Nothunde und was nun? Hilfe für Nothunde gesucht!

Aus gegebenem Anlass ist das Vorhaben gestorben – wir überlassen das dann mal den Leuten, die nicht nur den Platz sondern auch genügend Geld haben und halten den entsprechenden Hunden alle Daumen! 

Haben wir in Deutschland immer mehr Nothunde?

Ich hatte bereits in einem vorangegangenen Artikel „Notfall – wo ist der Tierschutz“ geschildert, dass immer mehr Notrufe auf der Hotline ankommen mit der Suche nach Hilfe für Nothunde.

Immer mehr Tierheime und Tierschutzorganisationen lehnen die Aufnahme von Hunden bestimmter Rassen, Größen etc. kategorisch ab. Häufig kommen Verhaltensproblematiken dazu und damit gibt es für diese Tiere praktisch keine Möglichkeiten oder Chancen mehr. Sicherlich ist das Vorgehen wirtschaftlich nachvollziehbar, da solche Tiere schwer bis gar nicht mehr vermittelbar sind. Andererseits steht der Begriff „Tierschutz“ im Raum, der grundsätzlich für den „Schutz der Tiere“ stehen sollte.

Ich stehe zu meiner Meinung: fast ja FAST immer gibt es eine Möglichkeit bereits im Vorfeld eine Abgabe zu verhindern und eine Chance das zugrunde liegende Problem zu lösen. Aus diesem Grund hatte ich die Pfoten-Hotline ins Leben gerufen, denn die Strafe trifft leider immer das Tier, das am allerwenigsten für die jeweilige Situation kann.

Mehr dazu nochmal auf der Seite „Warum und wozu

Was kann man tun, wenn es so gar keine Chance für solche Nothunde gibt?

Kann Aggression nachgewiesen werden, ist es heutzutage relativ einfach das Tier einschläfern zu lassen – leider! Größe alleine reicht nicht, dementsprechend werden solche Tiere meist vollkommen unüberlegt weitergereicht, was irgendwann Aggressionen zur Folge hat und wir sind wieder bei Punkt 1 – noch mehr leider!!! Die Spirale dreht sich…..

Sicher redet man immer über den sogenannten „Tropfen auf dem heissen Stein“  aber wenn die Tropfen mehr werden, kühlt vielleicht der Stein irgendwann ein klein wenig ab. Sicher kann man nie immer helfen, das wissen wir alle – aber für jedes einzelne Tier kann sich doch sehr viel ändern…..

Warum nun der ganze Text? Wir haben einen Plan aber wir benötigen Eure Unterstützung und zwar jede, die wir bekommen können – bitte seid so lieb, lest selbst und teilt, teilt, teilt, was das Zeug hält!!!! 

Pfoten-Hotline & Hilfe für Notpfoten

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Notfall – wo ist der Tierschutz?

Heute möchte ich auf eine Sache eingehen, die mich seit einiger Zeit sehr beschäftigt, da ich immer häufiger damit konfrontiert werde:

Wo ist der Tierschutz wenn ein Notfall eintritt?

Leider gibt es Situationen im Leben, die nicht vorhersehbar oder planbar sind und alles von heute auf morgen grundlegend verändern können. Ich möchte hier als Beispiel Krankheit, Tod, familiäre Veränderungen mit finanzieller Notsituation nennen. Sicherlich gibt es auch noch andere Dinge, die nicht planbar sind und nicht unbedingt beeinflussbar sind.

Früher waren die örtlichen Tierheime gefragt, wenn ein solcher Notfall eintrat und die Mitarbeiter/-innen haben sich erstens um eine Vermittlung der Tiere mit gekümmert und wenn es nicht mehr anders ging, die Tiere aufgenommen. Natürlich sollte diese Option nur dann genutzt werden, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht.

Immer häufiger wenden sich verzweifelte Menschen an die Pfoten-Hotline, da sie sich keinen Rat mehr wissen, da die Tierheime solche Notfälle nicht aufnehmen. Wo ist der Tierschutz, in diesen Fällen? Schwer vermittelbare Hunde (wegen Größe, Rasse, Alter) werden kategorisch abgewiesen – keinen Platz, nicht zuständig, kein Geld für weitere Aufnahmen……. und und und kommt als Antwort. Wie gesagt, ich spreche hier ECHTE Notfälle an.

