Probleme mit Hunden ……

……….gibt es leider immer wieder und immer häufiger

Warum gibt es in der heutigen Zeit eigentlich immer häufiger Probleme mit Hunden?

Robbie weiß was es heißt, nicht mehr geliebt zu werden weil irgendwas falsch gelaufen war

Robbie weiß was es heißt, nicht mehr geliebt zu werden weil irgendwas falsch gelaufen war

Hat sich der Hund verändert, der Mensch oder das Umfeld?

Die Ansprüche an den Hund und die Aufgaben des Hundes haben sich in den letzten Jahren maßgeblich verändert. Wie bereits im Artikel „Hundehaltung – was sollte man bedenken?“ beschrieben, werden die meisten Hunde nicht mehr dafür eingesetzt wofür sie ursprünglich gezüchtet wurden. Die Mehrzahl der Hunde werden heute als sogenannte „Familienhunde“ gehalten.

Die Schafe müssen behütet werden und sie dürfen nicht weglaufen.

Die Schafe müssen behütet werden und sie dürfen nicht weglaufen.

Nur: was ist eigentlich ein „Familienhund“? Die Vorstellungen sehen ganz anders aus als früher. Die Erwartung, dass der Hund sich mit den Kindern, der Katze und mit jedem Besucher verträgt und zu Jedem freundlich ist, gestaltet sich ganz anders als die damalige Aufgabe, Haus und Hof zu bewachen.

Beim Spaziergang möchte man den Hund gerne ohne Leine gehen lassen, da ist der ursprünglich gewünschte Jagdtrieb nicht besonders vorteilhaft, denn dieser kann für viel Ärger mit Jägern und anderen Spaziergängern sorgen. Auch Jogger und Fahrradfahrer gehören nicht zu den begeisterten Fans und haben häufig die Probleme mit Hunden – allerdings mit fremden Hunden.

Leider gibt es in den unterschiedlichsten Situationen immer mehr Probleme mit Hunden. Nicht umsonst werden immer und immer wieder neue Gesetze und Vorschriften geschaffen, die solche Probleme einschränken sollen. Wie sinnvoll oder sinnlos die Politik das Thema angeht soll hier im Moment nicht das Thema sein. Viel sinnvoller für jeden einzelnen Hundehalter ist es, vom ersten Tag an zusammen mit dem Hund daran zu arbeiten, dass es nie zu Problemen kommen wird.

Mit dem Hund üben macht Spaß weil man sich über gemeinsame Erfolge gemeinsam freut

Mit dem Hund üben macht Spaß weil man sich über gemeinsame Erfolge gemeinsam freut

Das ist grundsätzlich nicht schwer, denn bereits ein Welpe lernt Grenzen kennen. Bereits ein Welpe lernt spielerisch wo sein Platz im Rudel ist und was er darf und was er nicht darf. Den Umgang mit seinen Artgenossen lernt er entweder in Spielgruppen bei Hundeschulen oder man hat im Umfeld genügend andere Hundebesitzer um regelmäßige Treffen zu realisieren.

Viel mehr ist es nicht ….es könnte eigentlich so einfach sein Probleme mit Hunden erst gar nicht entstehen zu lassen.

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Problemhund – was ist das eigentlich?

Immer häufiger hört man von einem sogenannten Problemhund, auch bieten diverse Hundeschulen spezielle Kurse für Problemhunde an.

Aber was ist denn eigentlich ein Problemhund? Hat der Hund ein Problem? Haben seine Halter ein Problem? Hat er ein gesundheitliches Problem? Ein Verständnisproblem? Ein Verhaltensproblem?

Zusammenleben mit Spaß und Freude für Hund und Mensch

Zusammenleben mit Spaß und Freude für Hund und Mensch

Meist sind die Hunde wohl gemeint, die ein unerwünschtes Verhalten in einer gewissen Situation oder auch in mehreren Situationen zeigen. Unerwünschtes Verhalten kann mehrere Gründe haben jedoch hat es in den seltensten Fällen ein Problem des Hundes im Hintergrund.

Die häufigsten Gründe für Fehlverhalten sind Defizite und/oder Fehler in der Prägephase des Hundes, Umwelteinflüsse, falsches Vermitteln des erwünschten Verhaltens, nicht artgerechte Korrekturen und dadurch entstehende Verknüpfungsfehler. Weitere Quellen für Fehlverhalten sind fehlende Konsequenz sowie Über- oder Unterforderung des Hundes.

Vieles lernt der Hund sehr leicht im Spiel.

Vieles lernt der Hund sehr leicht im Spiel.

Häufig spielen auch komplette Fehleinschätzungen mit. Solange der Hund noch ein süßer kleiner Welpe ist, darf er alles, wird verhätschelt und vergöttert. Damit wird ihm indirekt und ungewollt beigebracht, dass er das Wichtigste auf der Welt ist. Später dann soll er sich in der Familie „unterordnen“ das jedoch hat er nie gelernt. Dadurch kommt es häufig zu Konfrontationen in denen der Hund klären möchte wo denn nun wirklich sein Rang im „Rudel“ ist.

Dies ist grundsätzlich kein Fehlverhalten sondern eine ganz normale hundische Verhaltensweise, die im Vorfeld provoziert wurde. Hätte schon der Welpe oder Junghund klar gelernt wo er steht, müsste er dies nicht prüfen. Es ist sicher nicht von ungefähr, dass gerade Hunde im Alter von 1 bis 2 Jahren überdurchschnittlich häufig in Tierheimen landen.

