Problemhund – was ist das eigentlich?

Immer häufiger hört man von einem sogenannten Problemhund, auch bieten diverse Hundeschulen spezielle Kurse für Problemhunde an.

Aber was ist denn eigentlich ein Problemhund? Hat der Hund ein Problem? Haben seine Halter ein Problem? Hat er ein gesundheitliches Problem? Ein Verständnisproblem? Ein Verhaltensproblem?

Zusammenleben mit Spaß und Freude für Hund und Mensch

Zusammenleben mit Spaß und Freude für Hund und Mensch

Meist sind die Hunde wohl gemeint, die ein unerwünschtes Verhalten in einer gewissen Situation oder auch in mehreren Situationen zeigen. Unerwünschtes Verhalten kann mehrere Gründe haben jedoch hat es in den seltensten Fällen ein Problem des Hundes im Hintergrund.

Die häufigsten Gründe für Fehlverhalten sind Defizite und/oder Fehler in der Prägephase des Hundes, Umwelteinflüsse, falsches Vermitteln des erwünschten Verhaltens, nicht artgerechte Korrekturen und dadurch entstehende Verknüpfungsfehler. Weitere Quellen für Fehlverhalten sind fehlende Konsequenz sowie Über- oder Unterforderung des Hundes.

Vieles lernt der Hund sehr leicht im Spiel.

Vieles lernt der Hund sehr leicht im Spiel.

Häufig spielen auch komplette Fehleinschätzungen mit. Solange der Hund noch ein süßer kleiner Welpe ist, darf er alles, wird verhätschelt und vergöttert. Damit wird ihm indirekt und ungewollt beigebracht, dass er das Wichtigste auf der Welt ist. Später dann soll er sich in der Familie „unterordnen“ das jedoch hat er nie gelernt. Dadurch kommt es häufig zu Konfrontationen in denen der Hund klären möchte wo denn nun wirklich sein Rang im „Rudel“ ist.

Dies ist grundsätzlich kein Fehlverhalten sondern eine ganz normale hundische Verhaltensweise, die im Vorfeld provoziert wurde. Hätte schon der Welpe oder Junghund klar gelernt wo er steht, müsste er dies nicht prüfen. Es ist sicher nicht von ungefähr, dass gerade Hunde im Alter von 1 bis 2 Jahren überdurchschnittlich häufig in Tierheimen landen.

Stimmt die Beziehung zwischen Mensch und hund, machen Spaziergänge soooo viel Spaß

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Doch das muss nicht sein. Durch gezieltes Training wird fast jeder Problemhund ein netter und liebenswerter Begleiter. Auch hier gehört natürlich der Wille des Halters, Konsequenz und ein gezielter Trainingsplan dazu. Aber es lohnt sich immer und in jedem Fall, denn ein entspanntes und harmonisches Miteinander soll das erreichbare Ziel sein.

 

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