Notfall? – was nun?

Natürlich sollte man differenzieren, damit man Abgaben nicht fördert und Wegwerfeinstellungen nicht unterstützt, alles klar aber…..wo bleibt am Ende das Tier?

Wo bleibt der Schutz der Tiere bei solchen Notfällen?

Ein Platz auf dem Balkon von Angehörigen, wenn der Besitzer verstirbt und das Haus verkauft werden muss aus finanziellen Gründen? Was soll er fressen, wenn Herrchen durch Scheidung und Arbeitsverlust selbst auf der Straße landet? Frauchen zum Pflegefall wird …..Und und und…… wo ist der Tierschutz, wenn solche Tiere Hilfe brauchen?

Teilweise waren zig Telefonate und echte Kämpfe notwendig um für die Tiere eine Lösung zu finden, sofern überhaupt eine gefunden werden konnte. Selbst wenn man den Tierheimen Vermittlungshilfe angeboten hat, erfolgte keine Annäherung. Musste das Tierheim oder der Tierschutzverein auf Umwegen das Tier doch aufnehmen, hatte man keinerlei Interesse an einer Vermittlungshilfe …. dies wurde kategorisch abgelehnt. Muss man das verstehen?

Natürlich betrifft das nicht alle Tierschutzvereine oder Tierheime, …. ich habe jedoch das Gefühl, es werden immer mehr, denn ich werde immer häufiger mit solchen Fällen aus ganz Deutschland konfrontiert. In einigen Fällen war definitiv kein rankommen an den Tierschutz bzw. die Tierheime.

Wo ist der Tierschutz im Notfall?

Das Ergebnis ist traurig: die verzweifelten Menschen geben die Tiere vorschnell an „irgendwelche“ Menschen ohne nachzusehen wo die Tiere landen, meist noch geschenkt, weil sie das Beste für die Tiere wollen und in diesem Moment nicht über die eventuellen Konsequenzen nachdenken. Nicht nur einmal habe ich von diesen Haltern hören müssen: „da dann kann ich mein Tier nur noch aussetzen und hoffen dass es gefunden wird“….. – das geht gar nicht, aber was, wenn man keine Alternative anbieten kann, da kein Tierschutz und kein Tierheim das Tier aufnimmt?. Schon gar nicht wenn es sich um einen größeren oder älteren Hund handelt? Auch Abgabegebühren wurden angeboten, wo es möglich war, jedoch führten auch diese Angebote zu keiner positiven Lösung.

Nun wundern wir uns über immer mehr ausgesetzte Tiere? Natürlich gibt es immer herzlose Tierhalter, die ihre Tiere einfach mal so entsorgen, jedoch sehe ich inzwischen auch die provozierten Fälle. Situationen in denen die Halter keinen Ausweg mehr sehen und da frage ich mich – wo bleibt der Tierschutz?

Geht es beim Tierschutz nicht darum Tiere im Notfall zu schützen? Oder geht es darum den Haltern, die meist ohnehin schon psychisch unter Druck stehen noch eins drauf zu geben?

Tierschutz sollte Tieren Schutz bieten, die in Not geraten sind – unabhängig von Größe, Rasse, Alter und Herkunft.

Tierschutz für Tiere, die in Not geraten sind oder wozu?

Wie bereits erwähnt, ich rede hier nicht über Fälle, in denen die Halter aus einer Laune heraus ein Tier kaufen, es wieder los werden wollen um sich ein anderes anzuschaffen – wobei auch hier die Tiere nichts dafür können und „beschützt“ werden müssten. Bei diesen Fällen denke ich persönlich an hohe Kosten/Bußgelder für die Halter um diese Aktionen so unattraktiv wie möglich zu machen und um gleichzeitig den Tierschutz finanziell zu unterstützen.

Die geschilderte Entwicklung und die steigende Zahl der ausgesetzten und misshandelten Tiere macht mir irgendwie Angst……….wo ist der Tierschutz und wohin soll das Ganze führen?

Tierschutz – nicht alles Gold was glänzt

Nicht überall ist Tierschutz drin wo es drauf steht

Der Außenstehende bekommt meist nicht viel mit von dem was im “Tierschutz” abgeht. Das Tierheim des Landkreises ist den meisten Menschen bekannt, aber das ist nur ein kleiner Teil der Tierschutzszene (wenn ich das mal so nennen darf).