Stimmt die Beziehung zwischen Mensch und hund, machen Spaziergänge soooo viel Spaß

Stimmt die Beziehung zwischen Mensch und hund, machen Spaziergänge soooo viel Spaß

Doch das muss nicht sein. Durch gezieltes Training wird fast jeder Problemhund ein netter und liebenswerter Begleiter. Auch hier gehört natürlich der Wille des Halters, Konsequenz und ein gezielter Trainingsplan dazu. Aber es lohnt sich immer und in jedem Fall, denn ein entspanntes und harmonisches Miteinander soll das erreichbare Ziel sein.

 

Probleme mit dem Hund

Probleme mit dem Hund führen oft zur Abgabe

Immer häufiger führen Probleme mit dem Hund zu einer Abgabe des Tieres oder zu Stress im Umfeld. Letztendlich leidet unter der Situation der Hund ebenso wie der Halter.

Nelly selbst stammt aus einem Tierheim in NRW

Nelly selbst stammt aus einem Tierheim in NRW

Meist sind es nur Kleinigkeiten, die der Hund gegebenenfalls falsch verstanden, falsch verknüpft oder man ihm falsch erklärt hat. Oft haben winzige Unstimmigkeiten große Auswirkungen, die sich ohne Korrektur laufend verstärken und schnell werden aus winzigen Problemchen riesige Probleme mit dem Hund.

Häufig wissen sich die Halter irgendwann keinen Rat mehr, das Verhalten des Hundes setzt sich fest und der Halter ist ratlos. Hunde sind sehr sensibel, spüren den unterschwelligen Stress und die Aufregung und geraten ebenfalls leicht in Rage. Damit hat sich ein Fehlverhalten schnell zur Gewohnheit entwickelt.

 Was tun wenn es Probleme mit dem Hund gibt?

Die „einfachste“ und gleichzeitig für den Hund schlimmste Lösung ist eine Abgabe zum Beispiel ins Tierheim. Die Probleme mit dem Hund existieren zumeist weiter, da sich das unerwünschte Verhalten festgesetzt hat und damit wird er sehr schlechte Vermittlungschancen in ein neues Heim haben.

Eine andere Möglichkeit ist, die Probleme mit dem Hund mit diversen „hundeerfahrenen“ Bekannten zu besprechen und sich Tipps zu holen. Das ist grundsätzlich eine gute Idee, denn man bemüht sich das Problem in den Griff zu bekommen. Eine Gefahr besteht jedoch bei dieser Variante, denn man probiert alle möglichen Tipps aus und verwirrt den Hund total. Denn „mal so und mal so“ versteht kein Hund der Welt. Aus diesem Grund scheitern diese Aktionen meistens.

Sinnvoll wäre es,  einen „guten“ Hundetrainer oder Hundetrainerin zu Rate zu ziehen um speziell für diesen Hund und für die existierenden Probleme einen Trainingsplan zu erstellen. Dabei ist es sicherlich nicht unbedingt sinnvoll ein Gruppentraining zu besuchen, dies könnte höchstens unterstützend helfen. Der Trainingsplan jedoch muss genau auf den Hund und auf sein unerwünschtes Verhalten zugeschnitten sein. Schwierigster Punkt hierbei ist es, eine wirklich „gute“ Hundeschule zu finden. Da der Beruf nicht geschützt ist, kann ihn Jeder ausüben. Erfahrungsgemäß sind die Leistungen der Trainer und Trainerinnen entsprechend äußerst unterschiedlich.

Die gezielte Arbeit mit dem Hund hat außerdem einen schönen Nebeneffekt, denn Schritt für Schritt zusammen mit dem Hund an dem Problem arbeiten, kleine und größere Erfolge erzielen macht Spaß und fördert das positive Miteinander ungemein. Man sollte von seinem Hund nicht erwarten, dass er alles in sekundenschnelle lernt, denn das kann er sicher nicht. Außerdem sollte man Bedenken, dass er vermutlich einige unerwünschte Dinge gelernt hat und wie lange dieses Verhalten schon fest in seinem Kopf verankert ist. Also, immer kleine Schritte, Zwischenziele und darauf aufbauen.

Oftmals hört man die Ausrede: Ich habe Probleme mit dem Hund aber „dazu hab ich keine Zeit“

Dieses Denken ist ganz sicher falsch, denn es geht meist nicht darum, dass man mehr Zeit benötigt, sondern dass der Umgang verändert wird um die Probleme mit dem Hund in den Griff zu bekommen. Fast alle Maßnahmen lassen sich während des Alltags und unterwegs bei den „normalen“ Spaziergängen erledigen.

Auch die Aussage „mein Hund kann mich eben nicht leiden“ ist nicht nachvollziehbar, denn ein Hund ist, wie viele Sprichwörter aussagen, der treueste Freund überhaupt. Ihm ist es egal ob sein Halter dick, dünn, alt, jung, gestylt oder frisch geduscht ist. Es ist oft wundersam, dass selbst Hunde, die von ihren Haltern geschlagen werden, immer wieder Schwanz wedelnd zu diesen gehen.

Nein, das Problem ist, dass Hunde oftmals durch Unwissenheit, Unachtsamkeit oder auch durch gewisse Einflüsse in der Umgebung Dinge anders verknüpfen als der Halter das wünscht. Wird in dieser Situation nicht konsequent und richtig korrigiert, setzt sich das Verhalten fest oder verstärkt sich durch unrichtiges Eingreifen oder unrichtige Korrektur.

Sammy aus Bulgarien bewacht am liebsten seine Couch ;-)

Sammy aus Bulgarien bewacht am liebsten seine Couch 😉

Fazit: Fast alle Probleme mit dem Hund lassen sich durch kompetentes gezieltes Training korrigieren.