Notfall – wo ist der Tierschutz?

Heute möchte ich auf eine Sache eingehen, die mich seit einiger Zeit sehr beschäftigt, da ich immer häufiger damit konfrontiert werde:

Wo ist der Tierschutz wenn ein Notfall eintritt?

Leider gibt es Situationen im Leben, die nicht vorhersehbar oder planbar sind und alles von heute auf morgen grundlegend verändern können. Ich möchte hier als Beispiel Krankheit, Tod, familiäre Veränderungen mit finanzieller Notsituation nennen. Sicherlich gibt es auch noch andere Dinge, die nicht planbar sind und nicht unbedingt beeinflussbar sind.

Früher waren die örtlichen Tierheime gefragt, wenn ein solcher Notfall eintrat und die Mitarbeiter/-innen haben sich erstens um eine Vermittlung der Tiere mit gekümmert und wenn es nicht mehr anders ging, die Tiere aufgenommen. Natürlich sollte diese Option nur dann genutzt werden, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht.

Immer häufiger wenden sich verzweifelte Menschen an die Pfoten-Hotline, da sie sich keinen Rat mehr wissen, da die Tierheime solche Notfälle nicht aufnehmen. Wo ist der Tierschutz, in diesen Fällen? Schwer vermittelbare Hunde (wegen Größe, Rasse, Alter) werden kategorisch abgewiesen – keinen Platz, nicht zuständig, kein Geld für weitere Aufnahmen……. und und und kommt als Antwort. Wie gesagt, ich spreche hier ECHTE Notfälle an.

Notfall? – was nun?

Natürlich sollte man differenzieren, damit man Abgaben nicht fördert und Wegwerfeinstellungen nicht unterstützt, alles klar aber…..wo bleibt am Ende das Tier?

Wo bleibt der Schutz der Tiere bei solchen Notfällen?

Ein Platz auf dem Balkon von Angehörigen, wenn der Besitzer verstirbt und das Haus verkauft werden muss aus finanziellen Gründen? Was soll er fressen, wenn Herrchen durch Scheidung und Arbeitsverlust selbst auf der Straße landet? Frauchen zum Pflegefall wird …..Und und und…… wo ist der Tierschutz, wenn solche Tiere Hilfe brauchen?

Teilweise waren zig Telefonate und echte Kämpfe notwendig um für die Tiere eine Lösung zu finden, sofern überhaupt eine gefunden werden konnte. Selbst wenn man den Tierheimen Vermittlungshilfe angeboten hat, erfolgte keine Annäherung. Musste das Tierheim oder der Tierschutzverein auf Umwegen das Tier doch aufnehmen, hatte man keinerlei Interesse an einer Vermittlungshilfe …. dies wurde kategorisch abgelehnt. Muss man das verstehen?

Natürlich betrifft das nicht alle Tierschutzvereine oder Tierheime, …. ich habe jedoch das Gefühl, es werden immer mehr, denn ich werde immer häufiger mit solchen Fällen aus ganz Deutschland konfrontiert. In einigen Fällen war definitiv kein rankommen an den Tierschutz bzw. die Tierheime.

Wo ist der Tierschutz im Notfall?

Das Ergebnis ist traurig: die verzweifelten Menschen geben die Tiere vorschnell an „irgendwelche“ Menschen ohne nachzusehen wo die Tiere landen, meist noch geschenkt, weil sie das Beste für die Tiere wollen und in diesem Moment nicht über die eventuellen Konsequenzen nachdenken. Nicht nur einmal habe ich von diesen Haltern hören müssen: „da dann kann ich mein Tier nur noch aussetzen und hoffen dass es gefunden wird“….. – das geht gar nicht, aber was, wenn man keine Alternative anbieten kann, da kein Tierschutz und kein Tierheim das Tier aufnimmt?. Schon gar nicht wenn es sich um einen größeren oder älteren Hund handelt? Auch Abgabegebühren wurden angeboten, wo es möglich war, jedoch führten auch diese Angebote zu keiner positiven Lösung.