Kaum einer, der nicht zumindest ein klein wenig in der Materie Tierschutz involviert ist, ahnt wie groß die Not der Tiere allein in Deutschland ist. Dazu kommen noch unzählige Länder um deren Tiere sich Deutsche Tierschützer und Tierschützerinnen ebenfalls kümmern. Mit den Ländern Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Portugal, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Malta, Frankreich, Belgien, Polen, Russland, Tunesien seien nur die nahegelegnen und augenscheinlich wichtigsten Länder genannt.

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird :-(

Schade, dass in unserer Geseellschaft Tierschutz überhaupt benötigt wird 😦

Hut ab vor jedem ehrlichen aktiven Tierschützer, der oder die seine freie Zeit für die Tiere opfert, oftmals die letzten Euros in Futter, Tierarztkosten oder sonstige nötige Dinge für die Tiere steckt.

Leider sind nicht alle Aktionen von Tierschützern wirklich hilfreich für die Tiere. Falsch verstandene Tierliebe, Profit schlagen aus der Not der Tiere, Grenzen des machbaren überschreiten, Inkompetenz im Umgang und nicht zuletzt ein Ausarten in den Bereich Animal Hording, sind leider keine Seltenheit.

Warum ist guter Tierschutz so schwierig?

Eine gute und berechtigte Frage. Grundsätzlich sollte man denken, Menschen die dasselbe Ziel verfolgen halten zusammen und sind gemeinsam stark – weit gefehlt!! Mir fällt immer häufiger auf, daß viele Menschen, die sich im Tierschutz einen Namen machen oder machen wollen, in erster Linie mit dem eigenen Leben nicht klar kommen. Persönlichkeitsdefizite scheint man hier überspielen zu wollen.

Im ersten Moment sieht oft alles sehr positiv aus. Aufopfernd sind diese Menschen zur Stelle, wenn es irgendwo brennt. Vollumfängliche Hilfsbereitschaft wird an den Tag gelegt. Man neigt dazu diese Menschen zu bewundern und genau das ist es was sie suchen und brauchen. Anerkennung – teilweise um jeden Preis. Mit “um jeden Preis” meine ich zu Lasten der Tiere um die es eigentlich gehen sollte.

Falcon - ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Falcon – ehemaliger Kettenhund aus Frankreich

Noch relativ harmlos sind die reinen Schreibtischtäter, die alles und jeden anprangern, im Kämmerchen am PC sitzen, ganz toll Mails schreiben und weiterleiten können und sich für überwichtig halten. Schaden machen diese Menschen relativ wenig, außer dass sie die wirklich aktiven Tierschützer von der Arbeit abhalten und einfach nur alles besser wissen.

Über Tierschützer, die entdeckt haben, daß man gerade unter diesem Deckmantel Geld machen kann, möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, denn dieses Thema würde den Rahmen sprengen. Natürlich muß Geld eingenommen werden um wiederum Tieren zu helfen. Die Relationen sollten passen und die Verwendung der Geld klar ersichtlich sein.

Noch schwieriger wird es mit den Tierschützern, die ein überspanntes Mutter(oder auch Vater)-Syndrom an den Tag legen. “Gerettete” Tiere werden verhätschelt, wie Säuglinge behandelt und dabei wird gänzlich vergessen, daß auch eine Katze und ein Hund ein Tier ist. Vollkommene Vermenschlichung der Tiere ist die Folge, die im Schlimmsten Fall schnell die Herrschaft über die Hausgemeinschaft übernehmen. Auch das ist meist noch mit harmlosen Folgen für die Tiere verbunden, außer daß sie häufig gänzlich falsch ernährt, dick und rund gemästet werden und dadurch gesundheitliche Einbußen erleiden. Eine artgerechte Haltung, die schon das Gesetz vorsieht, ist häufig in keinster Weise gegeben.

Ein Opfer des Tierschutzes - er konnte nichts für seine Vergangenheit....

Ein Opfer des Tierschutzes – er konnte nichts für seine Vergangenheit….

Richtig schlimm wird es, wenn die ganze Sache in eine Sammelleidenschaft ausartet. Zu Anfang steht meist ein “nicht nein sagen können”. Helfen um jeden Preis, auch wenn es in der Folge kein wirkliches Helfen ist, sondern in der Verwahrlosung und Tierquälerei endet. Leider häufen sich solche Fälle immer mehr. Es existiert bereits ein spezieller Begriff für diese “Krankheit”Animal Hording.

