu Ängste aufzubauen.

Ein Hund mit einem selbstbewußten Führer neigt selten dazu Ängste aufzubauen.

Worauf sollten Sie beim Umgang mit einem Angsthund achten?

 

 

Grundsätzlich auf nichts, außer:

  1. WICHTIG: der Hund muss so gesichert werden, dass er in einer überraschenden Stresssituation nicht weglaufen kann. Hunde, die in Panik „flüchten“ verlieren sehr schnell die Orientierung und achten in der Panik nicht auf anderweitige Gefahren.
  2. Wenn Sie einen Hundetrainer oder eine Hundetrainerin zu Rate ziehen, achten Sie bitte unbedingt darauf, dass diese den Hund „lesen“ können – also einen dominanten Hund von einem Angsthund unterscheiden können, sonst kann der ganze Aufwand in die völlig falsche Richtung gehen.

 

Sonst sollten Sie nichts tun, zumindest nicht mit dem Hund. Sie selbst sollten etwas Geduld haben und einfach cool bleiben. Ziehen Sie sich das dicke Fell an, das eigentlich ihrem Hund gehört 😉

Meiden Sie auf keinen Fall Situationen vor denen Ihr Hund Angst hat, sondern suchen Sie diese Situationen. Ihr Kind schicken Sie auch auf sein Zimmer um das zu lernen was es nicht kann oder? Zeigen Sie Ihrem Hund wie easy die Situationen sind, zeigen Sie ihm wie locker und entspannt sie sind – er wird es sich ganz alleine von Ihnen  abgucken. Ignorieren Sie sein Fehlverhalten, aber loben Sie ihn wenn er seine Sache gut macht.

Beobachten Sie sich selbst und nicht Ihren Hund – schon wird alles besser, weil er weniger Aufmerksam während seines Fehlverhaltens erhält und Sie haben die Kontrolle über sich selbst ob Sie gelassen genug sind. Grundsätzlich ist seine Angst ein Fehlverhalten, das nicht nötig und nicht erwünscht ist. Dass Ihnen Ihr Hund leid tut ist verständlich und „menschlich“ es bringt ihm jedoch in seiner Situation „hundisch“ nichts, wenn wir ihm unser Mitgefühl zeigen. Versteht Ihr Kind Mathe nicht und schreibt eine 6 – dann kann es einem auch leid tun oder? Sie werden es aber eher an den Schreibtisch zum Lernen schicken als es zu betütteln und zu bemitleiden.

Ursprünglich als Angstpanikerin übernpmmen - geblieben sind minimale Unsicherheiten.

Ursprünglich als Angstpanikerin übernpmmen – geblieben sind minimale Unsicherheiten.

Beispielsweise bei Gewitter-Angst – machen Sie einfach alles so wie sonst auch – oder beobachten Sie Ihren Hund normal auch ununterbrochen? Für den Hund bedeutet die ununterbrochene Beobachtung durch seinen Menschen, dass irgendwas ganz komisches vonstatten geht. Die Blitze und der Donner machen ihm schon Angst und dann starrt sein Mensch ihn noch ununterbrochen an – nun versetzen Sie sich in die Lage Ihres Hundes……wie fühlen Sie sich?

Mir sagte neulich mal ein Halter, er würde alles so machen wie immer. Ich ließ mir daraufhin genau schildern wie so ein Gewitter mit dem Hund abläuft. Dabei erfuhr ich, dass der Halter seinen Angsthund sogar zum Trinknapf führen musste da der arme Hund bei Blitz und Donner völlig das Trinken vergisst 😉 Ich fragte nach ob das ohne Gewitter auch so gehandhabt wird…..und woher wusste der Halter, dass der Hund seit Stunden nichts getrunken hatte?

Wie schon gesagt – beobachten Sie sich selbst, nicht Ihren Hund – und es wird mit einer Portion Geduld alles gut!

Auch Sammy kam als Angsthund ehemals aus Bulgarien.

Auch Sammy kam als Angsthund ehemals aus Bulgarien.

Für Fragen zum Thema Angsthund stehen wir natürlich, genau wie für alle anderen Fragen rund um den Hund, jederzeit gerne zur Verfügung.