Nun wundern wir uns über immer mehr ausgesetzte Tiere? Natürlich gibt es immer herzlose Tierhalter, die ihre Tiere einfach mal so entsorgen, jedoch sehe ich inzwischen auch die provozierten Fälle. Situationen in denen die Halter keinen Ausweg mehr sehen und da frage ich mich – wo bleibt der Tierschutz?

Geht es beim Tierschutz nicht darum Tiere im Notfall zu schützen? Oder geht es darum den Haltern, die meist ohnehin schon psychisch unter Druck stehen noch eins drauf zu geben?

Tierschutz sollte Tieren Schutz bieten, die in Not geraten sind – unabhängig von Größe, Rasse, Alter und Herkunft.

Tierschutz für Tiere, die in Not geraten sind oder wozu?

Wie bereits erwähnt, ich rede hier nicht über Fälle, in denen die Halter aus einer Laune heraus ein Tier kaufen, es wieder los werden wollen um sich ein anderes anzuschaffen – wobei auch hier die Tiere nichts dafür können und „beschützt“ werden müssten. Bei diesen Fällen denke ich persönlich an hohe Kosten/Bußgelder für die Halter um diese Aktionen so unattraktiv wie möglich zu machen und um gleichzeitig den Tierschutz finanziell zu unterstützen.

Die geschilderte Entwicklung und die steigende Zahl der ausgesetzten und misshandelten Tiere macht mir irgendwie Angst……….wo ist der Tierschutz und wohin soll das Ganze führen?

Advertisements

Notfall mitten in Deutschland

An alle Hundefreunde – ein dringender Notfall bittet um Ihre Aufmerksamkeit!!

Wir haben leider einen schlimmen Fall hier über die Pfoten-Hotline …….. es geht eigentlich um eine Bekannte, die ich schon einige Jahre als sehr engagierte Tierschützerin kenne.

Sie flehte mich an für ihre beiden Tierschutzhunde bitte einen schönen neuen Platz zu suchen…

Sie hatte damals meinem spanischen Pflegehund unter die Pfoten gegriffen, als dieser an der Hüfte und am Knie wegen eines Kreuzbandrisses operiert werden mußte. Sie selbst hat 2 kranke Hunde aus dem Tierschutz im laufe der Jahre übernommen und ihnen ein wundervolles Zuhause geboten – doch dies steht jetzt auf der Kippe!

Leider kann ich im Moment selbst nicht helfen, da meine beiden Schwarzen vor Kurzem ihre Goldakupunktur bekommen haben und Nelly weiter therapiert wird wegen ihrer schlimmen Knochen und Gelenke. Gerne würde ich in diesem Fall helfen, wenn ich es nur könnte.

Vielleicht kann ich auf diesem Weg helfen, denn ich fühle mich selbst sehr schlecht, da mein Pflegi von ihr Hilfe erhalten hat und ich kann jetzt so gut wie nichts tun…

Boy war damals unser absoluter Notfall-Hund

Boy war damals unser absoluter Notfall-Hund

Was ist passiert? Wie kam es zu dem Notfall?

Zuerst hat sie unverschuldet die Arbeit verloren im letzten Spätsommer, sie mußte von ALG leben und hat sich krumm gemacht um eine neue Arbeit zu finden, denn von ALG war es nur vorübergehend möglich die Miete, das Auto und den Unterhalt für die beiden Hunde zu berappen. Da die Wohnung zu teuer ist, bekam sie über ALG nur einen Bruchteil der Kosten und so bauten sich im Dezember und Januar die ersten Mietschulden auf. Den Vermieter konnte sie aber vertrösten, da sie über die ganzen Jahre hinweg immmer eine zuverlässige Mieterin war und sie für Februar endlich neue Arbeit gefunden hatte.