Ich persönlich vermisse viel zu oft den Einsatz für jedes einzelne gerettete Tier, es gleichzeitig wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Entweder ich rette es mit allen Konsequenzen oder ich muß eingestehen, daß ich damit überfordert bin und suche fachkompetente Hilfe. Was hat das Tier von einer Übernahme, wenn sein Leben danach noch weniger artgerecht abläuft wie vorher? Was, wenn es bei total überforderten neuen Haltern landet, die es über kurz oder lang wieder in den Tierschutz geben, da sie nicht klar kommen und im nachhinein nirgends kompetente Unterstützung finden?

Ein kleines aktuelles Beispiel finden Sie bei Petwatch unter Tierschutz – Ohne Wortekrass der letzte Absatz, der das Verhalten der verantwortlichen Tierschutzorganisation beschreibt.

Was hat das alles mit Tierschutz zu tun?

Müssen die Tiere für angekratzte Egos der Menschen gradestehen? In einem Deutschland, das grundsätzlich so fortschrittlich sein will?

Wieviele Tiere werden gerade von Tierschützern nicht artgerecht gehalten? Vegitieren irgendwo längst vergessen vor sich hin? Gerade diese “sogenannten” Tierschützer verstoßen tagtäglich gegen das Tierschutzgesetz “artgerechte Haltung” und keiner unternimmt etwas? Wo sind die Veterinär Ämter? Wer schützt die Tiere vor selbsternannten unkompetenten Tierschützern?

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Fast ähnlich schlimm finde ich Berichte, die mich über die Tierschutzverteiler erreichen, bezüglich speziellen Notfällen. Okay, ich bewundere jeden Menschen, der ein schwerbehindertes Tier aus dem Ausland adoptiert. Aber: z.B. für immer gelähmte Hunde, ohne jede Chance jemals wieder ein einigermaßen normales Hundeleben zu führen werden von Rußland, den Kanaren oder sonstwoher nach Deutschland transportiert………teilweise ohne jemals eine Chance zu haben vermittelt zu werden……ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ist das Tierschutz oder Tierquälerei? Hierzu hat sicherlich jeder seine ganz spezielle Meinung und das ist auch gut so – solange es nicht wirklich in Tiuerqälerei ausartet…..

Auch werden schlimme Angsthunde gewissenlos in Familien in deutsche Städte vermittelt. Ewig lange Fahrten, fremde Menschen, unbekannte Geräusche und die neuen Menschen werden häufig nicht einmal grundlegend informiert wie man mit solchen Hunden ungehen sollte. Wieviele Hunde, die in Panik abgehauen sind haben wir in diesem Jahr bereits? Fast jede Woche geht eine oder mehrere Suchmeldungen durch den Verteiler – manchmal mit Happy End, manchmal mit einem überfahrenen oder erschossenen Hund. Kann das Tierschutz sein? Wo sind hier die Tierschützer? Diese neuen Hundehalter MÜSSEN im Sinne und zum Schutz des Hundes betreut und begleitet werden!

Vielleicht sollte über das Thema “Tierschutz” mal richtig nachgedacht werden. Was ist wirklich Tierschutz und was nicht? Womit ist dem jeweiligen Tier oder den jeweiligen Tieren wirklich geholfen?

Sollten nicht auch Tierschützer laufend kontrolliert werden ob zumindest die Tierschutzgesetze beachtet werden? Fachkompetenz vorhanden ist? Nicht nur ob ein Freßnapf mit Futter gefüllt werden kann oder ein Schäferhund von einer Katze unterschieden werden kann? Ob man sich gebühren feiern lassen kann? Ob man sich gebührend als Retter ins Rampenlicht stellen kann. Die Inkompetenz unterstreichen unzählige verschwundene und getötete angeblich aggressive Hunde.

Tagtäglich gehen zig Spendenaufrufe für kranke und behinderte Hunde durch die Tierschutzverteiler (nichts dagegen) – auffallend, dass ich noch nie einen Spendenaufruf darunter war um Gelder für einen kompetenten Trainer oder eine kompetente Trainerin für einen verhaltensauffälligen Hund zu sammeln.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier - auch durch Tierschützer.