Hund anschaffen – Was kostet eigentlich ein Hund?

Sie möchten sich gerne einen Hund anschaffen?

Dann sollten Sie sich im Vorfeld unter anderem über die zu erwartenden Kosten im Klaren sein. Gerade wenn Sie sich den ersten Hund anschaffen, sollten Sie einige wichtigen Dinge genau bedenken.

Wenn Sie einen Hund anschaffen möchten, bedenken Sie die anfallenden Kosten!

Wenn Sie einen Hund anschaffen möchten, bedenken Sie die anfallenden Kosten!

Auf einige Punkte sind wir bereits in unserem Artikel Hund anschaffen – was sollte man beachten“    eingegangen. Immer wieder müssen wir jedoch feststellen, dass der Punkt „Kosten“ irgendwie vergessen wird.

Einen Hund anschaffen – Unterschiede zwischen früher und heute

Früher war so gut wie alles anders, da war der Hund so etwas wie ein Nutztier – klingt hart, ist aber so und bei weitem nicht so hart wie es sich anhört. Der Hund hatte seine Aufgabe, wurde also zur Arbeit genutzt wodurch er ausgelastet war. Er lebte auf den Bauernhöfen, wurde mittels Schlachtabfällen, die ohnehin da waren, ernährt. Einen Tierarzt sah er selten, er war ja auch kaum krank und wenn, kam allenfalls ein Jäger um ihn zu erschießen. Eine Hundesteuer oder ähnliches kannte man damals nicht. Ein finanzieller Aufwand für den Hund war also kaum gegeben.

Früher hatten Hunde ihren "Arbeitsplatz" auf dem Bauernhof

Früher hatten Hunde ihren „Arbeitsplatz“ auf dem Bauernhof

Heute muss man einen Hund eher als „Luxus“ betrachten. Sorry, das Wort, aber einen Hund zu halten bedeutet in der heutigen Zeit einen nicht ganz unerheblichen finanziellen Aufwand. Es entstehen einerseits kalkulierbare Kosten, die da wären: Kauf- oder Anschaffungspreis, Hundesteuer, Hundehaftpflichtversicherung, Futterkosten, Pflegeaufwand, Hundeschule. Nicht kalkulierbare Kosten können durch eventuelle Krankheiten oder Verletzungen entstehen und erhebliche Löcher in die Haushaltskasse reißen.

Mit welchen Kaufpreisen müssen Sie rechnen wenn Sie sich einen Hund anschaffen möchten?

Ein echter Rassehund kann als Welpe beim Züchter je nach Rasse schnell mal um die 2.000 Euro kosten. Erwarten dürfen Sie dafür eine ausführliche Kaufberatung, Besichtigung der Zuchtstätte, Gesundheitsbescheinigung der Elterntiere und so einiges mehr. Von angeblich reinrassigen Zuchtwelpen zu Dumpingpreisen, oftmals aus dem Ostblock oder auch von dubiosen Züchtern aus dem Inland, sollten Sie die Finger lassen. Meist lassen Sie mehr als das „gesparte“ Geld schnell bei Tierärzten oder Tierkliniken. Von Verhaltensschäden mal ganz abgesehen. Das Internet ist voll von derartigen Erlebnisberichten. Kaufen Sie bitte auch nicht aus Mitleid! Mitleid ist eine gute Tugend, aber in diesem Fall bewirkt jeder eingenommene Euro noch mehr Tierleid und das sollten Sie nicht fördern, wenn Sie sich Ihren Hund anschaffen.

Für einen Hund aus dem Tierschutz bezahlen Sie meist je nach Alter des Hundes rund 100 bis 300 Euro. Die sogenannte „Schutzgebühr“ schützt niemanden, sondern soll es möglich machen einem nächsten Notfall wieder zu helfen und dient somit der guten Sache. Dass ein Hund aus dem Tierschutz so etwas wie ein „Überraschungsei“ sein kann, sollten Sie im Vorfeld einkalkulieren.

Bedenken Sie, wenn Sie sich einen Hund anschaffen, dass überzüchtete Rassen, Tiere aus Qualzuchten und Tiere sogenannter Moderassen meist mehr gesundheitliche Probleme mitbringen können als andere. Die Kosten für Tierarzt oder Tierheilpraxis liegen durchschnittlich erheblich höher als bei anderen Hunden.