2 Tage bevor sie hätte anfangen sollen, knallte ihr ein Betrunkener Autofahrer ins Auto und alle Hoffnung war dahin. Schnell erfuhr sie von der Polizei, dass das Fahrzeug des Unfallverursachers nicht mehr versichert war und dort nichts zu holen sei. Das wars dann wohl.

Knapp 30 km zur neuen Arbeitsstelle sind im ländlichen Bereich nicht ohne Auto zu bewältigen. Der neue Chef hat sogar noch Kulanz gezeigt und hat mit ihr zusammen den Vertrag auf den 1.03. als Arbeitsbeginn abgeändert, aber es nutzt nichts. Sie ist 58 Jahre alt, derzeit ohne Arbeit und alleinstehend, keine Bank der welt gibt ihr einen Kredit um ein relativ altes Auto zu reparieren (geschätzte Kosten für die Reparatur liegen bei  1.000 bis 1200 Euro/Angebote liegen vor ). Dass das Fahrzeug bis zum Unfall sehr gut gepflegt wurde und wenig Kilometer hat, interessiert niemanden.

Fakt ist:

Ohne Auto keine Arbeit, ohne Arbeit fliegt sie aus der Wohnung und kann auch die Hunde nicht mehr versorgen. In Sachsen steht ihr als Einzelperson eine 40 qm Wohnung zu, das ist mit 2 relativ großen Hunden nicht realisierbar, sofern überhaupt auf die Schnelle eine Wohnung mit Hundehaltungserlaubnis zu finden wäre.

Die Hunde nimmt kein Tierheim auf, da einer zumindest zu alt ist und weder die Hunde, noch die Bekannte würde die Trennung verkraften, da bin ich absolut sicher.

Menno, wenn ich könnte, ich würd ihr so gerne helfen, aber vor Jahresende gehen bei mir auch maximal ein paar Euro und das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

Er und sein Dobi- Kumpel sollte nicht zum Notfall werden...

Er und sein Dobi- Kumpel sollte nicht zum Notfall werden…

Frage an Euch – macht Ihr mit und helft mit 1 oder 2 Euro? Wenn das alle machen, machen wir 2 Hunde und einen Mensch in Deutschland glücklich. Natürlich gibt es überall jede Menge Leid, aber das gibt es leider auch gleich vor der Haustüre…

Sie sagte mir ausdrücklich, sie will auf keinen Fall was geschenkt haben, wenn dann möchte sie alles am Jahresende zurückbezahlen …

Ich bitte Euch alle, überlegt bitte ob Ihr eine Idee habt – bitte per PN/e-Mail an mich!!!!

Wer einfach so helfen möchte, findet einen PayPal-Spendenbutton rechts auf unserer Seite (Pfoten-Hotline.de) Bitte angeben „Spende Gerdi P.“ und Eure Mail-Adresse, damit sie die Rückzahlung am Jahresende vornehmen kann.

Danke für Eure Aufmerksamkeit und evtl. für Eure Hilfe!

Guten Morgen!

Ich habe nun die Aufgabe, die Aktion zu stoppen!

Erfolg 0, außer den 10 Euro von mir, war kein Mensch bereit, auch nur einen Cent beizusteuern.

Trauriges Ergebnis: das kleine Häuschen ist bis Ende nächster Woche zu beräumen, der Job ist weg und die Hunde sollen nicht an gebrochenem Herzen sterben müssen. Ich kann die Entscheidung verstehen. Schwierige Hunde in dem Alter, der Größe und der Rassen sind nicht vermittelbar und würden irgendwo in einem Tierheimzwinger (wobei diese sie nicht als Abgabetiere aufnehmen) qualvoll enden.

Sorry, ich habe einen dicken Kloß im Hals und werde einige Zeit benötigen….

Danke an Alle, die geteilt haben………bis bald mal wieder hier an dieser Stelle.