Nicht selten bedeutet beigebrachte Aggression den Tod für das Tier – auch durch Tierschützer.

In Gedenken an die beiden Dobis Xito und Tobi  – die hoffentlich nicht nur mich immer wieder an die Schattenseiten des Tierschutzes erinnern werden……..

Es wäre ganz falsch nun zu sagen „ich spende nichts mehr“ oder „ich nehme keinen Hund mehr aus dem Tierschutz„, denn gerade die verwaisten Hunde benötigen dringend Hilfe. Aber achten Sie darauf wen Sie unterstützen bzw. von welchem Tierschutzverein Sie ein Tier übernehmen. Handelt es sich wirklich um Tierschutz oder um verdeckten Tierhandel? Kommen Spenden wirklich bei den Tieren an oder verschwinden diese in sontigen uneinsehbaren Kanälen?? Steht Ihnen ein Ansprechpartner zur Verfügung wenn nach der Adoption Fragen entstehen? Oder wird nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ vorgegangen?

Sie haben Fragen zum Thema? Anmerkungen? Sie haben Probleme mit einem Hund aus dem Tierschutz? Wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar!

Hund aus dem Tierschutz oder lieber ein Welpe?

Sie tragen sich mit dem Gedanken einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren

Die nötige Zeit ist vorhanden, die Tierliebe auch sowie alle anderen Voraussetzungen, die grundsätzlich dazu gehören. Einige Bekannte und Freunde warnen Sie jedoch davor ein Tier aus dem Tierschutz zu übernehmen und nennen Ihnen Argumente, die für den Kauf eines Hundewelpen sprechen.

2 Hunde aus dem Tierschutz

ein Hund aus dem Tierschutz bringt ein Stück Vorleben mit, das sollte man immer bedenken

Ein Hund aus dem Tierschutz – was sollten Sie bedenken?

Grundsätzlich ist es eine sehr soziale und schöne Sache einem Hund aus dem Tierschutz eine neue Chance zu geben. Viel zu viele Hunde sitzen heutzutage ohne eigene Familie, ohne gesicherte Zukunft und ohne artgerechtes Umfeld in irgendwelchen Zwingern oder Tierheimen. Natürlich gibt man sich in vielen dieser Einrichtungen alle erdenkliche Mühe, den Tieren gerecht zu werden. Jedoch ist dies aufgrund der Anzahl der Tiere und teilweise fehlenden Fachkompetenzen kaum möglich.

 Da diese Hunde häufig aus unbekannten Verhältnissen stammen, kann man Ihren Charakter nur schwer einschätzen und erkennen. Befinden sie sich beispielsweise in einem Tierheimzwinger, können und werden sie kaum ihren wahren Charakter zeigen können, den sie in einem „freien Leben“ an den Tag legen werden. Diverse Reize entstehen in einem Zwinger nicht, mit denen sie gegebenenfalls später tagtäglich konfrontiert werden. All diese Tiere haben ein Vorleben, das sie geprägt hat, was natürlich nicht negativ sein muss aber sein kann.

Erfahrung und Fingerspitzengefühl – ein muss wenn man einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren möchte

 Ein wundervolles Erlebnis für jeden wahren Tierfreund ist es, später zu sehen wie toll der Hund sich entwickelt, wenn alles klappt. Ein niederschmetterndes Erlebnis entsteht jedoch für den Menschen und noch mehr für den Hund, wenn das Vorhaben nicht klappt, der Hund zurück ins Tierheim muss oder wenn es gar zu einem Beißvorfall kommt.

groß und schwarz - na und?

groß und schwarz – na und?

Einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren möchte sehr gut überlegt sein

Sie sollten sich im Vorfeld einige Fragen stellen, bevor Sie sich entschließen einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren:

  • Bin ich bereit mit dem Hund zusammen eine Eingewöhnungszeit, die mit einigen Schwierigkeiten verbunden sein kann durchzustehen?
  • Kann ich akzeptieren, dass der Hund gegebenenfalls mehrere Wochen benötigt um sich in seinem neuen Heim mit allen Anforderungen und Einflüssen einzufinden?
  • Bin ich bereit dem Hund mit Kompetenz und Liebe alles zu zeigen, was im neuen Zuhause auf ihn zu kommen wird?
  • Habe ich genügend Zeit, Geduld und Wissen um mit eventuellem Fehlverhalten des Hundes umzugehen? Kann ich bei Bedarf auf Hilfe zurückgreifen, wenn ich mich überfordert fühle?
  • Kann ich mich zusammen mit dem Hund über noch so kleine Fortschritte freuen und ihn genau wie mich dadurch motivieren weitere Schritte zu gehen?
  • Traue ich mir zu einem Hund, den ich zum erten Mal sehe einzuschätzen? Oder habe ich alternativ eine Person, die mich bei der Auswahl des Hundes begleitet und das nötige Fachwissen besitzt?

Dies sind einige wichtige Punkte, über die Sie sich im Vorfeld Gedanken machen sollten. Schließlich wünschen Sie sich, genau wie der Hund, einen Partner dem Sie nach der Eingewöhnungszeit vertrauen können und auf den Sie stolz sein können. So ähnlich denkt auch der Hund….nur eben auf seine Art.

ein Hund aus dem Tierschutz benötigt oft viel Einfühlungsvermögen und Geduld

….das macht Spaß 😉

Sollten kleine Kinder in Ihrem Haushalt leben, sollten Sie noch vorsichtiger mit dem Thema „Hund aus dem Tierschutz“ umgehen. In diesem fall sollte gezielt ein Hund gesucht werden, der nachweislich unauffällig in einer Familie mit Kindern gelebt hat. Sollte die Herkunft und das Vorleben des Hundes unbekannt sein – Finger weg! Natürlich kann auch diese Konstellation gut gehen, jedoch muss klar sein, dass ein Risiko für die Kinder vorhanden ist.In diesem Falle könnte die Anschaffung eines Welpen die problemlosere Variante darstellen.

Sie haben Fragen zum Thema „Hund aus dem Tierschutz„? Wir beraten Sie gerne und stehen mit Rat und Tat zur Seite „Die Pfoten-Hotline

Hunde zu verschenken….

Das Internet ist voll von Hunden, die einfach mal so verschenkt werden. Die Anzahl der Sucher ist noch höher, die Hunde „zu verschenken“ suchen. In jeglichen Anzeigenmärkten sind die Rubriken voll von solchen Inseraten.

Die Argumente klingen auf den ersten Blick recht logisch: „Tiere verkauft man nicht…„, „das Geld verwende ich lieber für Futter und Ausstattung“ bis hin „na der kostet doch schon für Futter und so Zeug genug Geld“. All das bekommt man zu hören und zu lesen, wenn man mit den Inserenten telefoniert oder sie anschreibt.

Ein Hund ist ein Lebewesen und nichts was man einfach verschenkt

Ein Hund ist ein Lebewesen und nichts was man einfach verschenkt

Klar, alles richtig – aaaaaber………..

Das erinnert mich an ein Telefonat vor vielen Jahren mit einer Berlinerin, die mir ihr Erlebnis mit einem gefunden Hund erzählte. Damals hatte ich noch so gut wie keine Erfahrung im Bereich Tierschutz. Wenn ich es noch richtig weiß, war das ca. 2002 oder 2003. Ich möchte zu diesem Thema heute einfach nur mal diese Geschichte wiedergeben, die ich noch im Kopf habe als ob das Telefonat gestern war:

Sie erzählte, dass ihr in Berlin im Hundeauslaufgebiet plötzlich ein Hund hinterherlief. Sie schaute überall ob da nicht wer ist, der eventuell seinen Hund suchte. Es was aber nichts und niemand zu sehen. Da sich ihr kleiner Hund mit dem vermeintlich verlorenen Hund gut verstand, nahm sie ihn erstmal mit nach Hause.

Laß mal schnuppern, wer Du bist....

Laß mal schnuppern, wer Du bist….

Dort rief sie Tierheime, Polizei, Ordnungsämter usw. an und informierte diese um zu hinterlassen wo der Hund sich aufhält falls sich der oder die Besitzer melden. Nichts passierte in den nächsten 3 Monaten. Die Leute vom Tierheim sagten ihr dann, sie solle den Hund entweder ins Tierheim bringen oder versuchen zu vermitteln.