Tiere, die von privaten Haltern verschenkt werden, sind meist „lästig“ geworden und sollen schnell weg. Dafür gibt es erfahrungsgemäß diverse Gründe, diese sollten Sie im Vorfeld so genau wie möglich abklären.

ungeliebt, nicht mehr gewollt -ins Tierheim oder einfach irgendwo angebunden.....

ungeliebt, nicht mehr gewollt -ins Tierheim oder einfach irgendwo angebunden…..

Vorher rechnen, erst dann den Hund anschaffen

Es stimmt uns immer sehr bedenklich, wenn wir in den Kleinanzeigenmärkten im Internet die Hundegesuche lesen: „suche Hund geschenkt, Geld für Futter ist da“. Ja, super – aber was ist wenn der Hund krank wird? Sich verletzt? Schon mal über Tierarztkosten, Kosten für Tierheilpraxis oder ähnliches nachgedacht? Kosten für eine Hundeschule?

[warning]Frage dazu: Könnten Sie damit umgehen, wenn Sie sich einen Hund angeschafft haben, ihn lieben gelernt haben, er verletzt sich schwer oder wird krank und sie können ihm nicht helfen, weil das Geld fehlt???????  Hoffentlich nicht![/warning]

 

Wie hoch die kalkulierbaren Kosten für den Hund liegen ist unter anderem davon abhängig wo Sie wohnen, denn die Hundesteuer ist eine Steuer, deren Höhe die jeweiligen Städte und Gemeinden festlegen. Der Aufwand pro Jahr kann zwischen 30 Euro und 200 Euro liegen. Bei sogenannten Kategoriehunden sogar bis zu 1000 Euro. Auch die Versicherungen stufen teilweise nach Rasse des Hundes ein und sind im Vorfeld zu erfragen. Die Futter- und Pflegekosten können je nach Größe des Hundes und nach Pflegeaufwand vorab kalkuliert werden. Um sich bezüglich Tierarzt- oder Tierheilpraxiskosten etwas abzusichern, kann inzwischen eine Tierkrankenversicherung oder eine OP-Versicherung abgeschlossen werden. Achten Sie jedoch genau auf die Versicherungsbedingungen um später keine üble Überraschung erleben zu müssen.

Denken Sie an die Verantwortung, die Sie übernehmen, wenn Sie einen Hund anschaffen.

Denken Sie an die Verantwortung, die Sie übernehmen, wenn Sie einen Hund anschaffen.

Ich selbst weiß wovon ich spreche, denn als im letzten Sommer für eine meiner Hündinnen (Nelly) die Diagnose „hochgradige Spondylose, HD und Arthrose im Ellbogen“ gestellt wurde, rollte so einiges auf mich als Halterin zu. Heute bin ich glücklich, dass meine Maus wieder glücklich und ausgelassen über die Wiesen toben kann……..die Kosten lösten eine mittlere finanzielle Katastrophe aus, aber ich bin zusammen mit ihr und den anderen Wuffels glücklich!

Die Geschichte von Nelly „ein Hundeleben mit HD, Spondylose und Arthrose“ werden Sie in Kürze hier lesen….

Für Fragen stehen wir, das Team der Pfoten-Hotline, jederzeit gerne zur Verfügung!

Hund aus dem Tierschutz oder lieber ein Welpe?

Sie tragen sich mit dem Gedanken einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren

Die nötige Zeit ist vorhanden, die Tierliebe auch sowie alle anderen Voraussetzungen, die grundsätzlich dazu gehören. Einige Bekannte und Freunde warnen Sie jedoch davor ein Tier aus dem Tierschutz zu übernehmen und nennen Ihnen Argumente, die für den Kauf eines Hundewelpen sprechen.

2 Hunde aus dem Tierschutz

ein Hund aus dem Tierschutz bringt ein Stück Vorleben mit, das sollte man immer bedenken

Ein Hund aus dem Tierschutz – was sollten Sie bedenken?

