Auch Hunde können krank werden

Nicht nur wir Menschen werden krank und fühlen uns mal unwohl, haben uns Bein vertreten, den Magen verdorben, bekommen mit zunehmendem Alter Arthrose, Verdauungsprobleme, Allergien oder gar Krebs.

Nelly nach TA

Bei unseren Hunden ist es immer sehr schwer Krankheiten möglichst frühzeitig festzustellen, da sie uns nicht sagen können wo es zwickt und zwackt. Auch sind Hunde von Natur aus „hart im Nehmen“, denn die Natur hat vorgesehen, dass sie so lange es irgendwie geht „einsatzfähig“ bleiben.  Ein Hund wird nie, wie wir Menschen jammern oder mit seiner Krankheit hadern – er wird immer das Beste daraus machen.

Nun zeigt unser Hund, dass er sich mies fühlt, hat Fieber oder humpelt stark. Was nun? In den meisten Fällen heißt es dann „ab zum Tierarzt“. Natürlich kann man kleinere Blessuren, wie einen leicht angerissenen Pfotenballen oder eine Schramme, die öfter mal beim Hund vorkommen, selbst mit Hausmittelchen behandeln, aber wenn unklar ist, was dem Tier fehlt, sollte man dies abklären lassen.

Häufig geht genau hier das große Problem los. Das erste Problem stellen die Finanzen dar, denn Tierärzte wollen in den allermeisten Fällen Bargeld und das sofort beim Besuch der Praxis. Häufig wrird dann erstmal eine Standard-Behandlung angesetzt ohne das Tier genauer zu untersuchen. Die Antibiotika-Spritze, das Entwurmungsmittel und ein Schmerzmittel liegen vermutlich schon für jeden Patienten bereit. Wird das Ganze in den nächsten Tagen nicht besser, sollte man einfach wiederkommen. In den meisten Fällen erstellt der Tierarzt keinerlei Diagnose „nichts schlimmes, machen Sie sich keine Sorgen, warten wir mal ab“ – so die Worte um den Hundehalter zu beruhigen. Begründet wird dieses Vorgehen meist damit, dass man für den Hundehalter Geld sparen möchte.  Doch eine Behandlung ins Blaue hinein hilft nicht, wenn es sich um eine ernstere Erkrankung handelt. Ergo:  Geld wurde nur vom Tierarzt gespart, da nun weitere Besuche folgen müssen.

Brutos

Ich erinnere mich an einen Hund, der mit einer angehenden Niereninsuffienz einfach mal kurz eine Entwurmung reingeschoben bekam. Da der Hund nicht fressen wollte und abgemagert war, wurde entschieden, dass er Würmer haben müßte. Letztendlich hat er das nicht überlebt. Eine Diagnose wurde natürlich im Vorfeld nicht erstellt. Traurig!

Wohl dem, der einen wirklich guten Tierarzt hat, der verantwortungsbewußt und kompetent seiner Arbeit nachgeht und diese nicht nur als „irgendeinen Job“ sieht. Als Hundehalter sollte man sich bewußt sein, dass man keinen „Gott in weiss“ vor sich hat sondern einen Dienstleister, den man teuer bezahlt. Man sollte dementsprechend Ansprüche an seinen Tierarzt stellen.

Diesbezüglich hat die österreichische Tierärztin Dr. med. vet. Jutta Ziegler ein sehr gutes Buch geschrieben, welches eigentlich jeder Hunde- und Katzenhalter unbedingt lesen sollte. Hier werden Problematiken aufgezeigt, an die man beim Tierarztbesuch nicht immer denkt, die aber für die Gesundheit unserer Tiere sehr wichtig sind.

Ein echtes „must have“ für Hundehalter:

Schwarzbuch Tierarzt

Ein weiterer Artikel zum Thema „Tierarzt“ mit Beispielen auf den Folgeseiten:

Problem Tierarzt

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