Da ihr das Tier schon ziemlich ans Herz gewachsen war, wollte sie ihm das Tierheim ersparen und sagte zu, sich selbst um die Vermittlung zu kümmern. Behalten konnte sie ihn leider nicht auf Dauer, da eigentlich ihre Wohnung viel zu klein war für den, doch recht stattlichen Rüden.

Sie machte sich also dran Inserate zu schalten um für den vierbeinigen Buben eine neue Familie zu finden. Für sie war es klar, sie wollte kein Geld für ihn, sie wollte „nur“ ein ganz tolles Zuhause für ihn, weil er ein so lieber Kerl war.  Es war schnell zu vermuten, dass dies kein großes Problem sein dürfte, da das Telefon unmittelbar nach Schaltung der Inserate nicht mehr still stand. Selbst mitten in der Nacht bimmelte es.

Nicht so toll waren die Anrufer selbst. Sie sagte mir, da hätte wirklich ALLES angerufen. Vom Kind im Alter von 8 Jahren bis zu Typen, die betrunken ins Telefon gelallt hatten. Sie hatte am 3. Tag den Hörer neben das Telefon gelegt, da sie mit den Nerven runter war und sich das Zeug nicht mehr anhören konnte das ihr erzählt wurde. 3 Interessenten hatte sie eingeladen um den Hund kennenzulernen. 2 dieser Interessenten hatte sie gleich an der Haustüre abgefertigt als sie sah wie diese auf den Hund zugingen. Mit dem dritten Besucher wars dann auch eher nichts, da der Hund dort 10 Stunden am Tag alleine in der Wohnung hätte bleiben müssen.

Die Tierheimleiterin hatte einige Tage später angerufen um zu fragen was die Vermittlungsversuche machen. Als diese hörte was passiert war, lachte sie und meinte, so würde das nie was.

Nach dem Motto: „Was nichts kostet, ist nichts wert….“ Ja, leider ist das heute meistens so. Bei kostenlosen Dingen fackelt man nicht lange, man hat ja nichts zu verlieren. Anders, wenn es was kostet, man macht sich dann eher Gedanken ob man die Anschaffung tätigt oder nicht. Ja, es geht um ein Lebewesen, aber der Mensch bleibt dennoch derselbe. Und „Hunde zu verschenken“ suggeriert einfach etwas kostenloses……

Okay, dann das Ganze nochmal, nur ein wenig anders: das neue Inserat sah eine Schutzgebühr von damals 300 DM vor. Die Frau sagte mir, sie hätte wetten könne, da meldet sich kein Mensch. Die Wette hätte sie fast gewonnen, wenn nicht 2 Familen gewesen wären, die ein paar Tage später anriefen. Beide klangen sehr nett am Telefon und beide kamen um den Hund kennenzulernen.

Jeder Hund hat ein schönes und artgerechtes Leben verdient!

Jeder Hund hat ein schönes und artgerechtes Leben verdient!

Nun sah das Problem ganz anders aus – „wem gebe ich den Hund?“ Beide Familien waren super nett, konnten rundum alles anbieten, was sie sich für den Hund gewünscht hatte. Bei beiden Familien paßte einfach alles. Ergebnis war, dass der gefundene Hund einen Traumplatz fand und ein Hund aus dem Tierheim auch noch eine neue tolle Familie bekam.

ERGO: Nur wem ein Tier nichts bedeutet, verschenkt es einfach mal so – und wem ein Tier etwas bedeutet, der würde auch etwas dafür bezahlen! Also VORSICHT bei „Hunde zu verschenken“ oder „Hunde geschenkt gesucht“!

Probleme mit dem Hund

Probleme mit dem Hund führen oft zur Abgabe

Immer häufiger führen Probleme mit dem Hund zu einer Abgabe des Tieres oder zu Stress im Umfeld. Letztendlich leidet unter der Situation der Hund ebenso wie der Halter.

Nelly selbst stammt aus einem Tierheim in NRW

Nelly selbst stammt aus einem Tierheim in NRW

Meist sind es nur Kleinigkeiten, die der Hund gegebenenfalls falsch verstanden, falsch verknüpft oder man ihm falsch erklärt hat. Oft haben winzige Unstimmigkeiten große Auswirkungen, die sich ohne Korrektur laufend verstärken und schnell werden aus winzigen Problemchen riesige Probleme mit dem Hund.