Grundsätzlich ist es eine sehr soziale und schöne Sache einem Hund aus dem Tierschutz eine neue Chance zu geben. Viel zu viele Hunde sitzen heutzutage ohne eigene Familie, ohne gesicherte Zukunft und ohne artgerechtes Umfeld in irgendwelchen Zwingern oder Tierheimen. Natürlich gibt man sich in vielen dieser Einrichtungen alle erdenkliche Mühe, den Tieren gerecht zu werden. Jedoch ist dies aufgrund der Anzahl der Tiere und teilweise fehlenden Fachkompetenzen kaum möglich.

 Da diese Hunde häufig aus unbekannten Verhältnissen stammen, kann man Ihren Charakter nur schwer einschätzen und erkennen. Befinden sie sich beispielsweise in einem Tierheimzwinger, können und werden sie kaum ihren wahren Charakter zeigen können, den sie in einem „freien Leben“ an den Tag legen werden. Diverse Reize entstehen in einem Zwinger nicht, mit denen sie gegebenenfalls später tagtäglich konfrontiert werden. All diese Tiere haben ein Vorleben, das sie geprägt hat, was natürlich nicht negativ sein muss aber sein kann.

Erfahrung und Fingerspitzengefühl – ein muss wenn man einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren möchte

 Ein wundervolles Erlebnis für jeden wahren Tierfreund ist es, später zu sehen wie toll der Hund sich entwickelt, wenn alles klappt. Ein niederschmetterndes Erlebnis entsteht jedoch für den Menschen und noch mehr für den Hund, wenn das Vorhaben nicht klappt, der Hund zurück ins Tierheim muss oder wenn es gar zu einem Beißvorfall kommt.

groß und schwarz - na und?

groß und schwarz – na und?

Einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren möchte sehr gut überlegt sein

Sie sollten sich im Vorfeld einige Fragen stellen, bevor Sie sich entschließen einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren:

  • Bin ich bereit mit dem Hund zusammen eine Eingewöhnungszeit, die mit einigen Schwierigkeiten verbunden sein kann durchzustehen?
  • Kann ich akzeptieren, dass der Hund gegebenenfalls mehrere Wochen benötigt um sich in seinem neuen Heim mit allen Anforderungen und Einflüssen einzufinden?
  • Bin ich bereit dem Hund mit Kompetenz und Liebe alles zu zeigen, was im neuen Zuhause auf ihn zu kommen wird?
  • Habe ich genügend Zeit, Geduld und Wissen um mit eventuellem Fehlverhalten des Hundes umzugehen? Kann ich bei Bedarf auf Hilfe zurückgreifen, wenn ich mich überfordert fühle?
  • Kann ich mich zusammen mit dem Hund über noch so kleine Fortschritte freuen und ihn genau wie mich dadurch motivieren weitere Schritte zu gehen?
  • Traue ich mir zu einem Hund, den ich zum erten Mal sehe einzuschätzen? Oder habe ich alternativ eine Person, die mich bei der Auswahl des Hundes begleitet und das nötige Fachwissen besitzt?

Dies sind einige wichtige Punkte, über die Sie sich im Vorfeld Gedanken machen sollten. Schließlich wünschen Sie sich, genau wie der Hund, einen Partner dem Sie nach der Eingewöhnungszeit vertrauen können und auf den Sie stolz sein können. So ähnlich denkt auch der Hund….nur eben auf seine Art.

ein Hund aus dem Tierschutz benötigt oft viel Einfühlungsvermögen und Geduld

….das macht Spaß 😉

Sollten kleine Kinder in Ihrem Haushalt leben, sollten Sie noch vorsichtiger mit dem Thema „Hund aus dem Tierschutz“ umgehen. In diesem fall sollte gezielt ein Hund gesucht werden, der nachweislich unauffällig in einer Familie mit Kindern gelebt hat. Sollte die Herkunft und das Vorleben des Hundes unbekannt sein – Finger weg! Natürlich kann auch diese Konstellation gut gehen, jedoch muss klar sein, dass ein Risiko für die Kinder vorhanden ist.In diesem Falle könnte die Anschaffung eines Welpen die problemlosere Variante darstellen.

Sie haben Fragen zum Thema „Hund aus dem Tierschutz„? Wir beraten Sie gerne und stehen mit Rat und Tat zur Seite „Die Pfoten-Hotline