Häufig wissen sich die Halter irgendwann keinen Rat mehr, das Verhalten des Hundes setzt sich fest und der Halter ist ratlos. Hunde sind sehr sensibel, spüren den unterschwelligen Stress und die Aufregung und geraten ebenfalls leicht in Rage. Damit hat sich ein Fehlverhalten schnell zur Gewohnheit entwickelt.

 Was tun wenn es Probleme mit dem Hund gibt?

Die „einfachste“ und gleichzeitig für den Hund schlimmste Lösung ist eine Abgabe zum Beispiel ins Tierheim. Die Probleme mit dem Hund existieren zumeist weiter, da sich das unerwünschte Verhalten festgesetzt hat und damit wird er sehr schlechte Vermittlungschancen in ein neues Heim haben.

Eine andere Möglichkeit ist, die Probleme mit dem Hund mit diversen „hundeerfahrenen“ Bekannten zu besprechen und sich Tipps zu holen. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, denn man bemüht sich das Problem in den Griff zu bekommen. Eine Gefahr besteht jedoch bei dieser Variante, denn man probiert alle möglichen Tipps aus und verwirrt den Hund total. Denn „mal so und mal so“ versteht kein Hund der Welt. Aus diesem Grund scheitern diese Aktionen meistens.

Sinnvoll wäre es,  einen „guten“ Hundetrainer oder Hundetrainerin zu Rate zu ziehen um speziell für diesen Hund und für die existierenden Probleme einen Trainingsplan zu erstellen. Dabei ist es sicherlich nicht unbedingt sinnvoll ein Gruppentraining zu besuchen, dies könnte höchstens unterstützend helfen. Der Trainingsplan jedoch muss genau auf den Hund und auf sein unerwünschtes Verhalten zugeschnitten sein. Schwierigster Punkt hierbei ist es, eine wirklich „gute“ Hundeschule zu finden. Da der Beruf nicht geschützt ist, kann ihn Jeder ausüben. Erfahrungsgemäß sind die Leistungen der Trainer und Trainerinnen entsprechend äußerst unterschiedlich.

Die gezielte Arbeit mit dem Hund hat außerdem einen schönen Nebeneffekt, denn Schritt für Schritt zusammen mit dem Hund an dem Problem arbeiten, kleine und größere Erfolge erzielen macht Spaß und fördert das positive Miteinander ungemein. Man sollte von seinem Hund nicht erwarten, dass er alles in sekundenschnelle lernt, denn das kann er sicher nicht. Außerdem sollte man Bedenken, dass er vermutlich einige unerwünschte Dinge gelernt hat und wie lange dieses Verhalten schon fest in seinem Kopf verankert ist. Also, immer kleine Schritte, Zwischenziele und darauf aufbauen.

Oftmals hört man die Ausrede: Ich habe Probleme mit dem Hund aber „dazu hab ich keine Zeit“

Dieses Denken ist ganz sicher falsch, denn es geht meist nicht darum, dass man mehr Zeit benötigt, sondern dass der Umgang verändert wird um die Probleme mit dem Hund in den Griff zu bekommen. Fast alle Maßnahmen lassen sich während des Alltags und unterwegs bei den „normalen“ Spaziergängen erledigen.

Auch die Aussage „mein Hund kann mich eben nicht leiden“ ist nicht nachvollziehbar, denn ein Hund ist, wie viele Sprichwörter aussagen, der treueste Freund überhaupt. Ihm ist es egal ob sein Halter dick, dünn, alt, jung, gestylt oder frisch geduscht ist. Es ist oft wundersam, dass selbst Hunde, die von ihren Haltern geschlagen werden, immer wieder Schwanz wedelnd zu diesen gehen.

Nein, das Problem ist, dass Hunde oftmals durch Unwissenheit, Unachtsamkeit oder auch durch gewisse Einflüsse in der Umgebung Dinge anders verknüpfen als der Halter das wünscht. Wird in dieser Situation nicht konsequent und richtig korrigiert, setzt sich das Verhalten fest oder verstärkt sich durch unrichtiges Eingreifen oder unrichtige Korrektur.

Sammy aus Bulgarien bewacht am liebsten seine Couch ;-)

Sammy aus Bulgarien bewacht am liebsten seine Couch 😉

Fazit: Fast alle Probleme mit dem Hund lassen sich durch kompetentes gezieltes Training korrigieren.